Reuter verklagt Cor Onlinehändler fordert Schadenersatz von Möbelhersteller

Das Mönchengladbacher Unternehmen Reuter bereitet eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe vor. Grund: Der Möbelhersteller Cor soll die freie Gestaltung der Verkaufspreise verhindert haben.
Update: 04.02.2016 - 15:39 Uhr
Der Onlinehändler verklagt im Preisstreit den Möbelhersteller Cor. Quelle: PR
Badaustellung von Reuter

Der Onlinehändler verklagt im Preisstreit den Möbelhersteller Cor.

(Foto: PR)

DüsseldorfDer Onlinehändler Reuter bereitet eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe wegen entgangenen Gewinns gegen den Möbelhersteller Cor vor. Der soll in unzulässiger Weise Druck auf Reuter ausgeübt haben, um die freie Gestaltung der Preise für die Möbel zu verhindern. Das Unternehmen beklagt, dass es deshalb den möglichen Umsatz mit den Cor-Produkten zunächst nicht voll ausschöpfen konnte. Der stieg erst mit Beginn einer Marketingaktion. Reuter hatte zuvor eine gerichtliche Einigung vorgeschlagen, zu der es der Möbelhersteller jedoch nicht kommen ließ.

Die Vorgabe von festen Verkaufspreisen ist nach dem in der gesamten EU geltenden Kartellrecht eine unerlaubte Beschränkung des Wettbewerbs. Es ist auch verboten, dass der Hersteller dahingehend Druck ausübt, dass unverbindliche Preisempfehlungen eingehalten werden sollen. Genau das hält Reuter aber in diesem Fall für gegeben. Außerdem will das Unternehmen Anzeichen dafür gesehen haben, dass Cor an einer Kartellabsprache stationärer Händler beteiligt ist, um ein einheitliches Preisniveau sicherzustellen.

Der Vertrag zwischen Cor und Reuter sah vor, dass Cor regelmäßig unverbindliche Preisempfehlungen übermittelt. Allerdings sollen sowohl Cor-Geschäftsführer Leo Lübke als auch der Cor-Verkaufsleiter wiederholt darauf gedrungen haben, dass Reuter seinen Kunden „allenfalls bestimmte Maximalrabatte zu gewähren habe“. Das hält der Online-Händler für eine unzulässige Einflussnahme auf die eigene Preisgestaltung.

Geschäftsführer Bernd Reuter beharrt dagegen darauf, seine Preise selbst festlegen zu dürfen. „Preisbindungen lähmen den Wettbewerb und führen zu Stagnation. Es ist daher nicht nur unser Ziel, Cor zur Verantwortung zu ziehen. Die Klage bereiten wir vor allem im Interesse unserer Kunden vor“, erklärt Reuter.

Die Firma Cor wiederum hat inzwischen angekündigt, "das nachvertragliche Verhalten der Reuter Unternehmensgruppe" prüfen zu wollen. In einer Pressemitteilung erklärt Cor-Chef Leo Lübke, Reuter sei es in rund dreieinhalb Jahren nicht gelungen, die vertraglich vereinbarten Vertriebsziele zu erreichen. "Aus diesem Grund haben wir die die Zusammenarbeit gemäß unserer Partnervereinbarung ordentlich und fristgerecht zum 31. Januar 2016 gekündigt", erklärt Lübke weiter. Sein Unternehmen begegne Handelspartnern mit Wertschätzung und Respekt, weshalb das Verhalten von Reuter "mehr als bedauerlich" sei.

Diesen Investoren gehört der deutsche Mittelstand
Platz 10: JP Morgan Asset Management
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Mary Callahan Erdoes, CEO der JP Morgan Privatbank. 2015 hatte das JP Morgan Asset Management insgesamt rund 1,7 Milliarden Euro in den börsennotierten Mittelstand investiert. Im Jahr davor waren es nur 846,5 Millionen Euro.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der cometis AG, einer Beratungsgesellschaft für strategische Finanz- und Unternehmenskommunikation und dem Investor- Relations-Datenbankanbieter Ipreo. Dabei wurde ausgewertet, welche Investoren gemessen an der Summe ihrer Investments die größten Beteiligungen im börsennotierten deutschen Mittelstand halten.

Quelle: cometis

Platz 9: Oppenheimer Funds
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Die US-amerikanische Investmentgesellschaft Oppenheimer Funds belegt Platz neun unter den größten Investoren in MDax, SDax und TecDax. 2015 hielten sie Beteiligungen im Wert von insgesamt 1,66 Milliarden Euro. Das waren 300 Millionen Euro mehr als noch ein Jahr zuvor. Hoch im Kurs steht bei den Amerikanern der Medienkonzern ProSiebenSat.1.

Platz 8: MFS International
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Auf Platz acht der größten Investoren schafft es MFS International mit Beteiligungen in Höhe von 1,73 Milliarden Euro. Seine größten Beteiligungen hält die in Großbritannien registrierte Gesellschaft an dem Industrieunternehmen Gea, dem Chemiekonzern Brenntag und LEG Immobilien.

Platz 7: Elliott Management Corporation
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Paul Singer, Gründer und CEO der Elliott Management Corporation. Der Hedgefonds hat 18,8 Prozent seines Portfolios im deutschen Mittelstand investiert. 2015 waren es rund 1,79 Milliarden Euro. Die zwei Unternehmen, an denen sich der Investor am stärksten beteiligt hat, sind Kabel Deutschland und der Maschinenbauer DMG Mori Seiki.

Platz 6: MFS Investment Management
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Mit Investments in Höhe von 1,97 Milliarden Euro schafft es MFS Investment Management auf Platz sechs der größten Investoren im börsennotierten deutschen Mittelstand. Seine größte Beteiligung halten die US-Amerikaner in der Symrise AG, die Duft-, Geschmacks- und Wirkstoffe für Kosmetika und Lebensmittel herstellt.

Platz 5: Capital Research Global Investors
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Die Capital Research Global Investors gehören zu den Top-Fünf der größten Investoren in MDax, SDax und TecDax. Die Amerikaner haben 2,01 Milliarden Euro in Unternehmen der Indizes angelegt. Zu den deutschen Unternehmen, an denen sie am stärksten beteiligt sind, gehört neben ProSiebenSat.1 und Freenet auch Hugo Boss.

Platz 4: Capital World Investors
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Mit Capital World Investors gehört die zweite Tochtergesellschaft des US-Riesen „The Capital Group“ zu den größten Investoren im deutschen börsennotierten Mittelstand. Capital World Investors bringt es auf Beteiligungen in Höhe von 2,61 Milliarden Euro. Das ist jedoch deutlich weniger als noch 2014, als die Summe 3,28 Milliarden Euro betrug. Besonders beliebt bei den Amerikanern ist beispielsweise der Münchner Triebwerkhersteller MTU Aero.

Das 1986 gegründete Mönchengladbacher Unternehmen Reuter ist Fachhändler für Bad- und Sanitärartikel, hat aber auch Leuchten und Möbel im Angebot. Gründer Bernd Reuter hat bereits im Fall eines anderen Herstellers ein Urteil für einen fairen und transparenten Online-Handel erreichen können. Er sieht sich als Streiter für den ungehinderten Onlinehandel, den er für Markenprodukte weiter öffnen will.

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