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Rücktritt des BDO-Präsidenten Steinbrück Fahrt in die Insolvenz

Der Präsident des Omnibus-Verbands tritt zurück, weil seine Gothaer Firma pleite ist. Was wie eine Provinzposse klingt, ist ein Lehrstück über die harten Methoden, mit denen Unternehmer und Politik manchmal kämpfen.
21.09.2017 - 11:56 Uhr
DDR überlebt, den Streit mit dem Landkreis aber nicht. Quelle: imago/Bild13
Wolfgang Steinbrück

DDR überlebt, den Streit mit dem Landkreis aber nicht.

(Foto: imago/Bild13)

Gotha Buspassagieren im thüringischen Gotha bot sich in den vergangenen Monaten ein seltsames Bild. Auf vielen Linien fuhren immer zwei Busse hintereinander her. Die Fahrgäste konnten sich aussuchen, ob sie in den vorderen einsteigen oder in den hinteren. Voll war keiner der beiden.

Der Doppelverkehr war das Ergebnis eines merkwürdigen Machtkampfes zwischen dem Fuhrunternehmen Steinbrück und der kommunalen Nahverkehrsgesellschaft RVG. Vorerst verloren hat diesen „Gothaer Busstreit“ nun Wolfgang Steinbrück.

Der war bis Dienstag Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), also der höchste Repräsentant der privaten Busunternehmen des Landes. Zu den BDO-Mitgliedern zählen Anbieter des privaten Nahverkehrs und Fernbusdienstleister wie Flixbus, deren Geschäft seit der Liberalisierung des Fernbusmarktes boomt. Nun hat Steinbrück, seit 2005 im Amt und erst vor einem Jahr wiedergewählt, seinen Rücktritt verkündet. Er könne nicht anders, sein Gothaer Fuhrbetrieb mit 45 Bussen sei wegen des Streits insolvent, sagte er dem Handelsblatt.

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