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Schwacher Absatz Die Krise macht auch vor der Mode nicht halt

Die deutsche Modebranche schwächelt. Grund ist der verspätete Sommer - und die Finanzkrise ist ein weiterer. Denn die lässt auch die Textilindustrie nicht aus. Firmen müssen nun mit ihren Bestellungen vorsichtiger sein.
30.07.2012 - 14:31 Uhr Kommentieren
Eine Show der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin: Die Textilimporte schwächeln. Quelle: dpa

Eine Show der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin: Die Textilimporte schwächeln.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Sommer kommt zu spät für die Modebranche. Die Lager sind voll, viele Hersteller bleiben auf ihren Vorräten sitzen. Deutlich macht dies die rückläufige Entwicklung der Exporte. Aber auch der Import schwächelt.

Noch vor einem Jahr konnte der Modeverband German Fashion von einem wahren "Boom" in der Modebranche berichten. Steigende Exportzahlen, aus denen hohe Umsatzgewinne hervorgingen, sorgten für Hochstimmung.

Nicht so in diesem Jahr. Die Finanzkrise macht eben auch vor der Modebranche nicht halt. Ein Rückgang der Exporte von 3,28 Prozent bringt die Hersteller zum Nachdenken. Die Gründe für den schwachen Absatz liegen nicht nur in der Finanzkrise. Auch der warme Winter und späte Anflug des Sommerwetters spiegeln sich darin wider.

"Das ist Klagen auf hohem Niveau", sagt der Präsident des Modeverbands, Gerd-Oliver Seidensticker. Der Modeindustrie insgesamt gehe es sehr gut. Trotzdem müsse sie bei der Disposition deutlich vorsichtiger agieren. Viele Unternehmen der mittelständisch geprägten deutschen Branche müssten ihre Umsatzplanung inzwischen zurückfahren.

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    Auch die Textilimporte schwächeln. Besonders aus China als Importland Nummer eins verzeichnet die Branche in den ersten fünf Monaten 2012 einen starken Importrückgang von gut zehn Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Viele Hersteller lassen inzwischen in anderen Ländern produzieren, weil die Löhne in China stark steigen. Mit einem Importvolumen von knapp 2,8 Milliarden Euro liegt die Volksrepublik dennoch weit vor allen anderen Importländern für den deutschen Markt.

    Die Branche erwartet ein kleines Umsatzplus
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