Sicherheit Krise kann Mittelständler nicht schocken

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Viel mehr als die Wirtschaftskrise treiben die Sicherheitsunternehmen aggressive Marktstrategien großer Konzerne um: Die größten Hersteller von Sicherheitstechnik Siemens und Bosch haben ihr Direktgeschäft verstärkt und konkurrieren um die Kunden kleiner Installationsbetriebe und Schlüsseldienste.

Auch internationale Konzerne wie das schwedisch-finnische Unternehmen Assa Abloy oder das US-Unternehmen Honeywell haben in jüngster Vergangenheit nicht nur durch die Eröffnung eigener Filialen für Aufsehen gesorgt, sondern auch durch den Aufkauf mittelständischer Sicherheitsunternehmen. "Auch Anbieter von Facility Management drängen auf den Markt", berichtet Unternehmer Lohrer. Dennoch macht ihm die neue Konkurrenz keine Angst: "Kleinere Betriebe wie wir haben aber den Vorteil, dass wir schneller und flexibler auf Kundenwünsche reagieren können."

Verbände indes sehen durch den Trend zur Konzentration die mittelständische Struktur der Branche gefährdet. "Die breite Vielfalt der rund 3000 professionellen Sicherheitsfachgeschäfte in Deutschland muss gewahrt bleiben, weil diese Anbieter durch ihre Nähe zum Kunden am besten auf dessen Wünsche eingehen können", sagt Interkey-Geschäftsführer Wöckener. Auch BHE-Geschäftsführer Brauer plädiert für den Mittelstand: "Gerade in Zeiten der Krise sollte das überwiegend partnerschaftliche Verhältnis zwischen Herstellern auf der einen sowie Errichtern, Planern und Schlüsselfachgeschäften auf der anderen Seite nicht gefährdet bleiben."

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