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Netzwirtschaft Die 20 wichtigsten Internet-Köpfe in Deutschland

Deutschland ist im Internet-Rausch. Wieder einmal. Welche Gründer, Investoren und Manager die technologische Entwicklung der Netzwirtschaft in den nächsten Jahren bestimmen werden – und welche Pläne sie haben.
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Alexander Ljung (Soundcloud). Der Schwede kam 2007 nach Berlin, um eine Internet-Musikplattform aufzubauen. Quelle: Pressebild

Alexander Ljung (Soundcloud). Der Schwede kam 2007 nach Berlin, um eine Internet-Musikplattform aufzubauen.

(Foto: Pressebild)

1: Alexander Ljung (Soundcloud)

Für Alexander Ljung hat das Jahr mit einem „Big Bang“ begonnen, und das ließ er seine Freunde auch prompt via Twitter-Nachricht aus Miami wissen. Zum Jahreswechsel hatte sich der 30-jährige Chef einer Online-Plattform für Musiker den Fuß gebrochen. Was da noch keiner ahnt: Der eigentliche Knall steht erst noch bevor.

Nur Stunden später verkündet Ljung, sein Startup Soundcloud habe eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. 50 Millionen Dollar stecken Investoren in das Unternehmen, schreibt das Geek-Blog Techcrunch. Damit wäre Soundcloud 200 Millionen Dollar wert – nicht schlecht für ein Startup, das gerade einmal knapp fünf Jahre alt ist.

Das Silicon Valley produziert solche Geschichten wie am Fließband. Ljung aber gründet nicht in San Francisco. Er und sein Studienfreund Eric Wahlforss, 32, starten ihr Unternehmen 2007 in Berlin. Wenig später stellen sie Soundcloud ins Netz. Auf der Seite können Menschen Musik und Tondateien aller Art veröffentlichen, gemeinsam bearbeiten und mit anderen teilen. Ihre Idee schlägt ein: Mehr als 14 Millionen Musikfans haben sich seither registriert. Und inzwischen melden sich jeden Monat eineinhalb Millionen weitere an.

Gut möglich, dass Soundcloud der ersehnte Beweis dafür ist, dass nun auch deutsche Startups grundlegende Innovationen im Internet hervorbringen können. Für die WirtschaftsWoche und die Web-Konferenz Next Berlin ist Ljung daher die Nummer eins des Rankings der einflussreichsten Köpfe aus Deutschlands Internet-Wirtschaft. Auf der Next treffen sich diese Woche zahlreiche Entscheider der Web-Ökonomie.

„Heute fließt zu viel Kapital in Startups“

Ljung setzte sich gegen Hunderte Vorschläge aus dem Netz sowie Dutzende Nominierte eines zwölfköpfigen Expertengremiums durch. Die Vielzahl der Kandidaten zeigt, wie unübersichtlich die Lage wird. Berlin 2012, das sei wie San Francisco in den Neunzigern, meinen einige – kreativ, undefiniert, wild. Das will niemand verpassen. Gründer, Investoren und frühere Unternehmer – sie alle wollen Teil der neuen Internet-Party sein. „Manchmal habe ich das Gefühl, in Berlin gibt es mehr Investoren als Startups“, sagt Lars Hinrichs, der einst das Kontaktnetz Xing gegründet hat und nun mit seiner Investmentfirma HackFwd innovative Jungunternehmen finanziert. Jahrelang klagte die Szene über zu wenig Geld. „Heute fließt eher zu viel Kapital in Startups“, sagt Hinrichs. Damit werde auch öfter Unsinn finanziert.

Dennoch könnte es dieses Mal besser laufen als zu Zeiten der New Economy, dem ersten Hype zur Jahrtausendwende, der mit geplatzten Börsenträumen endete. Heute ist es nicht nur technisch einfacher und billiger, Unternehmen aufzubauen. Deutsche Startups entwickeln heute auch „wertvolle Infrastruktur, die von anderen Diensten genutzt wird und neue Web-Ökosysteme entstehen lässt“, sagt Ciarán O’Leary vom Startup-Investor Earlybird. Das zeige kaum ein Unternehmen so gut wie Ljungs Soundcloud. Radiosender bedienen sich der Plattform, um Mitschnitte ins Internet zu stellen, und Privatnutzer bringen mit der Technik eigene Musik online. „Soundcloud ist damit der Quasi-Standard für das Teilen von Ton-Inhalten im Internet“, sagt O’Leary.

Dabei will Ljung anfangs nur ein Problem lösen: Seit jeher komponiert er Elektro-Beats und eigene Lieder. Was ihm fehlt, ist ein Weg, mit Freunden online an selbst geschriebener Musik zu arbeiten oder ihnen die neuesten Ideen vorzuspielen. Damit ist die Idee für Soundcloud geboren.

Tischtennisplatte, Bier im Kühlschrank

Von da aus ist die Entscheidung für Berlin nicht mehr weit: Nur in wenigen anderen Städten entwickeln 2007 so viele Menschen Innovationen an der Schnittstelle zwischen Technik und Musik. Außerdem sind die Wohnungen billig – und das Bier sowieso.

Das erste Soundcloud-Büro liegt in einem dunklen Raum im Zentrum Berlins. Mitunter müssen die Mitarbeiter in nahe gelegene Cafés ausweichen, um in Ruhe arbeiten zu können. Die Zeiten sind vorbei. Das 90-köpfige Berliner Team ist in helle Büros gezogen, nicht weit vom Berliner Rosenthaler Platz – mit Tischtennisplatte, Bier im Kühlschrank und jungen Leuten, die mit überdimensionierten Kopfhörern an ihren Rechnern sitzen. Die Räume sind so groß, dass Ljung mitunter aufs Skateboard springt, um vom einen zum anderen Ende zu kommen.

Philipp Schindler verhandelte im Streit um Google Street View schon unter anderem mit Angela Merkel Quelle: Reuters

Philipp Schindler verhandelte im Streit um Google Street View schon unter anderem mit Angela Merkel

(Foto: Reuters)

Doch Ljung, den Freunde als „höflichen Gesprächspartner“ und „Energiepaket“ beschreiben, ist nicht mehr der Jungunternehmer von einst: „Er ist Orientierungsfigur einer ganzen Gründergeneration“, sagt Peter Bihr von der Beratungsfirma Third Wave. Und zwar weltweit. Über Ljungs Twitter-Account werden sie alle Zeugen eines Lebens ohne Atempausen: New York, San Francisco, London – und immer wieder durchgearbeitete Nächte in Berlin.

Der Schwede ist aber nicht nur Rat-, sondern auch Geldgeber. „In Berlin sind Startups oft miteinander verflochten“, sagt Bihr. In der Stadt entstehe damit ein eng gestricktes Netz aus Ideen, Talenten und Unternehmen. Das war auch für den 31-jährigen Earlybird-Investor O’Leary der Grund, nach Berlin zu kommen. Lange hatte Earlybird nur Büros in Hamburg und München. Nun sitzt O’Leary mit Kollegen in den Räumen einer ehemaligen Tanzschule, nicht weit von Soundcloud. Vor wenigen Wochen machte Earlybird Schlagzeilen, weil der Investor den mit 200 Millionen Dollar größten Risikokapital-Fonds für Internet-Startups im deutschsprachigen Raum ankündigte. Die Nachricht zieht Kreise. Neulich bekam O’Leary sogar von dem Kellner eines Berliner Cafés einen Businessplan vorgelegt.

Die Euphorie ist groß. „Doch die spannende Zeit beginnt gerade erst“, sagt O’Leary. Wenn die Gründer für zig Millionen verkauft haben und das Geld in neue Ideen stecken, entstehe auch hier ein Ökosystem, wie wir es im Silicon Valley bewunderten.

Viel spricht dafür, dass Alexander Ljung dabei eine wichtige Rolle spielen wird. Wir werden es erfahren – wahrscheinlich als Erstes über seinen Twitter-Account.

Ein „absoluter Glücksfall“

Lars Hinrichs prägt die deutsche Internet-Szene seit Jahren. Quelle: picture-alliance/ dpa

Lars Hinrichs prägt die deutsche Internet-Szene seit Jahren.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

2: Philipp Schindler (Google)

Formal ist Philipp Schindler, Googles Vice President Global Business Operations, dafür verantwortlich, dass Kunden Suche, Googlemail oder Maps nutzen können. Und er konzipiert neue Werbeangebote fürmittelständische Kunden. Doch wenn sie in der Konzernzentrale wieder über die Sonderlichkeiten ihres weltweit drittwichtigsten Marktes rätseln, dann ist Schindler vor allem als Deutscher gefragt.

Dass der gebürtige Düsseldorfer und frühere Google-Nordeuropachef im Herbst 2011 als erster Deutscher in die zweitoberste Etage des Online-Giganten aufstieg, bezeichnen Ex-Kollegen aus Deutschland als „absoluten Glücksfall“. Schindler, der im Streit um Google-Street-View schon mit Ex-Innenminister Thomas de Maizière und Bundeskanzlerin Angela Merkel verhandelte, bestimme direkt oder indirekt mit, „wie sehr sich Google in Wachstumsfeldern wie mobilen Internet-Angeboten auch auf Befindlichkeiten der deutschen Internet-Gemeinde einstellt“.

Dass etwa der Netzriese sein weltweit für Datenschutz-Themen zuständiges Entwicklungsbüro mit rund 150 Beschäftigten heute in München betreibe, habe „natürlich der Philipp noch zu seiner Zeit in Europa vorangetrieben“, heißt es in der Deutschland-Zentrale in Hamburg.

Gut möglich also, dass nicht nur Googles weltweites Mittelstandsgeschäft unter der Ägide des passionierten Kitesurfers und Skifahrers an Schwung gewinnt, sondern dass der Web-Riese Google auch etwas sorgsamer durch das Minenfeld des deutschen Datenschutzes stapft.

3: Christophe Maire (Txtr)

Wenn man einem Gründer brillantes Gespür für Timing zuschreiben kann, dann Christophe Maire. Der 44-jährige Schweizer ging bereits mit zwei Unternehmen an den Start, die ihrer Zeit voraus waren – und doch genau richtig lagen. 1999 gründete er in Berlin den Navigationssoftware-Anbieter Gate5, als der Hype um den Neuen Markt den Höhepunkt erreichte.

Kurz darauf brach alles zusammen, und Internet-Unternehmen „schlug eine regelrecht feindliche Stimmung entgegen“, erinnert sich Maire. Doch er entwickelte das Unternehmen mit 70 Mitarbeitern weiter und verkaufte es 2006 für geschätzt 250 Millionen Dollar an Nokia.

Zwei Jahre später gründet er mit Ex-Gate5-Kollegen das Bücher-Startup Txtr. Statt, wie anfangs geplant, ein eigenes E-Book-Lesegerät zu entwickeln, verbündet sich Maire mit Hardwareherstellern wie Acer, Asus, Dell und Lenovo. Die haben elektronische Lesegeräte im Programm, verfügen aber nicht über eigene E-Book-Läden. Inzwischen betreibt Maire virtuelle Buchshops in 25 Ländern.

Eines seiner wichtigsten Anliegen neben dem Tagesgeschäft ist, anderen Gründern zu helfen. Er will die Gründerszene voranbringen und investiert dafür nicht nur Geld – er hilft mit Know-how und seinem verzweigten Kontaktenetz – unter anderem beim Musikdienst Soundcloud, dem Fotoportal EyeEm und bei der Software Phonedeck, mit der Nutzer am Rechner die Daten ihres Handys verwalten können.

„Talentierte Leute muss man ermutigen“, sagt Maire. Denn ein Ökosystem, wie es in Berlin entstanden sei, lebe von ihnen. Maire ist sich sicher: „Die nächsten zehn Jahre werden für die Branche extrem fruchtbar.“

Gefürchtet und bewundert

Oliver Samwer ist nicht zimperlich. Mitstreiter und Konkurrenten fürchten und bewundern ihn. Quelle: PR

Oliver Samwer ist nicht zimperlich. Mitstreiter und Konkurrenten fürchten und bewundern ihn.

(Foto: PR)

4: Lars Hinrichs (HackFwd)

Wer Menschen auf der Straße nach Web-Erfolgsgeschichten fragt, hört schnell den Namen Lars Hinrichs. Der Hamburger Unternehmersohn prägt die deutsche Internet-Szene seit Jahren. 2003 gründet er das Netzwerk Xing unter dem Namen Open BC und zeigte den Deutschen, wie soziale Netzwerke funktionieren. Später verkauft Hinrichs seine Aktien an das Münchner Medienhaus Hubert Burda.

Nun finanziert der 35-Jährige über die Investmentfirma Cinco Capital Unternehmen wie Brille24 und Facebook. Zugleich will er jungen Gründern helfen und die Web-Wirtschaft voranbringen und hat das Unternehmen HackFwd gegründet, das innovative Startups mit Geld und Wissen versorgt. Hinrichs bringt sie mit Managern und Investoren zusammen, die ihnen bei Produktentwicklung, Strategie, Marketing und Personalmanagement helfen.

„Ziel ist, die besten Programmierer aus ihren Jobs zu befreien, damit sie mit uns neue Unternehmen starten können“, sagt er. 13 Startups haben bei HackFwd unterschrieben, darunter Social Games wie Reign of Steel oder die App Infogr.am, mit der Menschen Infografiken gestalten können. Sie haben sich gegen weit über 100 andere Ideen durchgesetzt, die monatlich auf Hinrichs Schreibtisch landen.

Ideen für neue, eigene Unternehmen hat er genug. Man müsse nur mit offenen Augen durch die Welt gehen. Das macht der Web-Unternehmer, der seit 2008 Mitglied des Netzwerks Young Global Leader des Weltwirtschaftsforums in Davos ist. Darauf ist er stolz, würde es als Hamburger so direkt aber nie sagen. Eher so: „Ich habe in meinem Leben bisher mehr richtig als falsch gemacht.“

Hubertz ist Gründer des Online-Spielehauses Bigpoint. Quelle: PR

Hubertz ist Gründer des Online-Spielehauses Bigpoint.

(Foto: PR)

5: Oliver Samwer (Rocket Internet)

Wenn deutsche Startups international für große Summen übernommen werden, ist die Chance groß, dass Oliver Samwer daran beteiligt ist. Sein heißestes Eisen ist Zalando. Mit dem virtuellen Modeladen zeigt er den etablierten Handelsriesen – einmal mehr –, wie sich im Netz Geld machen lässt.

Dabei ist Samwer nicht zimperlich. Der Seriengründer bezeichnet sich selbst als „aggressivsten Typen im Internet“ und fordert, der nächste Markt müsse mit einem „Blitzkrieg“ aufgerollt werden. Kein Wunder, dass ihn Mitstreiter und Konkurrenten gleichermaßen fürchten und bewundern.

Denn seine Erfolgsgeschichte ist lang: Der Klingeltonspezialist Jamba, das Schnäppchenportal Citydeal, die Kontaktbörse StudiVZ und das Videoportal MyVideo – niemand sonst hat in Deutschland so viele Internet-Firmen gegründet, finanziert und verkauft. Mit Beteiligungen an Facebook oder LinkedIn hatte er auch bei den ganz Großen den richtigen Riecher. Und so ist sein European Founders Fund ein wichtiger Kapitalgeber der Branche. Das Schwesterunternehmen Rocket Internet wiederum produziert Startups im Monatstakt.

Damit sind der Absolvent der Privatuniversität WHU in Vallendar und seine Brüder Marc und Alexander die umstrittensten deutschen Gründer. Ihre Methode ist, erfolgreiche Geschäftsmodelle aus den USA zu adaptieren. So ist Samwer maßgeblich dafür verantwortlich, dass deutsche Startups oft als Kopien gelten. Doch geht es darum, schnell, professionell Unternehmen zu starten oder Märkte zu erobern, gehört Samwer zur Weltspitze. Selbst in den USA wird das anerkannt: Als er sein Rabattportal Citydeal für einen dreistelligen Millionenbetrag an das Vorbild Groupon verkaufte, bekam er gleich die Verantwortung für dessen gesamtes Auslandsgeschäft.

Und noch in anderer Hinsicht hat Samwer die deutsche Online-Szene beeinflusst wie kaum ein anderer: Viele Gründer haben bei ihm ihr Handwerkszeug gelernt und damit später eigene Unternehmen gegründet. Damit ist Samwer einer der wichtigsten Lehrmeister der Branche.

Das „A-Team“ für Startups

6: Jens Begemann (Wooga)

Wie der Erfolg sozialer Netzwerke auch die Computerspielewelt verändert, zeigt Social-Games-Marktführer Zynga: Der König der Facebook-Spiele ist mehr als eine Milliarde Euro wert und für 15 Prozent der Umsätze des Netzwerks verantwortlich.

Einer von Zyngas größten Konkurrenten kommt aus Berlin. In nur drei Jahren hat Jens Begemann Wooga aufgebaut und sich als einer der drei wichtigsten Entwickler von Facebook-Spielen etabliert. Anfangs ließ der 35-Jährige noch Tafeln an die Wand seines Büros in der Berliner Backfabrik schrauben und zeichnete dort das Wachstum der Spielerzahlen ein. Doch die Kurve stieg so steil an, dass seine Mitarbeiter zwei Mal neue Tafeln anbringen mussten – bis keine Luft nach oben mehr blieb. Nun blinken auf Digitalanzeigen die jüngsten Werte: 45 Millionen Fans spielten im vergangenen Monat Begemanns Facebook-Spiele.

Der Erfolg weckt Begehrlichkeiten: Denn etablierte Spielefirmen kaufen junge Wettbewerber auf, um den Anschluss nicht zu verlieren. Auch Begemann hat schon lukrative Angebote erhalten und abgelehnt. „Wir stehen erst am Anfang einer langen Reise“, sagt er. So optimiert und entwickelt das 180 Mann starke Team immer mehr ihrer Spiele auch für Smartphones und Tablets. Doch Woogas Weg ist noch weit. Immerhin hat Begemann das Ziel ausgegeben, bis 2020 auch außerhalb der Social-Games-Welt zu einer der größten Spielefirmen weltweit zu werden.

7: Florian Heinemann (Project A)

Eine der spannendsten deutschen Startup-Baustellen liegt am Berliner Nordbahnhof. Seit Jahresbeginn ist hier Project A Ventures aktiv. Seitdem diskutiert die Szene kaum ein Vorhaben so intensiv wie den Inkubator, der Startups im Online-Handel finanzieren und unterstützen will.

Schließlich sind hier Florian Heinemann und fast zwei Dutzend Ex-Mitarbeiter von Oliver Samwers Startup-Brutkasten Rocket Internet engagiert. Dabei waren Heinemann und Samwer befreundet, seit sie Ende der Neunzigerjahre an der Hochschule WHU in Vallendar studiert hatten. Zuletzt war Heinemann Geschäftsführer bei Rocket Internet und am Aufbau von Zalando und eDarling beteiligt. Doch nun sind die einst Vertrauten Konkurrenten. Rocket Internet sei zu groß geworden, sagt der 36-Jährige. Zu möglichen Unstimmigkeiten über Samwers ruppigen Führungsstil schweigt er.

Ein finanzstarker Partner ist der Versandhändler Otto, der den Start mit einer hohen zweistelligen Millionensumme unterstützt. Zu den ersten Projekten des selbst ernannten „A-Teams“ zählen der Shoppingclub Wine in Black, der Maßhemdendienst Amerano und Nu3 – ein Online-Laden für Gesundheitspillen. Noch handelt es sich dabei um Engagements in Nischen, kritteln Beobachter, die einen größeren Wurf erwartet hatten. Doch Heinemann und seine Leute haben erst angefangen.

Online-Spiele für die ganze Welt

René Obermann will neue Verkehrsregeln für Datenautobahnen festlegen - und die rütteln an den Grundprinzipien, auf denen das Internet basiert. Quelle: dpa

René Obermann will neue Verkehrsregeln für Datenautobahnen festlegen - und die rütteln an den Grundprinzipien, auf denen das Internet basiert.

(Foto: dpa)

8: Heiko Hubertz (Bigpoint)

Hätten sich der Programmierer Heiko Hubertz und ein Freund nicht für Fußball interessiert, gäbe es das heute 900 Mitarbeiter große Online-Spielehaus Bigpoint wohl nicht. Weil die beiden in verschiedenen Städten wohnten, schrieb Hubertz vor zehn Jahren ein Online-Fußballspiel, mit dem beide gegeneinander antreten konnten. Sie blieben nicht lange unter sich. Freunde kamen hinzu, deren Freunde und wiederum deren Freunde. Um die wachsenden Kosten für den Server aufbringen zu können, begann Hubertz, Geld zu verlangen. Das Geschäftsmodell war geboren.

Inzwischen spielen 250 Millionen Menschen weltweit Online-Spiele wie Seafight, Mummy oder Pirate Storm. Das Unternehmen erwirtschaftet seit Jahren Gewinne und entwickelt inzwischen auch Spiele für Smartphones und neue vernetzte Fernsehgeräte. „Wir probieren da einiges aus“, sagt Hubertz. Parallel zu Bigpoint betreibt er seine Beteiligungsgesellschaft Digital Pioneers.

Die investiert zurzeit in deutsche Internet-Startups wie die Datingplattform MeetOne oder die Kommunikationsplattform AppMee. AppMee tut sich zwar in der deutschen Online-Gemeinde noch schwer. Dafür aber ist der Dienst in Taiwan und Singapur umso erfolgreicher.

„Ich unterstütze gern andere, habe aber auch Spaß am operativen Geschäft“, sagt Hubertz. Deshalb werde er auch künftig nicht nur die Beraterrolle einnehmen. Nur programmieren werde er selbst nicht mehr. „Da sind andere inzwischen besser.

Sven Külper ist Gründer von MyTaxi. (Bildquelle: PR)

Sven Külper ist Gründer von MyTaxi. (Bildquelle: PR)

9: René Obermann (Deutsche Telekom)

Wie rasch und zu welchen Kosten Bürger und Unternehmen in Deutschland auf Web-Angebote zugreifen können, darüber entscheidet Telekom-Chef René Obermann maßgeblich mit. Denn der politisch bestens vernetzte 49-jährige Chef des deutschen Kommunikationsriesen rüttelt vehement an den Grundfesten der Datenübertragung im weltumspannenden Netz.

Statt es – wie von den Erfindern des Internets konzipiert – dem Zufall zu überlassen, wann Bits und Bytes beim Empfänger ankommen, wollen Netzbetreiber wie die Telekom neue Verkehrsregeln für die Datenautobahnen festlegen. Die Unternehmen, die Milliarden in Infrastrukturen stecken, wollen einen Aufschlag berechnen, wenn Unternehmen ihre Daten mit Priorität verschicken möchten. Gelingt es, das Konzept bei Politik und Aufsichtsbehörden durchzusetzen, könnte Obermann bei datenhungrigen Online-Angeboten wie YouTube für den bevorzugten Datentransport Zuschlag kassieren. Weniger anspruchsvolle Dienste kämen billiger weg.

Doch gegen die Internet-Maut läuft eine Koalition von Internet-Riesen bis zur Web-Gründerszene Sturm. Sie fordern Netzneutralität und fürchten steigende Kosten für ihre Dienste sowie einen Dämpfer für die Innovationskraft der digitalen Wirtschaft.

Das schwarze Büchlein für den Riesenerfolg

Ralph Dommermuth ist Gründer von United Internet und hat ein Gespür für entscheidende Innovationen der Branche. Quelle: dapd

Ralph Dommermuth ist Gründer von United Internet und hat ein Gespür für entscheidende Innovationen der Branche.

(Foto: dapd)

10: Sven Külper (MyTaxi)

In sein kleines, schwarzes Notizbuch notiert Sven Külper seit Jahren jede Geschäftsidee, die er einmal umsetzen möchte. Wie jenes Handyprogramm, mit dem Smartphone-Nutzer ein Taxi bestellen und sogleich sehen können, wo es sich befindet, wie der Fahrer heißt und wie dessen letzte Kunden seinen Service bewerten.

Mit seinem Kompagnon Niclaus Mewes setzte er diese Idee 2009 um. Mit riesigem Erfolg. Heute nutzen deutschlandweit rund eine Million Kunden und 10 000 Taxifahrer die Software. In den nächsten Monaten wollen die Gründer zudem ein automatisches Zahlungssystem einführen, damit Fahrgäste beim Aussteigen nicht mehr Kleingeld suchen müssen. Vor allem aber wollen sie MyTaxi international an den Start bringen. „Es sind viele Kopien von MyTaxi entstanden“, sagt Külper. „Wir müssen die Märkte schnell dicht machen.“

Für ihn ist klar, dass die Online-Welt künftig immer enger mit der realen Welt verschmelzen wird. Mobilität werde dabei eine zentrale Rolle spielen. Das schafft Raum für Neues: Wenn sich MyTaxi einmal in stabilem Fahrwasser befinde, wolle er daran mit weiteren Neugründungen teilhaben, sagt Külper.

Wenn es so weit ist, muss er nur noch in sein kleines, schwarzes Büchlein schauen.

11: Scott Woods (Facebook)

Werbekunden, die im Jahr 2009 den Facebook-Vertrieb sprechen wollten, mussten in Irland anrufen. Das soziale Netzwerk hatte in Deutschland schlicht keinen Ansprechpartner. Geändert hat das Scott Woods, als er vor gut zweieinhalb Jahren als Facebooks erster Vermarktungschef für Deutschland antrat. Mit großem Tempo baute der 43-jährige Verlagskaufmann in Hamburg das neue Büro des Zuckerberg-Imperiums auf. Dabei brachte er seine Erfahrungen als Managing Director in der Deutschland-Vertretung des Internet- Radios Last.fm ein; zudem hatte er fünf Jahre lang in Mittel- und Nordeuropa Partnerschaften für Google geschmiedet.

„Woods hat das deutsche Facebook-Geschäft mit großem Erfolg ausgerollt“, lobt Andreas Bersch, Geschäftsführer der Agentur Berliner Brandung, die Unternehmen im Social-Media-Marketing berät. Die Zahl der Facebook-Nutzer in Deutschland hat sich seit Woods’ Antritt auf fast 22 Millionen vervierfacht. Nun muss Woods daran mitarbeiten, dass das soziale Netzwerk nach dem Börsengang auch zur kommerziellen Erfolgsgeschichte wird.

Wo immer Menschen sich online vernetzen – Facebook setzt die Standards. Längst hat das Netzwerk Web-Angebote und Apps weltweit durchdrungen – vom Gefällt-mir-Knopf bis zur Anmeldung via Facebook-Account. Auch für die deutsche Web-Industrie gilt damit: Wer Nachrichten, Musik oder Internet-Videos verbreiten will, kommt an Facebook nicht mehr vorbei.

Der personifizierte Turbolader

Ralf Kleber arbeitet schon seit mehr als zehn Jahren bei Amazon. Quelle: Pressefoto

Ralf Kleber arbeitet schon seit mehr als zehn Jahren bei Amazon.

(Foto: Pressefoto)

Platz 12: Ralph Dommermuth (United Internet)

Wenn es so etwas wie den personifizierten Turbolader gibt für den Massenmarkterfolg neuer Internet-Dienste in Deutschland, dann ist es Ralph Dommermuth.

Seit der heute 48-jährige Chef und Gründer von United Internet in den Neunzigerjahren dank seines Marketing-Geschicks den bis dato dümpelnden Bildschirmtext-Dienst BTX der Deutschen Bundespost zum ersten deutschen Online-Erfolgsprodukt machte, hat der Westerwälder Unternehmer immer neue Geschäftsfelder im Internet erobert.

Ob kostenfreie E-Mail-Konten, die schnellen DSL-Turbo-Online-Zugänge oder Web-Hosting für jedermann: Dommermuth erfindet zwar keine neuen Internet-Dienste. Fast immer aber hat er entscheidende Innovationen der Branche früh erkannt und sie jedes Mal mit einem seiner Unternehmen für das Massengeschäft erschlossen. Die Konkurrenz darf das getrost als Drohung verstehen: Denn aktuell macht er mit Kampfpreisen mobile Internet-Zugänge fürs Handy zum Bestseller.

Als erstes Hotelportal weltweit bot HRS 2009 die Möglichkeit, vom Handy aus Hotels zu reservieren. Darauf war Ragge stolz. Quelle: PR

Als erstes Hotelportal weltweit bot HRS 2009 die Möglichkeit, vom Handy aus Hotels zu reservieren. Darauf war Ragge stolz.

(Foto: PR)

Platz 13: Ralf Kleber (Amazon Deutschland)

Mehr als ein Jahrzehnt arbeitet Ralf Kleber schon für den Online-Händler Amazon. In der schnelllebigen Internet-Branche ist das eine halbe Ewigkeit. Doch dadurch hat Kleber auch harte Jahre miterlebt, damals, als Amazon 2001 kurz vor dem finanziellen Aus stand. Zu der Zeit war er noch für die Finanzen verantwortlich.

2002 rückte er dann auf den Posten des Deutschland-Chefs auf – und seitdem gibt es viel Lob für seine Arbeit. Das Deutschland-Geschäft gilt heute als Vorbild für den gesamten Konzern. Immerhin gelingt es Kleber seit Langem, den großen Rivalen Ebay auf Abstand zu halten.

Viele in der Branche fragen sich nun: Kann Amazon den Erfolg mit dem Tablet-Rechner Kindle Fire in Deutschland wiederholen? Der scheint – zunächst in den USA – eine erste ernst zu nehmende Konkurrenz zu Apples iPad zu werden.

Die Folgen für die Web-Branche sind enorm: Mit dem neuen Gerät entsteht ein mächtiger, neuer Vertriebskanal für Medieninhalte und Apps – und davon leben auch zig Startups und Programmierer in Deutschland.

Stephan Uhrenbacher ist ein echter Gründer: Travelchannel, Qype, Avocado Store und 9Flats gehen auf sein Konto. Quelle: www.malzkornfoto.de/PR

Stephan Uhrenbacher ist ein echter Gründer: Travelchannel, Qype, Avocado Store und 9Flats gehen auf sein Konto.

(Foto: www.malzkornfoto.de/PR)

14: Tobias Ragge (HRS)

Der Boom der App-Ökonomie stand noch bevor, da zeigte Tobias Ragge schon jedem Gast stolz die HRS-App auf seinem Blackberry. Als erstes Hotelportal weltweit bot der Kölner Zimmervermittler 2009 die Möglichkeit, vom Handy aus Hotels zu reservieren. „Das ist die Zukunft“, schwor Ragge. Der heute 35-Jährige hat recht behalten. Es sind Ideen wie der frühe und konsequente Weg ins Netz, die HRS zum größten deutschen Hotelzimmervermittler und zu einer der erfolgreichsten Internet-Firmen Deutschlands gemacht haben.

Mit dem Kauf der Nummer drei im Markt, Hotel.de, hat Ragge die Dominanz 2011 noch ausgebaut. Angesichts von nun rund 60 Prozent Marktanteil regt sich der Widerstand der Hoteliers – zuletzt gegen die Erhöhung der Provision von 13 auf 15 Prozent. Das Bundeskartellamt schickte HRS gar eine Mahnung wegen unlauterer Praktiken. Insofern ist Ragge nicht nur Vorbild für die ökonomische Erschließung des Netzes. Manchem Internet-Unternehmer dürfte der wachsende Widerstand gegen HRS auch Mahnung sein, es bei der Online-Expansion nicht allzu forsch anzugehen.

Ein alter Hase und der Albtraum der Netzszene

15: Stephan Uhrenbacher (9flats)

Er ist ein alter Hase in der deutschen Gründerszene: Das Reiseportal Travelchannel.de, der Bewertungsdienst Qype und der Öko-Web-Laden Avocado Store gehen auf sein Konto. Zwischendurch saß der 43-Jährige auf Managerposten beim Reisevermittler Lastminute.com und bei der Versandapotheke DocMorris. Zurzeit beschäftigt Stephan Uhrenbacher vor allem das neue Zimmervermittlungsportal 9Flats, eine Kopie des kalifornischen Startups Airbnb. „Dabei konzentrieren wir uns auf den mitteleuropäischen und deutschen Markt, und da gibt es noch sehr viel Arbeit“, sagt er. Aber auch fremde Startups beschäftigen Uhrenbacher. Mit seinem Netzwerk Upspring investiert er in junge Web-Firmen. Besonders im mobilen Internet sieht er aktuell riesiges Potenzial: Wer heute noch kein Smartphone habe, werde in fünf Jahren eines besitzen, prognostiziert Uhrenbacher. Und nicht nur die Zahl der Geräte werde sich vervielfachen. „Wir werden Apps sehen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.“

16: Mike Butcher (Techcrunch Europe)

Neben allen konsumentenorientierten Innovationen hat das Netz auch eine neue Art von Medien hervorgebracht. Als kleine Blogs gestartet, gehören viele von ihnen heute zu den wichtigen Informationskanälen der Web-Szene. Das US-Blog Techcrunch ist das bekannteste Beispiel dafür. Dessen Europachef Mike Butcher hat somit Einfluss auch auf die deutsche Startup-Szene: Egal, ob es um Finanzierungsrunden geht, Übernahmen oder Unternehmen in Schieflage: Oft bringt es der britische Blogger zuerst. Und so ist er auch ein gern gesehener Gast auf Konferenzen. „Ich versuche, so häufig es geht, in Berlin zu sein“, sagt er.

17: Peter Schaar (Datenschutzbeauftragter)

Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, ist mal Held, mal Albtraum der deutschen Netzszene. Denn der 57-Jährige legt sich bei Bedarf mit jedem an. Mal geißelt er Google oder Facebook für übereifrige Datensammelei. Dann kritisiert er das E-Government der Bundesregierung als zu restriktiv. Fachlich unabhängig, dienstlich dem Bundesinnenminister unterstellt, hat Schaar zwar keine Durchgriffsrechte im Datenschutz. Doch er wirkt durch die Kraft des Wortes, das er mal im direkten Kontakt mit Kanzlerin und Ministern und oft über sein Facebook-Konto verbreitet. Schaars Segen gilt Internet-Unternehmen teils sogar als Qualitätskriterium. Wenn er zufrieden ist, gilt das in der Zentrale als weltweite Freigabe für Online-Angebote, berichtet ein deutscher Microsoft-Manager.

Mehr als nur die Quotenfrau

Claudia Nemat verantwortet vor allem die strategische Steuerung der Technik bei der Deutschen Telekom. Quelle: Reuters

Claudia Nemat verantwortet vor allem die strategische Steuerung der Technik bei der Deutschen Telekom.

(Foto: Reuters)

18: Claudia Nemat (Deutsche Telekom)

Wer Claudia Nemat auf ihre Rolle als Quotenfrau im Vorstand der Deutschen Telekom reduziert, tut ihr massiv Unrecht. Die 43-jährige Physikerin ist bei der Telekom nicht nur für das Europageschäft verantwortlich. Die einstige Dozentin am Institut für theoretische Physik und Mathematik der Uni Köln und spätere Verantwortliche für den europäischen High-Tech-Sektor bei McKinsey verantwortet vor allem die strategische Steuerung der Technik beim Kommunikationsriesen. Sie setzt so nicht nur wichtige Impulse für die konzernweite Auswahl und den Einsatz neuer Hard- und Software. Ihre Entscheidungen beeinflussen zugleich, welche Telefon- und Internet-Dienste der deutsche Kommunikationsriese seinen Kunden künftig anbieten kann.

19: Conrad Fritzsch (Tape.tv)

„Erst gab es mit Google das Such-Internet, dann mit Facebook das Kommunikations-Internet“, sagt Conrad Fritzsch, „nun kommt das Entertainment-Internet.“ Hier will der ausgebildete Regisseur vorn dabei sein. Dafür hat er vor vier Jahren Tape.tv gegründet, eine Art MTV fürs Web. Auf der Plattform können Nutzer Musikvideos etwa von den Ärzten sehen, das Programm aber – anders als beim normalen TV – selbst bestimmen.

Zunächst will der 42-Jährige das 85-Mitarbeiter-Unternehmen internationalisieren, später als Investor und Berater anderen Gründer helfen: „Ich erhalte viele spannende Ideen und ärgere mich immer, dass ich keine Zeit habe.“

Lukasz Gadowski will in Deutschland ein Netz aus Ideen- und Geldgebern etablieren, das es mit den USA aufnehmen kann. Quelle: Pressebild

Lukasz Gadowski will in Deutschland ein Netz aus Ideen- und Geldgebern etablieren, das es mit den USA aufnehmen kann.

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20: Lukasz Gadowski (Team Europe)

Das größte Problem am deutschen Internet-Markt? „Es fehlen heimische Investoren und Startup-Ideen mit internationaler Bedeutung“, sagt Lukasz Gadowski.

Das will der 34-Jährige mit seinem Unternehmen Team Europe ändern. Mit fünf Partnern investiert er in Web-Startups und entwickelt eigene Ideen für zwei Jungfirmen pro Jahr.

Sein Ziel: „Die Unternehmen sollen in drei Jahren 100 Millionen Euro wert sein.“ Vor allem aber will Gadowski in Deutschland ein Netz aus Ideen- und Geldgebern etablieren, das es mit den USA aufnehmen kann.

Erst dann könnten deutsche Web-Startups auch international erfolgreich sein, sagt er. Wie man in Deutschland Erfolg haben kann, hat der 20-fache Gründer Gadowski längst bewiesen: Er hob unter anderem Spreadshirt, StudiVZ und Brands4friends mit aus der Taufe.

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