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Start-up-Investor Ladenzeile.de-Gründer Maier wird Partner bei Holtzbrinck Ventures

Der Sohn der Ex-KfW-Chefin Ingrid Matthäus-Maier ist mit seiner Kandidatur als SPD-Chef gescheitert. Nun besinnt sich Robert Maier auf seine Leidenschaft fürs Gründen.
16.04.2020 - 10:00 Uhr Kommentieren
Die Erfahrung mit dem eigenen Start-up soll Maier als achter Partner bei HV einbringen. Quelle: Holtzbrinck Ventures
Robert Maier

Die Erfahrung mit dem eigenen Start-up soll Maier als achter Partner bei HV einbringen.

(Foto: Holtzbrinck Ventures)

Hamburg Robert Maier scheut vor Herausforderungen nicht zurück. Im Herbst 2019 stürzte sich der Start-up-Unternehmer in das Rennen um den SPD-Vorsitz. Mit seinem Plädoyer, die Sozialdemokraten dürften nicht zur „zweiten Linkspartei“ werden, sondern müssten für mehr innere Sicherheit und weniger Steuern stehen, scheiterte er zwar früh.

Doch der 39-Jährige sucht nun eine neue Aufgabe. Mitten in der Coronakrise heuert er beim Start-up-Investor Holtzbrinck Ventures (HV) an.

„Gerade in Krisenzeiten entstehen viele spannende Firmen“, ist er überzeugt. Solche Gründer will er für HV, einen der größten und ältesten deutschen Risikokapitalgeber, finden.

Dabei verweist Maier auf seine eigene Erfahrung: Er gründete die Shopping-Plattform Ladenzeile.de Ende 2008, also zur Zeit der Finanzkrise. Kurz zuvor war seine Mutter, die SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier, als Chefin der Förderbank KfW zurückgetreten. Mehr Krise geht kaum.

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    Die Erfahrung mit dem eigenen Start-up soll Maier als achter Partner bei HV einbringen. Die 2000 als Investment-Arm des Holtzbrinck-Verlags gegründete Investment-Gesellschaft hat nach eigenen Angaben eine Milliarde Euro Vermögen. Seit 2010 agiert HV weitgehend unabhängig von dem Verlag, der mit dem Handelsblatt verbunden ist.

    Derzeit investiert das Team aus der siebten Fonds-Generation mit 306 Millionen Euro. 185 meist frühphasige Deals hat HV bislang getätigt – darunter bekannte Namen wie Zalando, Delivery Hero und Flixbus.

    „Wir kennen Robert schon seit mehreren Jahren. Er bringt genau die Erfahrung mit, die wir brauchen“, sagte HV-General-Partner Christian Saller. Schließlich war Maier bis 2018 zehn Jahre Chef von Ladenzeile.de, zuletzt unter der Ägide des Aufkäufers Axel Springer. Nebenbei investierte er in eine ganze Reihe von Start-ups vor allem in Berlin als Angel Investor, also als ein erster, beratender Geldgeber.

    Offener Umgang mit Misserfolgen

    Dabei geht der Absolvent der Unternehmer-Hochschule WHU auch offen mit Misserfolgen um. Auf seiner Website listet er neben lukrativen Ausstiegen etwa beim Erotikversand Amorelie und der Gastro-Software Gastrofix auch Fehlschläge wie den insolventen Online-Shop Lesara auf oder einen Fall, in dem er mit der Feststellung endet: „Gründer verschwunden. Habe mein Geld verloren.“

    Bei HV wird der Wahl-Kreuzberger größere Summen einsetzen können als bislang als Privatinvestor. HV steckt meist 0,5 bis 50 Millionen Euro in einzelne Gründer. „Jetzt wird aus dem Hobby ein Beruf“, scherzt Maier. „Ich hätte mir auch vorstellen können, selbst nochmal zu gründen“, sagt er. Aber gute Ideen fielen eben nicht vom Himmel – seien aber bei vielen anderen Gründern da, die er nun mit HV unterstützen will.

    Dafür steht turnusmäßig Anfang kommenden Jahres ein neuer HV-Fonds an. In den kommenden Monaten müssen die Partner dafür Geld einsammeln – und hoffen darauf, dass die institutionellen Investoren wie Pensionskassen sich nicht abschrecken lassen.

    Zunächst ist jedoch auch im aktuellen Fonds noch Geld für neue Investments übrig – möglicherweise zu günstigeren Bedingungen als vor die Krise. Dabei wollen Saller und Maier neue Chancen etwa bei Telemedizin nutzen.

    Zunächst allerdings dürfte es etwas langsamer gehen – schon allein, weil die Reisebeschränkungen es schwerer machen, neue Gründer zu besuchen. HV mit seinen Büros in München und Berlin intensiviert in der Krise zudem den Kontakt zu bestehenden Portfolio-Unternehmen und hat Geld reserviert, um bei bestehenden Beteiligungen im Notfall Geld nachschießen zu können.

    Das politische Engagement ist für Maier dagegen erst einmal passé. In das Präsidium des von ihm vor fünf Jahren mitgegründeten SPD-Wirtschaftsforums hat er sich nicht erneut wählen lassen. Allerdings bleibt der zweifache Vater Sozialdemokrat.

    Mehr: Abhängigkeit von ausländischen Geldgebern wird für Start-ups zum Problem.

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