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Investoren gesucht Wie Mittelständler an Kapital kommen

Bill Gates hätte es mit Microsoft in Deutschland kaum zum Weltkonzern geschafft. Während in anderen Ländern Geld von Risikoinvestoren geradezu strömt, fließt hierzulande nur ein Rinnsal.
19.03.2011 - 16:40 Uhr
Berlin

Die Finanzmarktkrise hat die deutsche Volkswirtschaft so gut wie abgehakt, doch die eklatante Schwäche im Wagniskapitalbereich dauert an. Im Vergleich zu 2009 gingen die ohnehin geringen Investitionen im Bereich Seed- und Start-up-Unternehmen sogar noch um mehr als 60 Millionen Euro auf 380 Millionen Euro zurück. Das betrifft die Unternehmen, die sich in Gründung befinden oder gerade auf eigenen Beinen stehen. Ein marktreifes Produkt fehlt in der Regel.

Die Geschäftsführerin des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Dörte Höppner, ringt um Worte, wenn sie diese Entwicklung kommentieren soll. Das sei "unglaublich wenig" und "extrem bedauerlich". Auch im internationalen Vergleich macht Europas führende Volkswirtschaft in diesem Segment keine gute Figur. So weist die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) der Bundeskanzlerin darauf hin, dass die Investitionen in den deutschen Wagniskapitalmarkt lediglich 0,03 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Dagegen würden die entsprechenden Investitionen in Schweden bei 0,07 Prozent liegen, in Großbritannien bei 0,05 Prozent. In Deutschland hat der Markt für Risikokapital versagt.

Einig sind sich Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium darin, dass im Bereich der Wagniskapitalfinanzierung von Marktversagen gesprochen werden muss - und das seit Jahren. Godehard Gerling hat dieses Marktversagen am eigenen Leib gespürt. Zusammen mit seinem Partner Jürgen Brock hat der 53-jährige Manager verschiedene Wege ausprobiert, um Kapital für eine Handelsplattform für Nutzvieh zu mobilisieren. An einer Seed-Finanzierung hatten 2009 weder Privatinvestoren, Family Offices noch Venture-Capital-Gesellschaften Interesse.

"Dabei verfolgen wir mit Vieh24 einen innovativen Ansatz. Wir sind sozusagen ein Ebay für Kühe und anderes Nutzvieh", betont Gerling. Keine andere Firma in Deutschland biete diese Art von E-Commerce in der Landwirtschaft, während in Australien und den USA dies bereits eine etablierte Handelsform sei. In Deutschland wurden die Gründer vom Bundesverband deutscher Milchviehhalter ermuntert, das Projekt umzusetzen.

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