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Partnerschaft mit Potenzial Keine Scheu vor Beteiligungsgesellschaften

Die meisten Mittelständler schrecken davor zurück - aber oft zu Unrecht: Denn die Partnerschaft mit einem Finanzinvestor kann beiden Seiten Vorteile bringen. Doch nicht für jeden Firmengründer ist das Modell geeignet.
01.06.2011 - 13:08 Uhr
Von einer Partnerschaft können beide Seiten profitieren. Quelle: dapd

Von einer Partnerschaft können beide Seiten profitieren.

(Foto: dapd)

Frankfurt Eigentlich sollte es nur ein kurzes, unverbindliches Kennenlernen werden zwischen Thorsten Reuber, heutiger Chef des Lautsprecherherstellers Teufel, und Volker Schmidt, einem Partner des Finanzinvestors Riverside Europe Partners. "Was als formloses Kaffeetrinken geplant war, wurde dann ein ganz intensiver Tag, an dem wir sehr viel diskutiert haben", erinnert sich Reuber. Eine Personalvermittlung hatte beide zusammengebracht. Reuber, der zuvor in der Musikbranche und bei Amazon gearbeitet hatte, wollte unternehmerisch arbeiten. Und Riverside benötigte immer wieder Geschäftsführer für frisch erworbene Unternehmen.

Damals sprachen Schmidt und Reuber auch schon über den Lautsprecherhersteller Teufel. Bald darauf machte Riverside Reuber ein Angebot, das der nicht ausschlagen mochte: Der Finanzinvestor hatte Teufel 2006 dessen Gründer Peter Tschimmel abgekauft. Tschimmel wollte damit die Nachfolgefrage seines Unternehmens regeln - und Reuber wurde 2007 der Nachfolger. Dabei beteiligte er sich auch selbst an dem Unternehmen, was der Private-Equity-Gesellschaft wichtig war. "Bei unseren Investments ist fast immer das Management mit am Unternehmen beteiligt", sagt Riverside-Partner Schmidt.

Mittelständler setzen auf Minderheitsbeteiligungen.

Alteingesessene Mittelständler und Firmengründer, die ihre Unternehmen an Finanzinvestoren verkaufen, sind noch immer selten in Deutschland. Die meisten von ihnen behalten lieber das Sagen in ihrem Unternehmen. "Am ehesten nutzt der Mittelstand Beteiligungskapital, wenn es um eine Expansion geht, die sich nicht mit den eigenen Mitteln stemmen lässt", sagt ein Bankvorstand. In solchen Fällen denken Mittelständler heutzutage zumindest einmal über eine Minderheitsbeteiligung eines externen Geldgebers nach.

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    Verglichen mit dem Stimmungsbild, das noch vor ein paar Jahren herrschte, ist aber auch das schon eine kleine Revolution. Das schlägt sich auch in den Zahlen des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) nieder. Danach investierten Finanzinvestoren 2010 1,26 Milliarden Euro in mittelstandsorientierte Minderheitsbeteiligungen, nach 0,53 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit wuchs diese Form der Eigenkapitalbeteiligung stärker als der Gesamtmarkt. Denn insgesamt stiegen Private-Equity-Investitionen laut BVK 2010 nur um 59 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro.

    Auch Tschimmel hat lange darüber nachgedacht und viele Optionen geprüft, bevor er sich für einen Finanzinvestor entschied. "Er hat sich auch mit mehreren Private-Equity-Firmen getroffen, bevor die Wahl auf Riverside fiel", erzählt sein Nachfolger Reuber. Das ist in der Branche ganz normal. Private-Equity-Manager sind offen für unverbindliche Gespräche. "Manche Unternehmer wägen über Jahre hinweg ab, ob sie eine Beteiligung zulassen oder nicht", sagt Reuber.

    Dem Lautsprecherhersteller Teufel ist die Übernahme durch die Finanzinvestoren gut bekommen. Seit dem Einstieg 2006 hat sich der Umsatz nach Angaben des Unternehmens mehr als verdoppelt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in dieser Zeit von 26 auf mittlerweile über 100. Denn in dieser Zeit verbreiterte Teufel seine Produktpalette und expandierte auch ins europäische Ausland.

    Beteiligung machte das Unternehmen internationaler
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