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Refinanzierung Wohl und Wehe von Schuldscheindarlehen

Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht allein auf ihre Hausbank angewiesen. Statt eines Kredits eignen sich Schuldscheindarlehen zur Refinanzierung, sagen Experten. Ab 50 Millionen Euro sind Emissionen möglich. Die Vorteile und Bedingungen im Überblick.
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Großunternehmen wie BMW haben sich in der Krise mit Schuldscheinen Geld besorgt. Das Finanzierungsinstrument eignet sich aber auch für kleine und mittlere Unternehmen. Quelle: ap

Großunternehmen wie BMW haben sich in der Krise mit Schuldscheinen Geld besorgt. Das Finanzierungsinstrument eignet sich aber auch für kleine und mittlere Unternehmen.

(Foto: ap)

FRANKFURT. Kleinere und mittelständische Unternehmen sind auf der Suche nach Liquidität oft auf ihre Hausbanken angewiesen. Schuldscheindarlehen eignen sich als Quelle, um die Refinanzierung zu erweitern. Als es in der Finanzkrise schwierig und teuer war, sich über Anleihen zu refinanzieren, haben auch Großunternehmen von Schuldscheinen regen Gebrauch gemacht. Dax-Konzerne wie zum Beispiel BMW, Siemens, Eon, BASF, MAN und die Deutsche Lufthansa haben Schuldscheine begeben, die bis zu über eine Milliarde Euro schwer waren.

Traditionell sind Schuldscheine aber eine ganze Ecke kleiner. "100 Millionen bis 500 Millionen Euro sind die gängige Größe", sagt Andreas Petrie, Leiter der Kapitalmarktfinanzierung bei der Helaba. Emissionen seien aber auch ab 50 Millionen Euro möglich. Zu den mittelständischen Unternehmen, die in diesem Jahr Schuldscheine platziert haben, gehören der Leipziger Versorger Verbundnetz Gas (VNG), die Heag Südhessische Energie und die Software AG.

Schuldscheindarlehen sind ein deutsches Refinanzierungsinstrument, das es laut Petrie seit etwa Mitte der 1990er Jahre gibt. Dabei handelt es sich im Prinzip um Kredite, die privat und nicht öffentlich platziert werden. Nach der Platzierung werden Schuldscheine kaum gehandelt. Investoren halten sie meist bis zur Fälligkeit und müssen deshalb auch keine Wertschwankungen bilanzieren.

40 bis 50 Investoren pro Emission

Die Investoren sind vor allem mittelgroße bis kleine Banken, darunter auch viele Sparkassen und Volksbanken. Das schätzen auch große Konzerne: "Mit Schuldscheindarlehen bekommt man Zugang zu Geldgebern, die mit anderen Finanzierungsinstrumenten kaum erreicht werden", sagt Markus Ott, Leiter Corporate Finance bei der Lufthansa.

Neben den Banken interessieren sich auch Versicherer für Schuldscheine als Anlageinstrument. Üblicherweise zeichnen laut Petrie zwischen 40 und 50 verschiedene Investoren einen Schuldschein.

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