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Thomas Riedel „Ich möchte kein Risikokapital in meiner Firma"

Die meisten Mittelständler finanzieren sich über Kredite der Hausbank. Thomas Riedel, Geschäftsführer des Herstellers von Kommunikationstechnik Riedel Communications, über Alternativen.
  • Markus Scheele
Thomas Riedel, Chef von Riedel Communications. Quelle: PR

Thomas Riedel, Chef von Riedel Communications.

(Foto: PR)

Handelsblatt: Ihr Unternehmen ist in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um 23 Prozent gewachsen. Wie können Sie das finanzieren?

Thomas Riedel: Natürlich war es gerade zu Beginn schwierig, große Aufträge zu stemmen - wie etwa die Ausrüstung der Formel 1 mit Kommunikationstechnik. Dafür haben wir Projekte mit Lieferanten gemeinsam getragen. Wir erhielten beispielsweise die Zulieferkomponenten und haben erst dann gezahlt, wenn der Kunde das Geld überwiesen hatte. Grundsätzlich finanzieren wir uns aber ganz klassisch über unseren Cash-Flow und die Hausbank.

Berater empfehlen Mittelständlern, sich dem Kapitalmarkt zu öffnen. Eine Option?

Ich bekomme fast jede Woche ein Angebot, mindestens einen Teil meines Unternehmens zu verkaufen. Aber ich möchte kein Risikokapital in meiner Firma haben. Die Finanzberater werden das jetzt nicht gerne hören: Lieber wächst mein Betrieb langsamer, als dass ich Fremde hineinlasse. Für mich wäre das so, als würde ich meine Seele verkaufen.

Ein Teilverkauf an eine Kapitalbeteiligungsgesellschaft oder gar ein Börsengang könnten Ihnen viel Geld bringen.

Ich muss nicht möglichst schnell viel Geld generieren. Bisher hat unser Wachstum in den Grenzen dessen stattgefunden, was die Banken uns gegeben haben. Ich weiß nicht, ob wir mit mehr Geld schneller gewachsen wären. Aber ich weiß, dass ich eigenständig bin und einen Deal auch mal per Handschlag machen kann. Das würde ich verlieren, wenn ich mich für Beteiligungskapital oder einen Börsengang entscheiden würde.

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