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Strategien mit Zukunft Familienfreundlichkeit rentiert sich

Ausreden gelten nicht mehr. Eine exklusive Studie für das Handelsblatt belegt erstmals: Familienbewusstsein zahlt sich für Unternehmen in barer Münze aus. Betriebswirtschaftlich relevante Faktoren wie Mitarbeiterbindung, ein nachhaltiger Wissensaufbau, Motivation und Produktivität steigen, Krankenstand und Fluktuationsrate dagegen sinken. Dabei muss Familienfreundlichkeit noch nicht einmal viel kosten.
Ein Familienvater macht mit seinen Kindern einen Spaziergang. Foto: dpa Quelle: dpa

Ein Familienvater macht mit seinen Kindern einen Spaziergang. Foto: dpa

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. Die Eltern waren außer sich. Ihr Arbeitgeber Google, lange als Paradies für Beschäftigte mystifiziert, wollte die Beiträge für die begehrte Betriebskita "Kinderplex" in der kalifornischen Zentrale ab Oktober drastisch erhöhen - auf 2 500 Dollar im Monat. Für Googler mit zwei Kindern bedeutete dies: 57 000 statt bislang 33 000 Dollar Kitabeiträge im Jahr. Die Eltern gingen auf die Barrikaden - auch im Internet: "Sparen auf Kosten von Mitarbeitern mit Kindern? Nicht mit uns!" Tränen sollen geflossen sein, wird von hausinternen Krisensitzungen kolportiert.

Doch Google-Mitgründer Sergey Brin blieb bei der Preiserhöhung. Sein Argument: Kein Unternehmen in Silicon Valley subventioniert Kitaplätze so stark wie Google. Er rang sich jedoch dazu durch, die Beitragserhöhung auf fünf Quartale zu strecken. Doch da war das Kind schon buchstäblich in den Brunnen gefallen. Das so glänzende Familien-Image von Google, seit zwei Jahren vom Wirtschaftsmagazin "Fortune" als mitarbeiterfreundlichstes Unternehmen bewertet, zeigt seitdem bleibende Kratzspuren.

Der Fall Google zeigt, wie sehr die Vereinbarkeit von Job und Familie Beschäftigten weltweit unter den Nägeln brennt und sie emotional mitnimmt. Und wie schnell Arbeitgeber abgestraft werden, die sich unsensibel für die Belange der Väter und Mütter zeigen - auch wenn sie noch so viel Geld für familienfreundliche Angebote locker machen mögen. Denn viele Unternehmen unterliegen noch immer dem Irrglauben, Familienfreundlichkeit sei eine reine Kostenfrage.

"Lange Zeit hatte sich in Köpfen festgesetzt, als familienbewusste Firma müsste man viel Geld in eine Betriebskita und Ähnliches stecken. Das hat die meisten abgeschreckt - zu Recht", sagt Stefan Becker, Geschäftsführer von Beruf und Familie. Die gemeinnützige Gesellschaft berät und auditiert Firmen in Sachen Familie. Becker: "Die Schlüsselfrage lautet nicht: Was kostet eine familienbewusste Personalpolitik, sondern sie lautet: Was kostet es das Unternehmen, wenn es nicht familienbewusst ist?"

Erstmals konnte nun in einer Untersuchung wissenschaftlich klar belegt und nicht nur vermutet werden: Familienbewusste Unternehmen sind klar messbar wirtschaftlich erfolgreicher. Die Studie des Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik (FFP), eine Kooperation der Universität Münster und der Steinbeis-Hochschule Berlin, liegt dem Handelsblatt vorab exklusiv vor.

Helmut Schneider, Studienleiter und Professor für Betriebswirtschaft an der Steinbeis-Hochschule Berlin, erläutert die Methodik: "Erstens haben wir untersucht: Bei welchen betriebswirtschaftlich relevanten Faktoren gibt es durch Familienbewusstsein positive Effekte? Und zweitens: Wie stark sind diese Effekte?"

Dazu haben Schneider und sein Team 1 001 Unternehmen aus allen Branchen und Größenklassen detailliert unter die Lupe genommen: Wie familienbewusst sind die Unternehmen und wie gut schneiden sie bei wirtschaftlich bedeutsamen Faktoren ab? "Für die Messung des Familienbewusstseins haben wir auf den erprobten Beruf-und-Familie-Index zurückgegriffen", erklärt Schneider. Das Viertel der Firmen mit dem höchsten Familienbewusstsein wurde dann der Vergleichsgruppe mit dem niedrigsten Familienaffinität gegenübergestellt.

Das Ergebnis dürfte selbst Skeptiker überzeugen: In 21 von 25 betriebswirtschaftlich relevanten Faktoren waren deutlich positive Einflüsse durch Familienbewusstsein festzustellen. Im Schnitt erreichten die familienbewussten Unternehmen um 15 Prozent bessere Werte als die nicht familienbewussten Firmen (siehe Grafik).

So gelingt es familienaffinen Unternehmen beispielsweise besser, wichtige Mitarbeiter zu binden und damit nachhaltig Wissen aufzubauen (+ 23 Prozent). Zugleich steigen Motivation und Produktivität (jeweils + 17 Prozent), Ausfallzeiten durch Krankheit oder Elternzeit sinken um jeweils 16 Prozent. Außerdem erhalten familienbewusste Arbeitgeber deutlich mehr Bewerbungen auf wichtige Stellen (+ 26 Prozent). Die Studie zeigt, familienbewusste Personalpolitik ist eine effektive Investition für die Firmen und nicht unter die Rubrik "Gutmenschentum" abzuhandeln, kommentiert Becker von Beruf und Familie.



Für Christian Rödl, Geschäftsführender Partner der Wirtschaftskanzlei Rödl & Partner, war schon immer klar: "Familienfreundlichkeit rentiert sich für uns, da brauche ich gar nicht mit spitzem Bleistift nachzurechnen - die Vorteile sind so offenkundig. Jeder investierte Euro zahlt sich vielfach aus." Und die internationale Kanzlei aus Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern und Anwälten hat so einiges investiert. Vor drei Jahren baute sie inmitten des Nürnberger Stammhauses mit seinen 650 Mitarbeitern eine hochmoderne Krippe für Kinder von null bis drei Jahren. Eine Investition von etwa 120 000 Euro. Betrieben wird die Krabbelkita vom Bayerischen Roten Kreuz. Rödl: "Eltern zahlen dort Marktpreise, wir subventionieren nur indirekt, da uns Mieteinnahmen von 20 000 Euro im Jahr entgehen."

Die Kita fiel bei den Mitarbeitern auf fruchtbaren Boden. "Seitdem wir die Krippe haben, erlebt unsere Kanzlei einen Babyboom", witzelt Rödl, dessen zehn Monate alte Tochter ebenfalls seit kurzem die hausinterne Krippe besucht. Die Kita stärke spürbar das Bewusstsein für Kinder in der Kanzlei. Auch Mandanten fragten schon an, wie sie selbst Krippen für ihre Mitarbeiter einrichten könnten.

Früher fehlten die Mütter oft drei Jahre in der Kanzlei, heute kommen sie meist nach einem Jahr Elternzeit oder sogar früher zurück. "Da liegen Welten dazwischen", sagt Rödl. Die Studie von Ökonom Schneider untermauert dies mit Fakten: In familienbewussten Unternehmen liegt die Rückkehrquote aus der Elternzeit im Schnitt 19 Prozent höher als bei Unternehmen ohne Familiensinn. Ein kleiner Unterschied mit großer Wirkung: "Vorher haben die Mütter fachlich oft den Anschluss verloren, denn das Steuerrecht entwickelt sich rasant. Viele sind deshalb dann ganz zuhause geblieben," erinnert sich Rödl. "Doch wir können uns nicht leisten, auf die Hälfte der High Potentials zu verzichten."

Fallen solch hochqualifizierte Mitarbeiter familienbedingt aus, fällt für die Wirtschaftskanzlei ein sehr wichtiger Umsatzträger weg. Zumal die Bindung zu den Mandanten sehr bedeutsam ist. Rödl: "Es ist teuer, gute Mitarbeiter zu ersetzen, man betrachte nur die Kosten für Headhunter oder Anzeigen, die Einarbeitung, die Unruhe unter den Kollegen." Davon abgesehen investiert die Kanzlei ganz erheblich in die Mitarbeiter, von denen sich viele über mehrere Jahre zum Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Fachanwalt ausbilden lassen. Um Mitarbeitern auch als Eltern das Weiterarbeiten zu erleichtern oder überhaupt zu ermöglichen, hat Rödl zudem über 50 000 Euro in ein hochsicheres Homeoffice-Netz investiert. Das kommt auch Mitarbeitern ohne Kinder zu Gute.

Trotz aller finanziellen Zuschüsse: Was für Christian Rödl in Sachen Familienbewusstsein wirklich zählt, ist die Unternehmenskultur, die innere Einstellung. "Die Kita ist da nur ein Sahnehäubchen." Ob diese innere Einstellung stimmt, zeigt der tagtägliche Lackmus-Test: Ist zum Beispiel ein Kind krank, ist dies gegenüber Mandanten keine Entschuldigung. Rödl: "Dann halten die Mitarbeiter im Team zusammen und fangen den Ausfall auf."

Die kinderfreundlichen Angebote haben in der stark männer- und vollzeitdominierten Branche die Runde gemacht. "Wir können leichter gute Leute rekrutieren", erzählt Rödl. "Familienfreundlichkeit ist für uns ein großes Plus auf dem Arbeitsmarkt." Und interessierte Bewerber bekommen regelmäßig Gelegenheit, sich mit den Mitarbeitern, die Kinder haben, zu unterhalten. Die sind glaubwürdiger als jeder noch so bunte Hochglanzprospekt über Familienfreundlichkeit. Rödls Fazit: "Unternehmen können sich heute nicht leisten, Familie zu ignorieren. Ansonsten geraten sie im Wettbewerb um die besten Köpfe ganz schnell ins Hintertreffen."

In den deutschen Unternehmen hat ein Umdenken eingesetzt. Stefan Becker von Beruf und Familie erinnert sich: "Noch vor zehn Jahren war der dominierende Tenor der Wirtschaft: Der Staat und der Einzelne sind in der Verantwortung, aber doch nicht die Arbeitgeber. Seitdem hat ein Paradigmenwechsel begonnen hin zu gemeinsamer Verantwortung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie."

Doch noch immer spukt in einigen Arbeitgeberköpfen herum, Unternehmen würden allzu einseitig die Last für Mitarbeiter mit Familie tragen. Als "unzumutbar" kritisierte etwa Dieter Hundt, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeber (BDA), jüngst die von der EU-Kommission angedachte Verlängerung der Mutterschutzfrist um vier Wochen. Schon heute zahlten die deutschen Betriebe 1,6 Mrd. Euro im Jahr für die Lohnfortzahlung während der 14-wöchigen Mutterschutzzeit. Nun würden sie noch um 500 Mio. Euro mehr im Jahr belastet, klagte der BDA-Präsident.

Doch längst nicht alle Arbeitgeber denken in erster Linie an finanzielle Belastungen, wenn es um Familien geht. Wolfgang Malchow, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von Bosch und selbst Vater zweier Kinder, betont: "Bei uns ist Familienfreundlichkeit Chef- und Herzenssache zugleich. Wir wollen, dass unsere Mitarbeiter Beruf und Privates gut miteinander in Einklang bringen." Wer Wert legt auf motivierte Mitarbeiter, muss ihnen auch entsprechende Angebote zur Vereinbarkeit machen.

Erst recht in Zeiten, in denen der Nachwuchs knapper wird." Für den Bosch-Geschäftsführer ist Familienfreundlichkeit in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor geworden: "Nicht mehr nur Gehalt, Dienstwagen und Aufstiegschancen spielen eine Rolle bei der Arbeitgeberwahl. Auch Kinderfreundlichkeit und flexible Arbeitszeiten sind wichtige Entscheidungskriterien."

Bosch ist hier seit vielen Jahren engagiert. So kehren Mitarbeiter im Schnitt bereits nach sechs bis zwölf Monaten aus der Elternzeit zurück. Denn für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren gibt es an 14 Standorten Kooperationen mit kommunalen Einrichtungen, wurden Elterninitiativen gegründet und sind Tagesmütter im Einsatz. Becker von Beruf und Familie sagt: "Eine Kooperation mit Partnern vor Ort ist oft viel sinnvoller, als eine eigene Kita oder ein eigenes Ferienprogramm für Mitarbeiterkinder zu stemmen. Jeder Arbeitgeber für sich ist überfordert, aber jeder ist gefordert - weil alle letztlich profitieren."

Wichtiger als der bloße finanzielle Einsatz sei ein generelles Umdenken, insbesondere bei Führungskräften, betont Bosch-Geschäftsführer Malchow. "Wir wollen Vorurteile abbauen und mit positiven Beispielen interne und externe Skeptiker überzeugen." Besonders stolz ist er darauf, dass auch immer mehr Männer in Elternzeit gehen. Im ersten Halbjahr 2008 waren es 330 Väter. Im gesamten Vorjahr waren es insgesamt 200, ein Jahr zuvor erst 50 Väter. Zwei Drittel der Väter nehmen sogar mehr als die üblichen zwei "Papa-Monate".

Doch auch nach der Kleinkindzeit will Bosch die Eltern nicht im Regen stehen lassen. Eine Teilzeit-Offensive soll dabei helfen. So wird die Zahl der Stellen in Voll- und Teilzeitvariante erhöht. Malchow berichtet: "Damit sprechen wir eine bisher völlig vernachlässigte Bewerbergruppen an: junge Väter und Mütter."

Bosch hat die Erfahrung gemacht, dass Teilzeitkräfte überdurchschnittlich flexibel sind. Für viele sei es selbstverständlich, wegen wichtiger Veranstaltungen oder in intensiven Projektphasen auch mal an Tagen ins Büro zu kommen, an denen sie normalerweise nicht arbeiten. Am Ende sei entscheidend, ob das Ergebnis rechtzeitig erreicht werde, weniger wie und wo. Malchow: "Teilzeitkräfte gehen häufig noch effizienter mit ihren Zeitfenstern um." Fazit: Familienbewusstsein rentiert sich für Unternehmen - und muss noch nicht einmal viel kosten.

Wenig Aufwand - große Wirkung

Arbeitgeber können viel für ihre Mitarbeiter mit Familie tun, ohne dafür große Summen aufwenden zu müssen. Pfiffige Ideen und vor allem flexiblere Arbeitsabläufe bringen meist mehr als teure Investitionen nach dem Gießkannenprinzip. Hier ein paar Beispiele - Nachmachen erwünscht.

Flexible Arbeitszeiten

So banal es klingt: Gleitzeit und flexible Pausen sind oft die einfachsten und trotzdem wirkungsvollsten Methoden, um Mitarbeitern zeitliche Freiräume zu ermöglichen. Dann können sie Kinder von Tagesmutter, Kindergarten oder Schule abholen oder Arzttermine mit pflegebedürftigen Angehörigen wahrnehmen - ohne ein schlechtes Gewissen gegenüber Arbeitgeber und Kollegen. Voraussetzung ist Kollegialität im Team, damit jeder flexible Pausen machen kann. Vertretungen müssen klar geregelt sein, sonst leidet das Betriebsklima. Besonders familienfreundlich: wichtige Meetings zeitlich so terminieren, dass Eltern und alle Teilzeitkräfte problemlos teilnehmen können.

Längere Elternzeit mit Rückkehrrecht

Häufig möchten Eltern länger als die gesetzlich zugesicherten drei Jahre in Teilzeit arbeiten. Doch bis zur Rente auf Vollzeit verzichten, wie es das Teilzeitgesetz vorsieht? Darauf wollen sich viele Eltern dann doch nicht einlassen. Eon Ruhrgas etwa geht weit über die gesetzlich festgelegte Dauer hinaus und bietet seinen Mitarbeitern fünf bzw. sechs Jahre Elternzeit mit Wiedereinstellungsgarantie.

Familienessen in der Kantine

Was arbeitenden Eltern am meisten fehlt, ist gemeinsame Zeit mit der Familie. Gerade vielbeschäftigte Väter kommen oft noch nicht einmal dazu, ihren Kindern "Gute Nacht" zu wünschen. Die Versicherung Huk-Coburg und andere Firmen bieten deshalb ihren Mitarbeitern an, in der Betriebskantine gemeinsam zu essen und so tagsüber Zeit verbringen zu können. Mitarbeiter des Kieler Wulff Textil-Service können das Essen auch mitnehmen und fürs Wochenende einfrieren - so haben sie wieder mehr Zeit für die Familie.

Ferienaktionen für Kinder.

Wohin mit den Kindern, wenn Schulferien sind? Immer mehr Unternehmen bieten Aktionen für Schüler in den Ferien. Evonik organisiert in Degussa-Tradition sogar einen internationalen Schüleraustausch unter Mitarbeiterkindern. Positiver Nebeneffekt: Der weltweite Zusammenhalt im Unternehmen steigt.

Bündnisse schmieden

Im Alleingang ist es für Unternehmen oft schwierig, Initiativen für Familien zu starten. Viel effektiver ist es , von den Erfahrungen anderer zu lernen. In den 518 "Lokalen Bündnissen für Familie" engagieren sich bereits 4 500 kleine, mittelständische und große Betriebe. Sie profitieren gegenseitig von Know-how und Angeboten für Kinderbetreuung, flexible Randzeitenbetreuung oder Weiterbildungs- und Wiedereinstiegsprogrammen für Elternzeitler. Auch das Programm "Erfolgsfaktor Familie" fördert den Ausbau der betrieblich unterstützten Kinderbetreuung und familienfreundlicher Arbeitszeiten. Im angeschlossenen Netzwerk engagieren sich heute über 2 000 Betriebe.

Eltern-Kind-Zimmer

Mitarbeiter können im Notfall ihre Kinder in die Firma mitnehmen - etwa wenn die Tagesmutter krank ist oder die Schule für einen Brückentag dicht macht. Der Erlanger Hersteller von Spezialbrennern Promeos etwa hat eine Spielecke eingerichtet, die von vielen Schreibtischen aus einsehbar ist. So können die Eltern ungestört arbeiten und haben zugleich ein Auge auf den Nachwuchs.

Azubi-Teilzeit-Tandems

Auszubildende mit Nachwuchs haben es oft schwer, Lehre und Kind zeitlich unter einen Hut zu bekommen. Die Folge: Viele brechen ihre Ausbildung ab. Beim Werkzeug- und Maschinenbauer Aschenbrenner aus Kirchhain können Azubis mit Kind in 30 Stunden Teilzeit ihre Lehre machen und sich sogar als Tandem eine Stelle teilen. Katrin Terpitz

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