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Studie von Ernst & Young Wenn alles passt

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Um gegenüber ihren Wettbewerbern einen Vorsprung zu erzielen, haben fast alle Unternehmen in den zwölf Monaten vor der Umfrage ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung auf den Markt gebracht, jedes fünfte ein neuartiges Produkt eingeführt. Gegenüber Großkonzernen zeichneten sich die Entrepreneure dabei durch höhere Risikobereitschaft aus: 71 Prozent haben in ein Projekt investiert, das sie selbst als riskant einstufen.

Als Instrument zur Kostensenkung stand ein systematisches Forderungsmanagement an erster Stelle. Der Abbau von Personal kam nur für wenige Unternehmen in Frage, da sie ihre Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg sehen. Um Kosten zu senken, setzten die Entrepreneure vielmehr auf die Standardisierung von Geschäftsprozessen durch Informationstechnologie.

Entscheidend für ihren Erfolg war für sie, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und abzuwenden, bevor sie sich auf die Unternehmensentwicklung auswirken. 76 Prozent der befragten Unternehmen traten dieser Problematik mit einer systematischen Risiko-Erfassung entgegen, 78 Prozent verfügten über Notfallkonzepte für bestandsgefährdende Risiken.

Der große Vorteil der Mittelständler, heißt es in der Studie, liege in ihrer Flexibilität: "Mit kurzen Entscheidungswegen und der Möglichkeit zu individuellen Angeboten sind sie Großkonzernen den entscheidenden Schritt voraus. Erfolgreiche Mittelständler fördern diese Flexibilität, indem sie regelmäßig ihre Organisationsstrukturen anpassen. Kleine, überschaubare Einheiten sind für 83 Prozent von ihnen der Schlüssel zu mehr Schlagkraft." Mit den neuen Zahlen bestätigten sich Ergebnisse früherer Untersuchungen. Bereits 2002 hatten 83 etablierte sowie neugegründete Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Informationstechnologie mit vergleichbarer Strategie ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 24 Prozent erreicht und die Zahl der Mitarbeiter im Schnitt um 18 Prozent erhöht.

Allerdings war bei den mittelständischen Unternehmern auch eine Verlagerung der Finanzierungsmittel sowie ein Wandel der Wachstumsstrategien zu beobachten. Im Vergleich zum Jahr 2000 hatte das Interesse an Börsengängen stark abgenommen. Für künftiges Wachstum setzten die Unternehmer vermehrt auf organisches Wachstum und zeigen sich deutlich vorsichtiger bei strategischen Zukäufen.

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