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Tätigkeit in Unternehmensberatung ist gute Vorbereitung Viele Wege führen an die Spitze

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Wichtig ist hier aber offenbar der Zeitfaktor. Bettina Orthmüller, Juniorchefin eines Werkzeugherstellers, hat eineinhalb Jahre in einem Fremdunternehmen gearbeitet. Zu kurz befindet sie rückblickend, „weil ich von der Unternehmensstrategie und der Unternehmensführung nicht viel mitbekommen habe“. Um auf die Führungsebene zu gelangen, muss der künftige Juniorchef schon eine Reihe von Jahren investieren.

Als „dritten Weg“ hat Ackermann die „ISPA-Nachfolge-Akademie“ (INA) entwickelt. Der Nachfolger wird als Angestellter der ISPA Consult in den Familienbetrieb entsandt, um als externer Berater ein eigenes Projekt zu betreuen. Diese Variante ist aus Sicht des Familienexperten Reinhardt „sicherlich eine interessante Idee, die durchaus zum Erfolg führen kann“. Er gibt aber zu bedenken: Wirklich beraten könne nur der, der über Erfahrung verfüge. So sieht das auch Lindner: „Was erwartet man von einem Berater? Kompetenz, Erfahrung und die Fähigkeit, Probleme zu lösen! Das aber kann gerade der Junior noch nicht.“

Dieses Problem sieht Ackermann durchaus. Bewerber des ISPA-Programms werden genau geprüft und müssen praktische Erfahrung mitbringen.„Wir setzen uns schon unter Druck, die Leute so auszubilden, dass sie Beratung machen können“, sagt Ackermann, denn immerhin steht das Renommée seines Instituts auf dem Spiel. Unterstützung bietet zudem das ISPA-Beraterteam. „Ein Nachfolger muss schon das Potenzial zum strategischen Denken aufweisen“, sagt Ackermann unumwunden. Andernfalls scheut er sich nicht, den Eltern zu sagen, wenn Sohn oder Tochter als Nachfolger nicht geeignet sind.

Bettina Orthmüller, Absolventin der ISPA-Akademie, brachte neben ihrer Arbeit im Fremdunternehmen und Praktika im Familienbetrieb eine Schreinerlehre mit. In die Unternehmensberatung hineinzuschauen und den Blick von außen auf das eigene Unternehmen zu richten, fand sie überaus spannend. Doch auch als externe Beraterin hatte sie im Familienunternehmen ein Problem: „Man bekommt nicht gesagt, was man falsch macht.“

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