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Mauschelei, fehlende Kontrolle, offene Korruption: Der WDR serviert eine schnörkellose Reportage, die die Probleme des Kammern-Systems in der deutschen Wirtschaft angreift. Eine Schwäche hat die Doku allerdings.

Kommentare

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  • der leitsatz aus den morningbriefing zu herrn kirchhof´s beitrag
    und dieser artikel machen deutlich
    woan es liegt
    überregulierung(!) an allen ecken und enden
    durch unfähigkeit der politniks gesetze so zu formulieren, dass alle marktteilnehmer die gleiche chance haben
    lehrlinge werden nicht ausgebildet,
    fachkräfte können sich nicht herrausbilden,
    weil z.b. selbstbedienungsmentalität von "führungseliten" gepaart mit leistungsverweigerung gegenüber vertretenen und unterstellten gang und gäbe sind
    wenn ich nur höre, dass absolventen von hochschulen ein jahresgehalt von 45.000 € als einstiegsgehalt als normal ansehen, aber gleichzeitig einem gestandenen facharbeiter mit spezialkenntnissen ein auskömmliches gehalt verweigern weil zwei angelernte in ausland das gleiche erledigen können obwohl dort die kosten im endeffekt genau so hoch sind
    wird mir schlecht
    beratungsgesellschaften wie mck...... haben hier ganze arbeit geleistet
    ob der AfD in der lage sein wird das zu ändern, darf angesichts der führungsmitglieder bezweifelt werden

  • Wenn nicht gezwungen wird,macht´s doch keinen Spaß!
    Nur wer durch Zwang etwas durchsetzt wird ernst genommen und hat Macht.
    Also wird es schon eines ernsthaften Protestes bedürfen,um diese widerliche Gängelung abzustreifen.

  • die kammern sind anachronismus pur und völlig überflüssig. sie dienen lediglich dazu, ein paar günstlingen ein üppiges, leistungsloses einkommen zu generieren. die immer wieder angesprochene lehrlings, gesellen und/oder meisterprüfung wäre privat und ohne zwang wohl wesentlich besser und vor allem finanziell billiger zu organisieren.zwangsmitgliedschaften sind ein relikt aus der untergegangenen ddr und sollten in unserer leistungsgesellschaft keinen platz haben. die überdimensionierten gehälter und versorgungszusagen der oberindianer in dieser zwangsfinanzierten organisation sollten den zwangsmitgliedern nicht pauschal sondern je einzelnen begünstigten mitgeteilt werden. dann sollte jedes zwangsmitglied erkennen können auf welche grandiose art und weise er jahrelang schlicht abgezockt wird von diesen unnützen herrschaften. glaube kaum, dass einer dieser übersorgten günstlinge jemals so viel verantwortung zu tragen hatte, wie nur eines dieser zwangsmitglieder, die diesen abzockerorganismus finanzieren müssen. wer kammern benötigt sollte sie auch finanzieren und zwar freiwillig mit entsprechend transparenter kostenkontrolle. solange aber dieser klüngel zwischen politik und nutzlosen kammern weiter geht, wird sich daran nichts ändern. leider. lieber treibt man zwangsmitglieder in den ruin und füllt sich mit fragwürdigen dienstleistungen die taschen. siehe hierzu die verwaltungsorgie der §§ 34 ff GewO. schlicht ein bürokratiemonster schlimmster ausprägung aus den hirnen von verwaltungstätern ohne jeglichen braucbaren nutzen. als politiker braucht man nicht mal einen schulabschluß als qualifikationsnachweis. als zwangsmitglied in den kammern wird man durchleuchtet und überwacht wie ein schwerverbrecher. schöne, neue welt.

  • Man darf die Frage nicht so sehr vom Sinn her stellen. Damit Parteien und Bürokratien ihre Macht behaupten und ausbauen können, brauchen Sie "Mittel" (= Geld der Bürger = Steuern) und Positionen um ihre Kostgänger zu versorgen.

    Dahingehend werden IHK-Steuer, Rundfunk-Steuer, EU-Steuern etc. benötigt. Wie im Begriff Steuer schon enthalten gibt es keine konkrete Gegenleistung über deren Konsum / Inanspruchnahme man frei entscheiden könnte. Das ist aber auch nicht Sinn und Zweck. Die als Gebühr bezeichnete Steuer ist der Zweck.

  • Die Kammern der Freiberuflicher sind auch nicht besser: Sie bezahlen für Dreck. Die Kammern sind aus meiner Sicht nichts anderes als ein verlängerter Arm der öffentlichen Verwaltung. Sie gehen auf Kuschelkurs mit den Behörden und tun nichts für ihre Mitglieder.

  • Die Kammern haben auch ihren Sinn, die Berufsabschlüsse werden darüber organisiert und geprüft, dazu gibt es auch wirklich gute Weiterbildungen. Klar kann man hinterfragen ob es richtig ist für Azubis Azubi Gebühren und Prüfungsgebühren zu bezahlen, deswegen aber die Kammern generell verteufeln. Wer soll denn im Falle des Abschaffens der Kammern zukünftig Gesellen, Kaufmanns und Meisterprüfungen abnehmen? Wer 2.300,- EUR Gewinn macht, wird nicht wg. 800,- EUR IHK Gebühren die Arbeit einstellen sondern erscheint generell unterfinanziert und sollte sein Geschäftsmodell überdenken.

  • *Wer soll denn im Falle des Abschaffens der Kammern zukünftig Gesellen, Kaufmanns und Meisterprüfungen abnehmen?* - staatliche Prüfungsämter - die gibt's auch schon.
    Die Zwangsmitgliedschaften in den Kammern waren übrigens 1945 von den Alliierten als Teil des Systems der Gleichschaltung der deutschen Wirtschaft verboten worden und sind 1956 über ein (bis heute) "Vorläufiges Gesetz" in der Alt-BRD wieder eingeführt worden - auf DDR-Gebiet erst nach dem Anschluss ... bis dahin funktionierte es komischerweise (wie in fast allen anderen Ländern der EU) auch ohne Zwangsmitgliedschaft!

  • Man muss einen großen Unterschied zwischen Kammern (Pflicht) und Verbänden (freiwillig)machen. Verbände, ob es nun Gewerkschaften oder Arbeitgeber-/Unternehmensverbände sind, müssen durch Leistungen für ihre Mitglieder "glänzen", sonst gehen sie in Konkurs.Die ÖR Kammern leben sehr gut von der Pflichtmitgliedschaft.Ihre Leistungen werden in tausend bunten Broschüren mit Fotos der Kammeroberen aufgelistet. nur haben will diese Leistung niemand. da Kammern mit Fortbildungsverordnungen "statutarisches" Recht setzen, lassen sie die Fortbildungs-Milliarden des Staates auf die eigenen Mühlen fließen. Die kammern schaffen es sogar, sich von den allgemein verlangten Qualitätskriterien frei stellen zu lassen. Konkurrierende Organisationen müssen den ganzen sinnlosen ISO-Zertifizierungswahn durchlaufen. Die Kammern handeln nicht nur als Ordnungsinstanz sondern als privelegierte Wirtschaftsunternehmen am - selbst geschaffenen - Markt. und in Kleinstädten, wie Koblenz haben sich beide Kammern (Hwk und IHK) je eine volkswirtschaftliche Abteilung unterhalten.Die gewählten Vorstände sind regelmässig dem Hauptamt unterlegen und genießen schnell ihren Status, als bekannte Persönlichkeit der Lokalpolitik. die Kammern gehören auf die Funktion "Beaufsichtigung" der Berufsbildung reduziert. Die Pflichtmitgliedschaft absorbiert so viel Beitragsvolumen, dass für freiwillige Mitgliedschaften in Verbänden kaum noch Geld bleibt. Damit erfüllen die Zwangsbeiträge den Tatbestand der Verhinderung der Bildung von kollektiven Vereinigungen. ich begrüsse alle Initiativen der"Kammergegner", obwohl ich aktuell kein Betroffener bin. In das System der Kammern und des ÖR-Rundfunks gehört erheblich hineingeschnitten!

  • > Ein selbständiger Möbelschreiner aus Freiburg legt seine Bilanz vor.
    > Im vergangenen Jahr habe er 2300 Euro Gewinn gemacht, 800 Euro
    > davon will nun die Kammer als Mitgliedsbeitrag haben.

    Was tut jemand, der als Hobby etwas schreinert, in einer beruflichen Organisation? Behaupte doch keiner, dass der Hübsche von 2300 EUR/a lebt!

    Parallel zum Mindestlohn brauchen wir auch eine obligatorische Absicherung der Selbständigen: Wer es nicht schafft, 1000 EUR/Monat in Krankenkasse und Altersversorgung zu investieren, hat dem normalen Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Sprich: Damit er ein nützliches Mitglied unserer Gesellschaft wird, braucht er einen Chef.

Mehr zu: TV-Kritik „Die Story“ zu IHKs - „Wir bezahlen für nichts und wieder nichts“