Unternehmensanleihen Liquidität direkt vom Kapitalmarkt holen

Unternehmensanleihen stellen auch für Mittelständler mit guter Bonität eine Alternative zum Bankkredit dar: Der Mittelständler erhält Liquidität direkt vom Kapitalmarkt. Dadurch entfallen sowohl die von vielen oft als unangenehm empfundenen Kreditverhandlungen als auch die umfangreichen Berichtspflichten gegenüber der darlehensgewährenden Bank.
  • Bernt Paudtke und Oliver Zander
Dringend benötigte Liquidität können sich Mittelständler auch direkt am Kapitalmarkt besorgen. Quelle: dpa

Dringend benötigte Liquidität können sich Mittelständler auch direkt am Kapitalmarkt besorgen.

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MÜNCHEN. In Zeiten der zurückhaltenden Kreditvergabe durch Banken schlägt die Stunde der bankenunabhängigen Finanzierungsalternativen. Dazu gehören Unternehmensanleihen. Vielen sind sie als Finanzierungsform von Großkonzernen bekannt. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich aber auch mittelständische Unternehmen, unabhängig von der Rechtsform, über diese Inhaberschuldverschreibungen direkt am Kapitalmarkt finanzieren.

Durch die Begebung einer Anleihe erhält der Mittelständler die dringend benötigte Liquidität direkt vom Kapitalmarkt. Dadurch entfallen sowohl die von vielen oft als unangenehm empfundenen Kreditverhandlungen als auch die umfangreichen Berichtspflichten gegenüber der darlehensgewährenden Bank.

Da die Unternehmensanleihe in der Regel keine Sicherheiten bindet, stehen diese dem Unternehmen weiterhin frei zur Verfügung. Sollte das Unternehmen keinen Fremdkapitalbedarf mehr haben, oder wenn sich die Möglichkeit für eine günstigere Finanzierungsform ergibt, kann es die Unternehmensanleihe kündigen oder zurückkaufen.

Die Unternehmensanleihe rechnet sich ab einem Mindestvolumen von etwa 7,5 Mio. Euro. Nach drei bis fünf Jahren ist die Anleihe in der Regel zurückzuzahlen. Als Marktstandard gilt eine Mindeststückelung von 1 000 Euro.

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