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Unternehmensgründungen Warum München gute Chancen hat, zur herausragenden Start-up-Fabrik zu werden

Investoren geben den Start-ups im Umfeld der TU München so viel Geld wie nie zuvor. Nun soll die Universität zum unternehmerischen Ökosystem werden.
04.12.2019 - 13:45 Uhr Kommentieren
Warum München gute Chancen hat, zur Start-up-Fabrik zu werden Quelle: Imago
Technische Universität München

Im Großraum München sind die Aktivitäten von Universität, Start-ups und Industrie stark verbunden.

(Foto: Imago)

München Garching im Norden von München ist, landschaftlich gesehen, keine Schönheit. Flaches Land, eine Autobahn, gesichtslose Betongebäude. Für Wissenschaftler ist es aber eine Zone des Glücks, 7500 Personen arbeiten im universitären Forschungscampus.

Eine besondere Stellung in diesem Milieu hat eine 17 Jahre alte Heimstatt für Start-ups aller Art, entstanden nach Anregungen aus der Stanford University, die seit Jahrzehnten schon als Brutkasten für High-Tech-Unternehmen des Silicon Valley fungiert.

Die US-Hochschule hat Helmut Schönenberger vor gut 20 Jahren in seiner Diplomarbeit mit der heimischen Technischen Universität München verglichen – und danach in ihrem Umfeld ein „Entrepreneurship Centre“ mitgegründet. Daraus wurde UnternehmerTUM, eine Art Wissenschaftsfabrik für Start-ups.

„Wir sind heute eines der größten Gründerzentren Europas“, sagt Geschäftsführer Schönenberger. Man sei sehr gut geworden in der Skalierung von Geschäften, „sonst wäre es nicht gelungen, Firmen wie Flixbus und Celonis zu Weltmarktführern zu machen“.

In diesem Jahr schafften es die Start-ups von UnternehmerTUM sogar erstmals, in Finanzierungsrunden insgesamt mehr als eine Milliarde Euro einzusammeln. „Das ist Rekord und macht uns stolz“, sagt Schönenberger, „die Summe ist viermal so hoch wie im Vorjahr.“

Prototypen aus dem 3D-Drucker

In einer Vitrine im Entree des TUM-Gebäudes sind Symbole zu den entstandenen Start-ups zu sehen, natürlich auch zum Fernreise-Unternehmen Flixbus und zum Software-Unternehmen Celonis, das Geschäftsprozesse digital abbildet. Beide Firmen sind inzwischen zu „Unicorns“ aufgestiegen – sie werden also von Investoren jeweils mit einem Gesamtwert von mehr als einer Milliarde Euro taxiert.

Solche Unicorns würden für einen erheblichen wirtschaftlichen Input sorgen und hätten eine sehr positive Strahlkraft, sagt Schönenberger: „Das reißt viele mit, die mit dem Gedanken spielen, Unternehmer zu werden.“ Zum Erfolgsrepertoire gehören auch Konux (Bahntechnik), Lilium Aviation (Flugtaxi) oder Tado (Thermoanbieter).

Und natürlich wird bei UnternehmerTUM auch an jene Studenten der TU München erinnert, die einen von Elon Musk ausgelobten „Hyperloop“-Wettbewerb mit ihrem Team gewannen. Es geht darum, mit einer Kapsel in einer unterirdischen Röhre Geschwindigkeiten von 467 Kilometer pro Stunde zu erreichen und mehr. Entstanden war der siegreiche „Hyperloop Pod“ im Garchinger „Maker Space“, der zur UnternehmerTUM GmbH gehört.

In dieser Werkshalle stehen Studenten und anderen Technikfreunden Industriemaschinen wie Lasercutter oder 3D-Drucker zur Verfügung. Gründer bauen hier Prototypen, nachdem sie ein Gründungszentrum und Förderprogramme durchlaufen haben – und später womöglich durch den Venture-Capital-Fonds des eigenen Hauses finanziert werden.

Ehrgeizige Start-ups und ein neues Wertebewusstsein
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