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Währungsschwankungen Das Risiko der sorglosen Mittelständler

In den vergangenen Monaten musste die Euro-Zone viele Rückschläge verdauen – parallel wird der Euro schwächer. Für Firmen entwickelt die Schwäche immer stärkere Sprengkraft. Was Mittelständler tun können.
9 Kommentare
Viele international tätige Unternehmen unterschätzen das Währungsrisiko – dabei gibt es Strategien, um die Risiken zu verringern. Quelle: dpa
Mittelstand in Deutschland

Viele international tätige Unternehmen unterschätzen das Währungsrisiko – dabei gibt es Strategien, um die Risiken zu verringern.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Brexit, Wahlen in den USA und die Aussicht auf steigende Zinsen in Amerika: In die Wechselkurse der großen Währungen ist Bewegung gekommen. Die Folge: Der Euro verliert immer mehr an Wert. Laut Marc Kloepfel, Geschäftsführer der Düsseldorfer Einkaufsberatung Kloepfel Consulting, agieren Mittelständler in Währungsfragen „deutlich sorgloser“ als Großunternehmen. Doch gerade für international tätige Mittelständler wird das zum Risiko.

Wie viel Geld bei internationalen Geschäften auf dem Spiel steht und wie groß der Verhandlungsspielraum ist, zeigt ein Beispiel, das die Unternehmensberatung Inverto errechnet hat: Der Einkaufspreis eines Pullovers wurde am 1. Oktober 2015 auf 100 Yuan beziehungsweise umgerechnet 15,77 US-Dollar fixiert. Für den deutschen Kunden ergaben sich 13,97 Euro.

Ein Jahr später hat sich der Euro zum Dollar abgeschwächt und verteuert damit den Einkauf in Asien. Der chinesische Hersteller erhält dadurch 105 Yuan für die gleiche Leistung – eben bedingt durch den Wechselkurs zum US-Dollar. Das deutsche Unternehmen muss dagegen wegen des schlechteren Wechselkurses 14,04 Euro, also sieben Cent mehr pro Pullover zahlen. Das hört sich zunächst nach einem geringen Betrag an. Aber über den Mengeneffekt kommen schnell mehrere Zehntausend Euro zusammen. Würde das Unternehmen den Preis gezielt nachverhandeln, könnte es 4,9 Prozent einsparen, obwohl der chinesische Produzent die vereinbarten 100 Yuan erhält.

Immer wichtiger werde für deutsche Einkäufer etwa China. „Und chinesische Lieferanten sind oft auch bereit Verträge in Euro abzuschließen“, sagt Kloepfel – gegen Aufschlag natürlich. „Konzerne mit entsprechend großen Einkaufsvolumina versuchen zunehmend eine Umstellung auf Euro, um die Wechselkursrisiken durch Zahlungen in Fremdwährung zu vermeiden“, hat auch Minrui Ji, General Manager von Inverto China beobachtet. Das sei aber weitem noch die Ausnahme. „Über 90 Prozent der Unternehmen schließen die Verträge mit ihren chinesischen Lieferanten in US-Dollar ab“, sagt Ji.

Was Sie noch nicht über Deutschlands Familienunternehmen wussten
Beschäftigung…
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Insgesamt arbeiten bei den 678 deutschen Familienunternehmen, die einen Jahresumsatz von mindestens 300 Millionen Euro erzielen, fünf Millionen und sechshundertneunundfünfzigtausend Beschäftigte – Stand Ende 2014. Das waren 191.048 Angestellte mehr als ein Jahr zuvor.

Mehr zu Deutschlands Familienunternehmen finden Sie in unserer interaktiven Tabelle.

(Foto: dpa)
Nachhaltig…
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Die für Familienunternehmen typischen Attribute von Kontinuität und langfristiger Planung scheinen sich auszuzahlen: 73 Prozent der Unternehmen konnten 2014 ihren Umsatz gegenüber 2013 steigern, immerhin 63 Prozent meldeten steigende Mitarbeiterzahlen.

(Foto: dpa)
Old Economy…
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Deutschland wird seinem Ruf gerecht: Die meisten Familienunternehmen gibt es in der Industrie. 116 Firmen sind in der „Old Economy“ tätig. Es folgen die Branchen Lebensmittel (71), Handel (59) und Automobil (56).

(Foto: dpa)
Nordrhein-Westfalen…
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beheimatet 197 Familienunternehmen mit mindestens 300 Millionen Euro Umsatz. Mehr gibt es in keinem anderen Bundesland.

(Foto: dpa)
Hamburg….
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zählt 34 große Familienunternehmen. In keiner Stadt sind mehr angesiedelt. Mit weitem Abstand folgen Düsseldorf (16), München (15) und Stuttgart (13).

(Foto: dpa)
Auto…
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Die Automobilindustrie beschäftigt die meisten Mitarbeiter. 1,185 Millionen Menschen arbeiten bei Familienunternehmen in der Autobranche.

(Foto: AP)
Auto II ...
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Die Autobranche erzielt auch den höchsten Umsatz mit insgesamt 447 Milliarden Euro. Weit dahinter folgen der Handel (246 Millionen Euro) und die Industrie (144 Millionen Euro).

(Foto: dpa)

Dabei gebe es auch andere Möglichkeiten, um das Wechselkursrisiko zu verringern: „Wenn die Umstellung auf Euro nicht gelingt, sollte sich das Unternehmen verstärkt mit den Währungsrisiken beschäftigen“, rät der Berater. Eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit, die Risiken auszuschalten, seien Gegengeschäfte. Mit anderen Worten: Einkäufe und Verkäufe werden gegeneinander aufgerechnet.

Das werde aber aus einem ganz einfachen Grund viel zu wenig genutzt: „Die Einkaufsabteilung und die Finanzabteilung sprechen zu wenig miteinander“, kritisiert Koepfel. „Die Schnittstelle funktioniert oft nicht gut.“ Dabei liege der Vorteil auf der Hand: Die Kosten sind niedrig und die Strategie lasse sich besonders bei konstanten Vertriebsmärkten gut umsetzen.

Einkauf und Vertrieb im gleichen Land
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9 Kommentare zu "Währungsschwankungen: Das Risiko der sorglosen Mittelständler"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Troll, wechseln Sie doch mal die Unterhose und auch die Verlobte aber Sie haben ja beides nicht, Sie armer Wicht.
    Mein Gott..dabei bin ich selbst so ein armer Wicht und mache mich selbst zum Troll....aber es geht mit mir durch...statt auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, kommentiere ich jetzt jeden Artikel ,wo auch der Troll ist......überall sehe ich Trolle.....

  • Herr Troll, wechseln Sie doch mal die Unterhose und auch die Verlobte aber Sie haben ja beides nicht, Sie armer Wicht. Comedy-Kommentartoren und das Handelsblatt geben doch genug Stoff für einen täglichen Lacher.
    Bemühen Sie sich wenigstens, Ihre Leser erwarten mehr von Ihnen. Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Herr Troll, legen Sie doch mal eine neue Platte auf, diese Comedy-Kommentartoren und das Handelsblatt geben doch genug Stoff für einen täglichen Lacher.
    Bemühen Sie sich wenigstens, Ihre Leser erwarten mehr von Ihnen. Danke

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • Herr Troll, legen Sie doch mal eine neue Platte auf, diese Comedy-Kommentartoren und das Handelsblatt geben doch genug Stoff für einen täglichen Lacher.
    Bemühen Sie sich wenigstens, Ihre Leser erwarten mehr von Ihnen. Danke

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke