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Kinematics Eine Wunschmaschine aus bunten Steinen

Es wirkt wie eine Science Fiction-Version von Lego: Die „Kinematics“-Gründer haben Bausteine entwickelt, die Bewegungen selbstständig wiederholen. Mit ihnen sollen Kinder an die Roboter-Technik herangeführt werden.
  • Rebecca Ciesielski
29.08.2013 - 12:52 Uhr 2 Kommentare
Die Leipziger Kinematics-Gründer Leonhard Oschütz, Matthias Bürger und Christian Guder. (Quelle: Kinematics)

Die Leipziger Kinematics-Gründer Leonhard Oschütz, Matthias Bürger und Christian Guder.

(Quelle: Kinematics)

Düsseldorf Der Hund macht eine Körperwelle. Das wäre für einen lebenden Hund schon ungewöhnlich genug. Aber der Hund, der in dem Büro von Leonhard Oschütz, Christian Guder und Matthias Bürger auf einem Schreibtisch sitzt, besteht nicht aus Fell und Knochen – sondern aus bunten Plastikbausteinen.
Noch hängen Kabel aus seiner Körperseite und sein „Fell“ ist etwas farblos. Die Bewegungsabläufe klappen aber schon perfekt. „Als kleines Kind habe ich viel aus Lego gebaut“, sagt Leonhard Oschütz, der Erfinder der beweglichen Bauteile. „Robotik für Kinder“, steht auf der Internetseite des Leipziger Unternehmens „Kinematics“. Es geht um Spielzeug. Und genau daran erinnern die bunten und unterschiedlich großen Plastikteile, die sich auf dem Schreibtisch der drei Unternehmensgründer türmen – an Legosteine. Denn auch die „Kinematics“-Quader, -Gelenke und -Greifarme  lassen sich beliebig zusammensetzen, auseinanderbauen und neu verbinden. Mit einem großen Unterschied zu den kleinen bunten Steinen, die schon vor etwa acht Jahrzehnten ihren Siegeszug in Kinderzimmern antraten: Die „Kinematics“-Steine merken sich Bewegungen – Winkel, Geschwindigkeiten, Verzögerungen – und wiederholen sie von selbst.

„Merken“ bedeutet in diesem Fall: Einmal zusammengebaut – zur Schlange, zum Auto oder eben zu einem Hund – sind die Figuren flexibel, lassen sich in jede Richtung drehen, um danach jede Drehungen, jedes Wackeln und Einknicken vorgabengetreu nachzuahmen.

Aber woher ahnt ein Baustein, der gerade eben noch unverbunden herumlag, dass er nun Teil eines Hunderoboters ist? Und wie weiß das einzelne Element, wie es sich wann bewegen soll?

„Der Hauptstein muss immer dabei sein“, erklärt Matthias Bürger. Denn im sogenannten „Power Brain“ sitzt die Energie und von dort geht der Startimpuls aus. Der ist nötig, damit die einzelnen Module ihre Bewegung aufeinander abgestimmt beginnen. „Kinematics“-Bagger können also selbstständig graben, wenn etwa ein spielendes Kind dem Baggerarm die Bewegung vorher beigebracht hat.

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    2 Kommentare zu "Kinematics: Eine Wunschmaschine aus bunten Steinen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Bestimmt Marco, wiederum brauchen die drei erst einmal Investoren bevor die Teile bestellbar sein können. Da ist das Handelsblatt sicher eine vernünftige Idee. Meiner Meinung nach hätte aber zumindest das Crowd Funding bereits möglich sein müssen. Da wurde wirklich eine Chance verspielt.

      Unsere Jungunternehmer an meiner Hochschule haben ebenfalls oft mit der Finanzierung zu kämpfen. Da kann die Idee noch so gut sein. Ich kann Investoren aber auch gut verstehen, wenn Sie bei dem entsprechenden Risiko eine zu hohe Wachstumsrate erwarten ...

      Da hilft wohl nur eins, weiter am Businessplan arbeiten und die Funktionsfähigkeit des Konzeptes beweisen.

    • leider unbestellbar
      wäre es nciht sinnvoll an die öffentlichkeit zu gehen, wenn man das geregelt hat?

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