Werbung im Netz Udo Walz macht's vor

Gewerbetreibende stecken jeden vierten Marketing-Euro in Online-Kanäle. Doch es gibt immer noch viele Netzverweigerer. Und wenige Firmen fischen nach Kunden in sozialen Netzwerken. Promifriseur Udo Walz macht es besser.
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Der Starfriseur ist nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch in zahlreichen Social-Media-Kanälen aktiv. Quelle: Screenshot
Homepage von Udo Walz

Der Starfriseur ist nicht nur auf seiner Homepage, sondern auch in zahlreichen Social-Media-Kanälen aktiv.

(Foto: Screenshot)

DüsseldorfEigentlich braucht Udo Walz keine Werbung zu machen – weder für sich noch für seine elf Salons von Berlin bis Mallorca. Der Coiffeur der Stars und Sternchen ist bekannt wie ein bunter Hund. Doch selbstverständlich ist der Promifriseur im Netz mit einer professionellen Homepage (www.udo-walz.com) vertreten. Dort kann man online Termine buchen oder aber Haarpflege, Regenschirme oder Bücher von und über Udo kaufen.
Auch auf Facebook ist der Figaro aktiv. Neben seinem privaten Account kommuniziert er auf der Seite Udo Walz Berlin mit Kunden über seine Geschäfte rund um Gesundheit und Schönheit.

Doch die wenigsten Gewerbetreibenden in Deutschland sind in Sachen Eigenwerbung im Netz so präsent und professionell wie der Starcoiffeur. Immerhin: Inzwischen haben 70 Prozent eine eigene Homepage, auf der sie sich und ihre Dienstleistungen präsentieren. Aber nur jeder Dritte hat eine Website, die auch mobil optimiert ist. Zu den „Netzverweigerern“ gehören hauptsächlich Handwerker und Ärzte. Das ergab eine Umfrage des Marktforschers Psyma im Auftrag des Online-Branchenbuchs Klicktel, einer Tochter von Telegate. Sie liegt dem Handelsblatt vorab vor. 400 Gewerbetreibende aus Hotel/Gastronomie, Handwerk, Makler und Ärzte beteiligten sich.

4.000 Euro geben Gewerbetreibende pro Jahr durchschnittlich für Werbung aus – ein Viertel davon fließt in Online-Kanäle. Dabei investieren Makler (Versicherung und Immobilien) mit einem Online-Marketing-Budget von 2.800 Euro im Jahr im Schnitt am meisten. Hotels und Gaststätten sind mit einem Online-Etat von 923 Euro immer noch deutlich investitionsfreudiger als Handwerker (520 Euro) und Ärzte (260 Euro). Bei Ärzten ist ohnehin die Art der Werbung durch ihre Berufsordnung stark eingeschränkt auf sachlich berufsbezogene Information. Anpreisende oder vergleichende Werbung ist für Mediziner tabu – egal ob im Netz oder anderswo.

Vom Budget investieren die meisten Befragten in die Homepage (70 Prozent), je ein Viertel betreibt Marketing per E-Mail sowie auf Suchmaschinen, ein Fünftel ist in Online-Branchenbüchern präsent (Mehrfachnennungen). An onlinegestützten Couponing-Aktionen wie Groupon nehmen nur vier Prozent teil.

Die zehn größten Familienunternehmen der Welt
Platz 10: Groupe Auchan
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Die französische Supermarktkette Groupe Auchan gehört zum Imperium der Unternehmerfamilie Mulliez. Die Holding Association Familiale Mulliez (AFM) wurde 1955 von Francis Mulliez gegründet und wird heute von Thierry Mulliez geleitet. Die 1961 gegründete Groupe Auchan umfasst mehr als 800 SB-Warenhäuser sowie 820 Supermärkte in 16 Ländern der Welt.

Platz 9: Schwarz-Gruppe
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Die Schwarz Beteiligungs GmbH, der die Unternehmen Lidl und Kaufland gehören, ist der größte deutsche Handelskonzern. Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1930 von Josef Schwarz gegründet, später dann von seinem Sohn Dieter Schwarz weitergeführt. 1999 zog dieser sich dann aus der Unternehmensleitung zurück und übertrug seinen Anteil steuersparend auf die gemeinnützige Dieter-Schwarz-Stiftung.

Platz 8: BMW
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Im Jahr 1916 wurde die Bayrischen Motoren Werke AG (BMW AG) gegründet, woran maßgeblich Karl Rapp und Gustav Otto beteiligt waren. Nach der Zweiten Weltkrieg stieg die Industriellenfamilie Quandt als Großaktionär bei BMW ein. Die BMW Group, Tochtergesellschaft der BMW AG, ist eines der größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands.

Platz 6: Cargill Incorporated
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Cargill ist ein multinationales Familienunternehmen mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Minnesota. Es befasst sich mit Lebens- und Futtermitteln, nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien. Nachfahren der Gründerfamilien Cargill und MacMillan besitzen heute etwa 85 Prozent des Unternehmens. Im Bild ist Cargill-CEO David MacLennan bei einem Projekt in Nicaragua zu sehen.

Platz 5: Ford Motor Company
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Die Ford Motor Company mit Sitz in Dearborn (USA) gehört zu den größten Autoherstellern der Welt. Der Ursprung des Konzerns geht auf die von Henry Ford in Detroit 1903 gegründete Fabrik zurück. Im Jahre 1955 wurde Ford eine Aktiengesellschaft.

Platz 4: Exor S.p.A.
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Das italienische Unternehmen, das bis zum Jahr 2009 unter dem Namen Istituto Finanziario Industriale (IFI) bekannt war, wurde 1927 von Giovanni Agnelli gegründet. Exor ist an verschiedenen Unternehmen finanziell beteiligt, unter anderem an Fiat und Fiat Industrial sowie Cushman & Wakefield. Im Bild ist Exor-Vizepräsident John Elkann zu sehen.

Platz 3: Berkshire Hathaway
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Berkshire Hathaway ist eine US-amerikanische Holdinggesellschaft, deren Aktivitäten sich über eine Vielzahl von Geschäftsfeldern erstrecken, darunter vor allem Erst- und Rückversicherung sowie daneben Schienengüterverkehr, Energieversorgung, Finanzdienstleistungen, produzierendes Gewerbe sowie Groß- und Einzelhandel. Vorsitzender ist der US-amerikanische Großinvestor und Multimilliardär Warren Buffett (Foto). Das Unternehmen ist an der New York Stock Exchange notiert.

Was überrascht: Die Zahl der Netzverweigerer hat sich seit 2012 bei 30 Prozent eingependelt. „Entweder Gewerbetreibende präsentieren ihr Angebot schon länger im Netz oder sie haben es auch in Zukunft nicht vor“, resümiert Rudolf Schneider, General Manager Marketing von Telegate. Auch das Online-Budget ist seit 2012 nahezu konstant. 80 Prozent der Befragten wollen auch in den kommenden zwölf Monaten nicht mehr ausgeben. Die meisten sind überzeugt, dass mit einer Internetpräsenz genug getan sei.

Hotels geben Trend vor
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  • Ein Hairstylist wirkt Wunder:

    http://youtu.be/9f-9ZGDPpUQ

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