Wohnmobilhersteller US-Rivale Thor offenbar vor Einstieg bei Hymer

Der US-Konkurrent Thor könnte Mehrheitseigner des Caravan-Bauers werden. Hymer braucht Kapital für die geplante Expansion nach Asien und in die USA.
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Der schwäbische Caravan-Bauer konnte 2016/17 rund 2,1 Milliarden Euro umsetzen. Quelle: dpa
Hymer auf dem „Caravan Salon“

Der schwäbische Caravan-Bauer konnte 2016/17 rund 2,1 Milliarden Euro umsetzen.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer US-Wohnmobilhersteller Thor hat Finanzkreisen zufolge im Rennen um den Einstieg beim schwäbischen Caravan-Bauer Erwin Hymer Group die Nase vorn. Die Offerte von Thor liege über der des Finanzinvestors Centerbridge, der sich ebenfalls um Hymer bemüht, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Verhandlungen kämen gut voran, die verkaufswilligen Familieneigentümer hätten sich aber noch nicht entschieden. Alternativ zum Einstieg eines Investors werde immer noch ein Börsengang von Hymer geprüft. Eine Entscheidung solle noch in diesem Monat fallen. Die Firma aus Bad Waldsee in Baden-Württemberg wird den Insidern zufolge mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet.

Unternehmen aus der Branche können in der Regel mehr bieten, weil sie Größenvorteile etwa im Einkauf oder in der Produktion nutzen können. Hymer, Thor und Centerbridge wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Die Eigentümerfamilie von Hymer hatte eigentlich nur einen Minderheitsaktionär gesucht, um die Expansion in die USA und nach Asien zu finanzieren, öffnete sich zuletzt aber auch für den Verkauf der Mehrheit der Anteile. Einen Börsengang würden die Investmentbanken Goldman Sachs, Deutsche Bank und Citi organisieren, als Berater wurde die australische Bank Macquarie engagiert.

Hymer hatte für das Geschäftsjahr 2017/18 (Ende August) ein operatives Ergebnis (Ebitda) von mehr als 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt. 2018/19 sollen annähernd 300 Millionen daraus werden. Gemessen an den Bewertungen börsennotierter Konkurrenten wie Winnebago und Thor wäre Hymer damit gut zwei Milliarden Euro wert, nimmt man Trigano aus Frankreich zum Maßstab, wären es sogar bis zu 2,7 Milliarden.

2016/17 hat Hymer 55.000 Caravans, Wohnmobile und Wohnwagen im Wert von rund 2,1 Milliarden Euro verkauft. Der Markt für Freizeitfahrzeuge wächst derzeit kräftig.

  • rtr
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