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Neue Trends Das richtige Marketing für Senioren

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Wo Senioren-Werbung platziert werden sollte.


Werbung für Senioren sollte vor allem auf Funktionalität ausgerichet sein. Das bestätigt eine Studie unter der Leitung von Karsten Völcker, auf Senioren spezialisierter Anzeigenleiter bei Bauer Media („Neue Post“, „Das Neue Blatt“). Er untersuchte 179 Anzeigenmotive aus verschiedenen Branchen hinsichtlich der Wirkung auf ihre Zielgruppe. 631 Menschen zwischen 50 und 69 Jahren nahmen an der Befragung teil.

Bei Werbung für Mode war den befragten Senioren etwa wichtig, dass die Kleider bequem aussehen und von Menschen gezeigt werden, die ihrer eigenen Kleidergröße entsprechen. Eine unruhige Gestaltung und junge, sehr schlanke Modells schrecken ältere Konsumenten eher ab. 

Richtig platziert sei Werbung für Senioren vor allem im Fernsehen sagt Josef Hilbert, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Arbeit und Technik und Leiter des Forschungsschwerpunktes Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität an der Fachhochschule Gelsenkirchen. Dass die Fernsehsender sich bei der Programmgestaltung immer noch auf die berühmte Gruppe der 14 bis 49 Jahren konzentrieren, findet er schwer verständlich.

Auch mit Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen erreicht man die wachsende Zielgruppe laut Hilbert gut. Die umgangssprachlich „Rentner-Bravo“ genannte Apotheken-Umschau etwa sei ein geeigneter Platz für Kampagnen. Aber auch in Automagazinen können Unternehmen um die Gunst der Senioren buhlen. Denn: „Die Generation 60 Plus ist die Generation der Autofans“ sagt Josef Hilbert. 

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3 Kommentare zu "Neue Trends: Das richtige Marketing für Senioren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Zit.:"„Katharina das Große“ ist gescheitert."
    Richtig, der dtsch. Handyhersteller fitage hat 2010 Insolvenz angemeldet. Der primäre Grund war aber nicht, dass die Handys als "Seniorenhandys" angeboten wurden. Wir konnten nicht mehr mit unseren in Deutschland entwickelten und hier gefertigten Handys (Preis 100-300 €) mit den neuen Mitanbietern konkurrieren, die allesamt ihre Geräte in Asien fertigen lassen (Preis 30-100€). Als Vorreiter und Entdecker dieser Produktgruppe mussten wir erkennen, dass im TK-Massenmarkt der Preis das Kernkriterium ist und primär nicht die allseits geforderte Qualität, Zielgruppenzufriedenheit oder "Made in Germany". Auch waren die Handys von fitage keineswegs an "den" Senioren vorbeientwickelt worden. Für viele Kunden waren diese Geräte trotz/wegen ihrer Größe und Funktionen unersetzbar. Andere Senioren aber sahen sich unterfordert und fragten nach Bluetooth, GPS, Kamera, T9, Sprachsteuerung, Internet.
    Bei der Entwicklung von Handys (oder auch anderen „Seniorenprodukten“) geht es also nicht nur um rein technische Funktionen und Ergonomie. Wir müssen zudem die Eitelkeit, die Psyche und den steten Wandel der menschlichen Einstellungen und Fähigkeiten in ein einzelnes (möglichst statisches und simples) Gerät integrieren. Das war und ist leider kaum machbar. Selbst die Entwickler von Smartphone-Apps (an dem Thema waren wir auch dran, da das eine an sich optimal skalierbare Plattform wäre) sind bisher daran gescheitert beziehungsweise haben erkannt, dass sich mit der Art individueller Lösungen nicht wirklich Geld verdienen lässt und Senioren letztlich dann doch kein Geld für ein iPhone o.ä. ausgeben wollen.
    Trotz aller hervorgehobenen wirtschaftlichen Attraktivität der Zielgruppe Senioren: Die außergewöhnliche Heterogenität und die geforderte Individualität bei den Produktfunktionen, dem Marketing und dem Service machen es so schwierig den Seniorenmarkt gezielt als Massenmarkt anzugehen.
    Dr. Darius Khoschlessan; ehem. GF fitage

  • "Dass die Fernsehsender sich bei der Programmgestaltung immer noch auf die berühmte Gruppe der 14 bis 49 Jahren konzentrieren, findet er schwer verständlich."
    Für mich ist es schwer verständlich, wie man 14 bis 49-jährige überhaupt in einer Gruppe zusammenfassen kann. Da werden drei oder vier Lebensphasen und somit unterschiedliche Erlebniswelten zusammengepackt. Wie soll das erfolgreiche Produkte nach sich ziehen?

  • Na ja, man sollte ältere Menschen nicht als Senioren bezeichnen, so wie es auch nicht notwendig ist einem Schauspieler das Attribut "bekannt" zu geben, oder den Hinweis zu geben, daß dieses oder jenes ein tolles Weihnachtsgeschnk ist.
    Werbende die so agieren, manifestieren doch damit nur, daß sie die Kunden für doof halten. Und deshalb wird ein Handy eben als Senioren-Handy bezeichnen. Sie wollen mit wenigen Schlagworten die Adressaten ihrer Nachricht führen, hin zum Kauf.

    Man muß da nicht so weit ausholen. Werfen Sie einen Blick auf die Überschrift zu diesem Artikel. Dort finden man die Schlagworte "Neue Trends".
    Per se sind Trends immer neu, denn dann wären sie keine Trends. Und warum muß man etwas als Trend bezeichnen? Entweder wissen die Leute von einer neuen Bewegung oder sie wissen es nicht.
    Auch hier wird der Versuch unternommen, etwas wichtig und interessant erscheinen zu lassen.
    Wie gesagt, die Verkäufer (auch dieser Artikel muß verkauft werden) müssen realisieren, daß die potentielle Zielgruppe nicht doof ist.

    Wer seiner Zielgruppe den gebotenen Respekt entgegenbringt wird auch erfolgreich sein. Und zu einem respektvollen Umgang gehört auch die richtige Sprache. Und die wird ein junger Kreativer im Zweifel schwer finden, wenn es gilt, ältere Personen anzusprechen.
    Zusammenfassung: Wer seine Kunden nicht kennt, wir auch keinen Zugang zu ihnen finden. Der erfolgreiche Verkäufer spricht die Sprache seiner Kunden.