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PreisentwicklungTeurer Dünger, Ukraine-Krieg, Trockenheit – Nahrungsmittel könnten bald noch mehr kosten

Die Lage auf den weltweiten Agrarmärkten verschärft sich. Ein Ende der Preisspirale ist noch längst nicht erreicht, fürchten Experten – und warnen vor einem Gaslieferstopp.Bert Fröndhoff, Katrin Terpitz, Maike Telgheder und Teresa Stiens 12.05.2022 - 09:38 Uhr Artikel anhören

Deutsche Landwirte werden weiter ausreichend mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln versorgt, zahlen aber deutlich mehr dafür.

Foto: dpa

Düsseldorf, Berlin. Die Preise für Nahrungsmittel könnten in den kommenden Monaten noch weiter steigen. Davon gehen Agrarökonomen und Konsumexperten aus. Denn die Situation auf den weltweiten Agrarmärkten verschärft sich. Die Kosten für Dünger, Pflanzenschutzmittel und Treibstoff steigen rasant. Hinzu kommen Trockenheit in wichtigen Anbauregionen und die ausbleibenden Weizenlieferungen aus der Ukraine und Russland.

In den westlichen Ländern ist kein Versorgungsengpass zu befürchten, doch an der Supermarktkasse bekommen die Verbraucher die angespannte Lage längst zu spüren. Vor wenigen Wochen hat Aldi als Taktgeber der Branche die Preise für Hunderte Produkte erhöht. Die anderen Händler folgten. Im April hatten sich die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel in Deutschland um 8,5 Prozent zum Vorjahr verteuert.

Doch das ist nicht das Ende der Preisspirale. „Wir erleben einen inflationären Schock im Lebensmitteleinzelhandel“, beobachtet Chehab Wahby, Konsumexperte der Beratung EY-Parthenon. Noch längst seien nicht alle höheren Kosten der Erzeuger im Supermarkt angekommen.

Inflation: Preise für Nahrungsmittel steigen weiter

„Die Verbraucher hat erst ein Teil der Preiserhöhungen erreicht“, sagt auch Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands. Der Preisvergleich Smhaggle hat exklusiv für das Handelsblatt Regalpreise ausgewertet: Ein Liter frische Vollmilch (3,5 Prozent) kostet als Handelsmarke derzeit fast elf Prozent mehr als zu Jahresanfang. Ein halbes Pfund Butter (Handelsmarke) ist um 40 Prozent teurer, ein Kilo Marken-Weizenmehl 20 Prozent.

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