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Baufinanzierung

Baufinanzierung: Zinsangebote vergleichen und die besten Baudarlehen finden

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Zinsen für Baudarlehen sind derzeit niedrig, der Kauf einer Immobilie birgt aber Risiken.
  • Ein genauer Vergleich der Angebote lohnt sich. Die Unterschiede betragen tausende Euro.
  • Bei der Planung der Baufinanzierung steht der Kassensturz an erster Stelle.
  • Empfehlenswerte Kreditvermittler: interhyp.de & drklein.de

Die Zinsen für Baudarlehen sind derzeit niedrig. Davon profitieren Kreditnehmer, die von einer eigenen Immobilie träumen. Sie kommen so günstig zu einer Finanzierung wie lange nicht.

In der Regel vereinbart man mit der Bank eine feste Monatsrate, die sich nach der Summe, der Laufzeit und dem Zinssatz des Darlehens richtet. Sie gilt in der Regel aber nur für die Zinsbindungsfrist. Anschließend wird neu über den Zinssatz verhandelt. Für die Anschlussfinanzierung können Kreditnehmer auch Angebote anderer Banken einholen.

Wichtig: Neben der Höhe des Zinssatzes kommt es auch auf die Flexibilität des Vertrages an – dazu gehören Optionen, wie Sondertilgungen, veränderbare Raten sowie die Möglichkeit die Tilgungshöhe anzupassen.

Denn verliert man plötzlich seinen Job oder kann wegen einer schweren Krankheit seine Raten nicht mehr begleichen, gerät der Traum von den eigenen vier Wänden ins Wanken. Darlehen, die Kreditnehmer durch Sonderzahlungen schneller zurückzahlen oder bei denen sie die Tilgung beliebig anpassen können, bieten mehr Flexibilität.

Und nicht nur das: Wer einen Kreditanbieter mit niedrigem Zins und flexiblen Rückzahl-Konditionen findet, kann oft mehrere tausend Euro sparen.

Tipp: Experten empfehlen bei niedrigen Zinsen häufig eine hohe Tilgung. So kann man sein Darlehen schneller abbezahlen. Allerdings müssen Darlehensnehmer die gewählte Kreditrate auch bis zum Ende der Zinsbindung durchhalten können. Darlehensnehmer kalkulieren also am besten mit genügend Puffer.

Wo gibt es aktuell die besten Angebote für meine Baufinanzierung?

Wer nach einer günstigen Immobilienfinanzierung sucht, sollte die Kreditangebote genau vergleichen. Um sich einen Überblick zu verschaffen, gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Vergleichsportale wie zum Beispiel tarifcheck.de nutzen.
  • Angebote bei Kreditvermittlern einholen, beispielsweise bei
    Interhyp und Dr. Klein.
  • Bei der eigenen Hausbank oder einer gut bewerteten Bank nach Angeboten fragen.
  • Prüfen, ob die Kfw-Bank für den Neubau, den Kauf einer Immobilie oder die Sanierung einer bestehenden Immobilie einen Kredit oder eine Förderung gewährt.
  • Sich von den Mitarbeitern einer Verbraucherzentrale beraten lassen.

Tipp: Damit die Angebote am Ende wirklich vergleichbar sind, müssen die Höhe der Zinsen, die Laufzeit, die Kreditsumme sowie die Tilgungsrate und die persönlichen Angaben bei jeder Anfrage identisch sein.

Die Unterschiede bei Baudarlehen sind groß – wie die Beispiele von Interhyp zeigen:

Eine Immobilie samt Nebenkosten liegt bei 250.000 Euro. Ein Kunde sucht ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro, sein Eigenkapital beträgt 50.000 Euro – mit Zinsbindungsfrist von zehn Jahren und einer anfänglichen Tilgung von 3 Prozent.

Modellfall 1: Nun verlangt Bank A für das Annuitätendarlehen 1,5 Prozent Zinsen. Die monatliche Rate liegt bei 750 Euro, am Ende der Zinsbindung bleibt eine Restschuld von rund 135.310 Euro übrig, die geleisteten Zinszahlungen summieren sich auf rund 25.520 Euro und die Gesamtdauer der Finanzierung beträgt 27 Jahre und 2 Monate.

Modellfall 2: Beim zweiten Angebot verlangt Bank B hingegen 1,9 Prozent Zinsen. Somit muss der Kunde eine monatliche Rate von 816,67 Euro aufbringen, die Restschuld beträgt 133.980 Euro, allerdings summieren sich die geleisteten Zinszahlungen auf 32.250 Euro, die Gesamtdauer liegt bei 26 Jahren.

Zwischenbilanz: Durch die Zinssteigerung erhöhen sich die Zinszahlungen drastisch – die Differenz liegt hier bei rund 6.730 Euro. Bei der Gesamtdauer der Finanzierung ergibt sich ein Unterschied von 14 Monaten. Zudem sind bei Angebot B die monatlichen Raten mit rund 817 Euro um rund 67 Euro höher als bei Angebot A.

Höhere Tilgung: Kann sich ein Kunde die höhere Belastung leisten, sollte er das Kapital lieber in eine höhere Tilgung stecken, empfehlen die Interhyp-Experten. Wählt der Kunde etwa eine Tilgung von 3,4 Prozent, muss er zwar auch bei Angebot A eine monatliche Rate von rund 817 Euro bezahlen.

Fazit: Durch die höhere Tilgung verkürzt sich bei Angebot A die Finanzierung auf 2 Jahre und 8 Monate (bei 3,4 Prozent liegt die Gesamtdauer bei 24 Jahren und 6 Monaten), zudem verringern sich die geleisteten Zinszahlungen mit 24.898 Euro deutlich – um rund 7350 Euro.

Je nach Höhe der Darlehenssumme sowie der Zinsen und Tilgungsrate kann das Einsparpotenzial am Ende noch viel höher ausfallen.

Tipp: Wer unterschiedliche Angebote mit gleicher Zinsbindung vergleicht, sollte auf die Restschuld achten, die am Ende der Laufzeit übrig bleibt.

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Was zeichnet sehr gute Darlehensangebote aus?

  • Die Höhe der Tilgung sollte während der Laufzeit mehrfach veränderbar sein – idealerweise beliebig oft zwischen 2 bis 5 Prozent und ohne Aufschlag.
  • Wollen Kunden ein Darlehen erst später abrufen, verlangt die Bank nach einer bestimmten Zeit Bereitstellungszinsen – je später diese verlangt werden, umso besser. Oft wird ab dem 13. Monat, idealerweise erst ab dem 25. Monat, ein Aufschlag von höchstens 0,20 Prozent fällig.
  • Sondertilgungen von 5 bis 10 Prozent sollten möglich sein – idealerweise erhebt die Bank dafür keinen oder einen geringen Aufschlag von 0,05 bis 0,10 Prozent, oder sie verlangt etwa ab dem 3. Mal beispielsweise 100 Euro.

Beispiel 1

Wer eine Immobilie für insgesamt 400.000 Euro kaufen will, muss bei zehn Jahren Zinsbindung sowie einer Tilgung von drei Prozent für ein Darlehen von 360.000 Euro mit einem effektiven Jahreszins zwischen 0,84 Prozent sowie 1,47 Prozent rechnen, informiert die FMH-Beratung.

Beispiel 2

Zahlt ein Käufer hingegen 500.000 Euro für eine Immobilie und nimmt einen Kredit über 400.000 Euro auf, beträgt seine Beleihung 80 Prozent und der Kreditnehmer bringt 20 Prozent Eigenkapital ein. Dafür gibt es laut FMH-Beratung Angebote, bei denen die Zinsbindung 15 Jahre und die Tilgung bei 3 Prozent liegt – mit einem effektiven Jahreszins zwischen 0,88 Prozent und 1,48 Prozent.

Vom Traum zum Haus: die Baufinanzierung richtig planen

Wer den Traum vom eigenen Haus in die Realität umsetzen will, sollte die Baufinanzierung Schritt für Schritt planen.

Schritt 1: den finanziellen Spielraum ermitteln

Am Anfang steht der Kassensturz – eine Gegenüberstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Dann sollte eine Aufstellung des Vermögens folgen. Mit Hilfe eines Baufinanzierungs-Rechners können Käufer und Bauherren ermitteln, wie teuer die Immobilie und wie hoch die Kreditsumme sein dürfen.

Als grobe Orientierung für die Berechnung der Raten gilt:

  • Für das Wohnen sollte man höchstens ein Drittel seines Haushalts-Nettoeinkommens ausgeben.
  • Nach Angaben von Verbraucherschützern sollte die Kreditrate nicht mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen – ein grober Durchschnittswert.
  • Eine weitere Berechnungsgrundlage kann aber auch die monatliche Kaltmiete der derzeitigen Wohnung plus der Überschuss sein, den man am Ende jeden Monats auf seinem Konto hat.

Eine Beispielrechnung der Verbraucherzentralen zur Darlehenssumme lautet: Wer eine monatliche Rate von 700 Euro zahlen kann und das Darlehen mit einem Zinssatz von 2,5 Prozent innerhalb von 15 Jahren tilgen will, darf höchstens eine Darlehenssumme von 104.981 Euro aufnehmen.

Schritt 2: bezahlbare und passende Immobilie suchen

Stehen das Budget, die monatlich stemmbaren Raten, der Kaufhöchstpreis und die Darlehenssumme fest, können Käufer nach einer passenden Immobilie suchen. Die Immobilienpreise unterscheiden sich je nach Region stark. Daher ist es sinnvoll auszurechnen, ob das Wunschobjekt vergleichsweise teuer ist und ob es vielleicht sogar günstiger wäre, eine Immobilie in der Lage zu mieten.

Das hängt auf der einen Seite von der künftigen Entwicklung der Miet- und Kaufpreise ab, auf der anderen Seite hilft bei dieser Rechnung das Kaufpreis-Miet-Verhältnis.

Ganz grob gesagt, teilen dabei Interessenten den Immobilienkaufpreis durch die Jahreskaltmiete eines Objekts, das in Lage, Ausstattung und Größe vergleichbar ist. Ergibt sich dann ein Wert von 20, handelt es sich um einen günstigen Kaufpreis. Liegt der errechnete Wert bei 25 oder mehr, deutet dies auf einen hohen Kaufpreis hin.

Schritt 3: Finanzierungsangebote einholen und die Immobilie bewerten lassen

Wenn Käufer ein konkretes Objekt im Blick haben, folgt die Suche nach einer Baufinanzierung. Kreditgeber bewerten nicht nur die Kreditwürdigkeit und finanzielle Situation des Kunden, sondern auch den Wert der Immobilie. Der Beleihungswert sagt aus, welche Summe der Kreditgeber im Fall eines Verkaufs oder einer Versteigerung über die Jahre hinweg für die Immobilie erzielen könnte.

Sollte der Darlehensnehmer mit seinen Zahlungen in Rückstand geraten, darf die Bank die Immobilie notfalls verkaufen oder zwangsversteigern. Mit Abschluss eines Annuitätendarlehens kann der Kreditgeber nämlich eine Grundschuld oder Hypothek eintragen lassen, falls der Kreditnehmer beispielsweise in Kurzarbeit muss, seinen Job verliert oder plötzlich unerwartete Mehrausgaben hat.

Das bedeutet: Die Immobilie dient der Bank bzw. dem Kreditgeber als Sicherheit – das Grundstück wird mit diesem Grundpfandrecht belastet. Dies räumt der Bank bzw. dem Kreditgeber die Möglichkeit ein, bei Zahlungsrückständen das Haus notfalls zu verkaufen – um so das geliehene Geld wieder zurückzubekommen.

So entstehen der Bank selten Risiken, denn die Immobilie dient ihr als Sicherheit. Deshalb sind die Zinsen für ein Baudarlehen meist sehr viel niedriger als bei einem Ratenkredit.

Schritt 4: Beleihungswert ermitteln und Angebote vergleichen

Der Beleihungswert kann je nach Kreditgeber und Immobilie schwanken. Meist liegt er zwischen 70 und 90 Prozent des Verkaufspreises. Zieht man vom Verkehrswert den Sicherheitsabschlag ab, ergibt sich daraus die Beleihungsgrenze. Mit diesem Wert rechnet die Bank die Darlehenssumme aus, die sie bereit ist, dem Kunden zu geben. Der Beleihungswert legt also auch fest, wie viel Eigenkapital ein Kunde braucht.

Schritt 5: Die Verträge prüfen lassen und unterschreiben

Erst wenn die Finanzierung steht, können Kreditnehmer den Kauf- oder Bauvertrag unterzeichnen. Vorher sollten sie die Unterlagen von einem unabhängigen Fachmann prüfen lassen – beispielsweise von einem Fachanwalt, von Gutachtern des Bauherren-Schutzbundes oder von einem Experten der Verbraucherzentrale.

Wichtig zu wissen: Ein Notar muss zwar Fragen beantworten und auf die Vollständigkeit der Unterlagen achten. Er ist in seiner Rolle aber neutral und damit nicht als Berater für den Käufer oder Verkäufer tätig.

Tipp: Je länger man Zeit hat, um die Immobilie abzubezahlen, umso teurer darf sie sein. Darlehensnehmer sollten bei der Finanzierungsplanung allerdings genügend Puffer einplanen. Eine Empfehlung lautet: zwei bis drei Monatsgehälter beiseitelegen.

Auch an spätere Instandhaltungskosten sollten Immobilienbesitzer denken. Am besten setzen sie jedes Jahr etwa 2 Prozent des Wertes der Bausubstanz an – das ist der Preis der Immobilie abzüglich des Grundstückswerts.

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Worauf sollten Kreditnehmer bei der Suche nach Angeboten achten?

Nicht nur Banken und Sparkassen bieten Baukredite an, auch Versicherungen und Bausparkassen mischen hier mit. Gegenüber Kreditinstituten und Darlehensvermittlern ist nach Ansicht von Verbraucherschützern allerdings eine gesunde Skepsis angebracht, da diese ein Interesse an hohen Zinserträgen und Provisionszahlungen haben.

Zinshöhe: Sollzins oder Effektivzins?

Der Sollzins hieß früher auch Nominalzins. Er zeigt den Prozentsatz an, den die Bank pro Jahr für das Darlehen verlangt. Der effektive Jahreszins bezieht sich dagegen auf die gesamte Laufzeit des Darlehens und beinhaltet weitere Kosten, den die Bank etwa für die Wertermittlung und Besicherung der Immobilie einberechnen muss. Dieser Wert wird deshalb oft bei einem Zinsvergleich herangezogen. Damit er fair ist, müssen bei den Angeboten die Zinsbindung sowie die Darlehenssumme übereinstimmen.

Zinsbindung

Zur Auswahl stehen bei der Zinsbindung in der Regel 5, 10, 15, 20 oder gar 25 und 30 Jahre. Grundsätzlich gilt: Ist die Zinsbindung kurz, bieten Banken oft einen günstigeren Zinssatz an. Andererseits können sich Kreditnehmer mit einer längeren Zinsbindung derzeit niedrige Zinsen sichern. Dafür verlangen die meisten Banken jedoch Aufschläge.

Gibt es in den kommenden Jahren keine Zinssteigerungen, zahlen Darlehensnehmer also unter Umständen drauf. Andererseits: Steigen die Zinsen nach der Zinsbindung, dauert es bei gleicher Tilgungsrate länger, das Darlehen abzubezahlen. Kreditnehmer müssen also abwägen, wie viel ihnen die Zinssicherheit wert ist und ob sie sich die Immobilie auch bei steigenden Zinsen leisten können.  

Tipp: Wie sich die Zinsen entwickeln, kann niemand vorhersehen. Verbraucherschützer raten, Zinsprognosen weitgehend zu ignorieren. Im Zweifel können Verbraucher ein Darlehen immerhin nach 10 Jahren kündigen, die Bank kann dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.

Die Zinsbindung hängt auch von der Höhe der Tilgungsrate ab. Wer rasch tilgt, braucht eine kürzere Zinsbindung.

  • Tilgung: Der Standardsatz liegt häufig bei 2 Prozent. Finanzexperten raten jedoch, bei niedrigen Zinsen eine anfängliche Tilgungsrate von mindestens drei Prozent zu vereinbaren, damit der Kreditnehmer bis zum Rentenalter schuldenfrei ist. Da man die Raten über die gesamte Laufzeit des Darlehens durchhalten muss, ist Vorsicht angebracht. Je flexibler Kreditnehmer die Tilgung anpassen können, desto besser.
  • Sondertilgung: Auf diesem Weg können Kreditnehmer die Rückzahlung ihres Darlehen beschleunigen. Da sich die Laufzeit durch Sondertilgung verkürzt, sinkt die Zinslast. Viele Banken bieten mittlerweile eine jährliche Sondertilgung von 5 bis 10 Prozent der Darlehenssumme kostenfrei an. Darlehensnehmer sollten explizit danach fragen. Für höhere Sondertilgungen verlangen viele Banken einen Aufschlag. Erwartet der Kreditnehmer eine Erbschaft oder eine Bonuszahlung, kann es sich lohnen, im Vertrag eine höhere Sondertilgung zu vereinbaren.
  • Bereitstellungszinsen: In der Regel dauert es eine Weile, bis es mit dem Kauf oder Bau einer Immobilie losgeht. Vor allem bei einem Neubau brauchen Kreditnehmer nicht sofort die gesamte Darlehenssumme. Viele Banken verlangen für ein Darlehen, das nicht abgerufen wird, allerdings einen Bereitstellungszins. Einige Banken vereinbaren auch mit Kunden eine Frist, in der sie das Darlehen zinsfrei bereitstellen. Üblich sind dafür etwa sechs bis zwölf Monate.
  • Berechnungsgrundlage: Die Angebote, mit denen Kreditinstitute werben, sind häufig für Musterkunden erstellt. Im Einzelfall kann der persönliche Zinssatz höher liegen. Um ein verbindliches Angebot zu bekommen, müssen Kunden ihre finanziellen Verhältnisse offenlegen. Unter anderem geht es um ihr Vermögen, die Höhe des Einkommens und die Kreditwürdigkeit. Auch der Beleihungswert einer Immobilie ist für die Kreditentscheidung wichtig. Davon hängt ab, wie viel Eigenkapital man für den Gesamtbetrag aus eigener Tasche aufwenden muss.
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  • Bedarfsgerechte Beratung: Damit das Darlehen zu den Bedürfnissen des Kunden passt, sollten Berater nach dem Alter, Einkommen und Vermögen des Kreditnehmers fragen. Auch finanzielle Verpflichtungen und der Zeitpunkt, wann man schuldenfrei sein will, sollten zur Sprache kommen. Weitere wichtige Fragen, die sich Kreditnehmer stellen sollten, sind: Wie viel Eigenkapital steht ihnen zur Verfügung? Welche Gelder werden in den kommenden Monaten und Jahren frei? Erwarten Sie einen Bonus des Arbeitgebers, die Auszahlung einer Versicherung oder etwa eine Erbschaft? Welche Kosten können Sie langfristig einsparen?
  • Vollständige Angaben: Berater sind dazu verpflichtet, auf Risiken hinzuweisen. Zudem haben Kunden den Anspruch auf verpflichtende Informationen – dazu gehören etwa Angaben zur Darlehenshöhe, zum effektiven Jahreszinssatz, der Tilgungsplan sowie Hinweise auf das Widerrufsrecht.
  • Bearbeitungszeit: Da viele Immobilien gefragt sind, brauchen potenzielle Käufer häufig eine schnelle Kreditzusage von der Bank. Hier kommt es darauf an, wie schnell der Kreditgeber den Antrag bearbeitet und eine verbindliche Zusage gibt.

Wie viel Eigenkapital brauchen Darlehensnehmer?

Ohne Eigenkapital geht es kaum. Eine Faustregel besagt: Das Eigenkapital sollte die Kaufnebenkosten und idealerweise 20 Prozent des Gesamtbetrages abdecken. Die Kaufnebenkosten liegen etwa zwischen 5 und 15 Prozent der Gesamtkosten, abhängig davon, ob beispielsweise ein Makler beteiligt ist und wie hoch die Grunderwerbsteuer im jeweiligen Bundesland ist. Weitere Ausgaben fallen für den Grundbucheintrag sowie die Notarkosten an.

Das Eigenkapital kann beispielsweise aus Wertpapieranlagen, Bausparverträgen, Lebensversicherungen oder Sparverträgen stammen. Je mehr Erspartes ein Käufer zur Verfügung hat, umso besser. Die Kreditinstitute verlangen für niedrige Eigenkapitalanteile oft einen Aufschlag.

Kunden, die mehr als die Hälfte der Immobilienfinanzierung aus eigenen Mitteln stemmen, bekommen Top-Zinsen. Das zeigt ein Beispiel der FMH-Finanzberatung: Wer eine Immobilie für 500.000 Euro kaufen will und sich für ein Darlehen mit 3 Prozent Tilgung sowie zehnjähriger Zinsbindung entscheidet, kann sich einen Effektivzins von 0,37 Prozent sichern, sofern er 50 Prozent Eigenkapital einbringt (Stand: 25. September 2020). Kann der Kreditnehmer das Darlehen innerhalb von zehn Jahren tilgen, liegt der Effektivzins sogar nur bei 0,29 Prozent.

Wie sinnvoll ist eine 100-Prozent-Finanzierung?

Einige Banken bieten auch eine 100-Prozent-Finanzierung an, dafür verlangen sie jedoch mitunter Zinsaufschläge von bis zu 1,30 Prozent. Laut FMH-Finanzberatung müssen Kunden dann teils mit doppelt oder sogar dreifach so hohen Effektivzinsen wie etwa bei einer 60-Prozent-Finanzierung rechnen.

Dennoch: Eine 100-Prozent-Finanzierung kann etwas für Käufer sein, die zwar kein nennenswertes Kapital haben, dafür langfristig über ein hohes, sicheres Einkommen verfügen. Insgesamt dauert diese Art der Finanzierung aber oft länger und ist teurer als eine Mischung aus Eigenkapital und Darlehen.

Welche Arten der Immobilienfinanzierung gibt es noch?

Es gibt unterschiedliche Varianten, eine Immobilie zu finanzieren. Beispielsweise kann man dafür einen KfW-Kredit, Wohn-Riester und Baukindergeld nutzen. Einige Kreditvermittler bieten auch an, dass die Tilgung in einen Sparvertrag, beispielsweise in einen Fondssparplan, eine Lebensversicherung oder einen Bausparvertrag, fließt. Das lohnt sich nur, wenn der Wertzuwachs des Sparvertrags nach Abzug der Kosten und Steuern über den Kosten des Darlehens liegt.

Auch von einer Bauspar-Sofort-Finanzierung, die ein Darlehen mit einem Bausparvertrag kombiniert, raten Verbraucherschützer ab. Hier liegt der Gesamteffektivzins in der Regel über dem Zinssatz für das Darlehen und für das Bauspardarlehen.

Grundsätzlich gilt: Kreditnehmer sollten nur Finanzierungsverträge unterschreiben, die sie verstehen. Finger weg von kleinteiligen, komplizierten Verträgen! Auch von Kombinationen aus Lebensversicherung, Bausparverträgen oder Investmentfonds mit Darlehen raten Verbraucherschützer fast immer ab, weil sie teuer, unflexibel und manchmal sogar riskant sind.

Was gibt es bei der Anschlussfinanzierung zu beachten?

Läuft die Zinsbindung aus, ist die Immobilie selten vollständig finanziert. Wer das schaffen will, muss eine hohe Tilgung vereinbaren. Alle anderen Kreditnehmer brauchen am Ende der Zinsbindung einen Anschlusskredit.

Darum können sich Darlehensnehmer schon frühzeitig kümmern: Ein Forward-Darlehen sichert ihnen die derzeit niedrigen Zinsen für einen späteren Zeitpunkt. Das kann man schon drei Jahre, bevor die Zinsbindung für das aktuelle Darlehen endet, abschließen.

Wermutstropfen: Kunden müssen dafür mit einem Aufschlag rechnen, der nach Angaben der Verbraucherzentralen derzeit bei rund 0,2 Prozentpunkten pro Jahr Restlaufzeit des aktuellen Darlehens liegt. Sollten die Zinsen in der Zwischenzeit nicht steigen oder gar fallen, müssen Darlehensnehmer das Forward-Darlehen jedoch wie vereinbart annehmen.

Wie können sich Darlehensnehmer gegen Risiken absichern?

Krankheit, Jobverlust, Scheidung oder der Tod eines Familienmitglieds: Im Leben kann jederzeit etwas Unvorhergesehenes passieren und den Kauf oder Bau einer Immobilie gefährden. Auch die Insolvenz einer Baufirma, Mängel oder Verzögerungen auf der Baustelle können die Finanzierung verteuern.

Gegen einige Risiken können sich Darlehensnehmer wappnen. Eine beliebte Absicherung bei der Baufinanzierung ist beispielsweise eine Risikolebensversicherung. Stirbt (einer) der Kreditnehmer, schützt die Police die Hinterbliebenen vor den finanziellen Folgen seines Tods und kann verhindern, dass die Familie durch Zahlungsengpässe das Eigenheim verliert.

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Weitere Fragen zum Thema Baufinanzierung

Wann kann man ein Darlehen umschulden und wann lohnt sich das?

Das ist nur möglich, wenn die Zinsbindung länger als 10 Jahre beträgt. Dann können Darlehensnehmer den Vertrag mit einer Frist von 6 Monaten kündigen. Häufig verlangt die Bank dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung, so dass sich das Umschulden häufig nicht lohnt. Bei kürzeren Zinsbindungen können Darlehensnehmer den Vertrag gar nicht vor Ablauf der Zinsbindung kündigen und somit auch nicht umschulden.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Immobilienpreise?

Die Immobilienpreise sind in manchen Regionen stark angestiegen, daran ändert auch die Corona-Krise nichts. Ein Preisrückgang bei Wohnimmobilien lässt sich derzeit nicht feststellen, zeigt der Immobilienpreisindex des Verbandes deutscher Pfandbriefbanken.

Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage?

Das hängt von der Wertentwicklung ab. Eine Immobilie ist als Kapitalanlage keinesfalls risikoarm. Ihr Wert kann im Laufe der Zeit sinken, zum Beispiel weil die Bausubstanz nachlässt. Wenn die Grundstückspreise in der Region anziehen, kann er aber auch steigen. 

Wie unterstützt der Staat Familien bei der Immobilienfinanzierung?

Familien sollten sich nach Fördermöglichkeiten erkundigen. Unter bestimmten Umständen können sie vom Baukindergeld profitieren. Pro Kind und Jahr gibt es 1 200 Euro für maximal 10 Jahre. Voraussetzung, um den Antrag bei der KfW-Bank zu stellen: Eltern haben zwischen dem 1. Januar 2018 und 31. März 2021 einen Kaufvertrag unterzeichnet oder eine Baugenehmigung erhalten. Der Bund hat den Förderzeitraum übrigens um drei Monate bis März 2021 verlängert.

Was passiert, wenn das Kaufvorhaben scheitert?

Wer eine Immobilie verkaufen muss, die noch nicht abbezahlt ist, geht ein hohes Risiko ein und muss oft mit Verlusten rechnen. Selten übernehmen Kaufinteressenten bereits gezahlte Nebenkosten. Außerdem müssen Kunden, die ihr Darlehen vor Ende der Zinsbindung kündigen und zurückzahlen wollen, damit rechnen, dass die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt.