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Berufsunfaehigkeitsversicherung

Die besten Berufsunfähigkeitsversicherungen 2024 im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat 29 der besten Berufsunfähigkeitsversicherungen analysiert, die es derzeit am Markt gibt.
  • 14 davon schneiden mit der Note „sehr gut“ ab.
  • Spitzenreiter ist der Tarif „SBU/Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit“ der Versicherungsgesellschaft Zurich Deutscher Herold.

Schon jeder vierte Deutsche wird im Laufe seines Berufslebens erwerbsunfähig, wie es von der Deutschen Rentenversicherung heißt. Und dann? Droht der finanzielle Ruin. Denn wer nach dem 1. Januar 1961 geboren wurde, erhält lediglich die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Und diese Rente reicht kaum aus, um über die Runden zu kommen – sie liegt im Durchschnitt unter dem Niveau der Grundsicherung.

Jeder, der von seinem Arbeitseinkommen lebt, sollte daher eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.

Der Abschluss sollte möglichst jung unter Dach und Fach gebracht werden – je jünger und gesünder Versicherte sind, desto besser sind die Konditionen. Zudem ist es wichtig, das Kleingedruckte zu studieren, damit der Tarif das leistet, was er soll: Im Ernstfall soll die Versicherung genug Rente zahlen, um den Wegfall des Einkommens zu kompensieren.

Welche Klauseln wichtig sind, damit die Berufsunfähigkeitsversicherung auch zahlt

Wann die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, hängt davon ab, was genau im Vertrag festgehalten wurde. Folgende Punkte machen einen zuverlässigen Schutz im Falle einer Berufsunfähigkeit aus:

  • Rente bei Berufsunfähigkeit: Bei Unfällen, Krankheiten oder übermäßigem Kräfteverfall, die eine Berufsausübung zu mindestens 50 Prozent verhindern, wird gezahlt. Auch nach einem Berufswechsel bleibt dieser Grundsatz bestehen.
  • Fokus auf den aktuellen Beruf: Der zuletzt ausgeübte Beruf ist maßgeblich für die Anerkennung der Berufsunfähigkeit. Nicht potenzielle Alternativberufe, die der Versicherte ausüben könnte.
  • Definition der Berufsunfähigkeit: Ist der Versicherte für voraussichtlich sechs Monate zu über 50 Prozent eingeschränkt, gilt er als berufsunfähig.
  • Rückwirkende Rentenzahlung: Ab dem ersten Tag der sechsmonatigen Einschränkung sollte die Rente fließen. Auch bei späterem Melden sind bis zu drei Jahre rückwirkende Zahlungen möglich.
  • Flexibilität bei Beitragszahlungen: Während die Versicherung einen Anspruch auf Leistung prüft, darf der Versicherungsnehmer seine Beiträge auf Wunsch stunden.
  • Fairness gegenüber dem Versicherten: Keine Kündigungen oder Beitragsanpassungen, wenn Vorerkrankungen unabsichtlich nicht genannt wurden.
  • Weltweiter Schutz: Der Vertrag sollte überall gelten.
  • Keine Rückforderungen: Sollte die Berufsunfähigkeit nicht anerkannt werden, sollte der Versicherer keine bereits gezahlten Renten zurückverlangen.
  • Zusätzliche Angebote: Einige Anbieter haben Extras wie Reha-Unterstützung, doch dies sollte nur ein Bonus und nicht das Entscheidungskriterium für einen Tarif sein.

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Kosten der Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht billig. Nicht jeder kann und will sie sich leisten. Wer sich als gesunder, junger Berufseinsteiger frühzeitig versichert, ist finanziell im Vorteil. Doch je nach Beruf und Anbieter unterscheiden sich die Beiträge enorm:

Eine aktuelle Auswertung des Analysehauses Franke und Bornberg für verschiedene Musterfälle zeigt: Ein 30-jähriger Handwerker müsste bei einer der zehn besten Berfusunfähigkeitsversicherungen pro Monat mindestens zwischen 124,65 Euro und 164,18 Euro für eine Versicherung bezahlen, die ihm im Fall der Fälle eine Rente von 1.500 Euro garantiert.

Die 10 besten Berufsunfähigkeitsversicherungen für Handwerker

Tarifname
Unternehmen
RatingPrämie
Netto
Brutto
Bewertung
Gesamt
ERGO BU Premium
ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG
FFF+144,98 €
219,67 €
97 Punkte
SBU|Baustein Arbeitsunfähigkeit
VOLKSWOHL BUND Lebensversicherung a.G.
FFF+141,14 €
217,55 €
95 Punkte
Golden BU|Baustein Arbeitsunfähigkeit
LV 1871 Lebensversicherung von 1871 a. G. München
FFF+142,42 €
215,79 €
95 Punkte
SBU-professional|Baustein Arbeitsunfähigkeit
Dialog Lebensversicherungs-AG
FFF+146,14 €
194,85 €
95 Punkte
SBU|Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG
FFF+149,74 €
199,65 €
95 Punkte
SBU Premium-Plus-EU
Hannoversche Lebensversicherung AG
FFF+150,97 €
201,29 €
93 Punkte
SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS|Baustein Arbeitsunfähigkeit
SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG
FFF+124,65 €
191,77 €
92 Punkte
SBU|Baustein Arbeitsunfähigkeit
Württembergische Lebensversicherung AG
FFF+154,00 €
213,30 €
92 Punkte
SBU Tarif 56|Baustein AU
Münchener Verein Lebensversicherung AG
FFF141,00 €
201,43 €
91 Punkte
SBU EGO Top|Baustein Leistung bei Krankschreibung
HDI Lebensversicherung AG
FFF+164,18 €
218,91 €
91 Punkte
Quelle: Franke und Bornberg
Stand: Juli 2023

Bei den Nettoprämien handelt, die bereits Überschüsse des Versicherers berücksichtigt. Fallen diese im Vertragsverlauf weg, kann der Versicherer die Beiträge bis zur Bruttoprämie erhöhen. Diese liegt wesentlich höher – im Beispiel des Handwerkers in der Spitze bei fast 220 Euro, beim Akademiker bei knapp 90 Euro. Vor Vertragsabschluss sollte man sich also auch die Bruttoprämie genau ansehen.

Übrigens: Auch bestimmte Hobbys wie Klettern oder Fallschirmspringen können die Versicherung verteuern, sind möglicherweise sogar ein Ausschlusskriterium.

Tarife zu vergleichen lohnt sich, denn jeder Versicherer bewertet Risiken anders.

Tipp: Die Beiträge zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung lassen sich steuerlich absetzen. Sie zählen als Sonderausgaben, die das zu versteuernde Einkommen mindern und in der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Tarife für Nicht-Handwerker

Die unabhängige Ratingagentur Franke und Bornberg hat auch 29 der besten Berufsunfähigkeitsversicherungen analysiert, die für Kaufmänner am Markt gibt. 21 davon schneiden mit der Note „sehr gut“ ab.

Grundlage war hier folgender Modellfall: Ein Bankkaufmann mit festem Job, der 30 Jahre alt ist, will eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, die bis zu seinem 67. Lebensjahr läuft und ihm im Falle der Berufsunfähigkeit eine monatliche Rente von 1.500 Euro garantiert.

Die 10 besten Berufsunfähigkeitsversicherungen für Kaufmännische Angestellte auf einen Blick

Tarifname
Unternehmen
RatingPrämie
Netto
Brutto
Bewertung
Gesamt
SBU EGO Top|Baustein Leistung bei Krankschreibung
HDI Lebensversicherung AG
FFF+63,19 €
84,25 €
100 Punkte
SBU|Baustein Leistung bei Arbeitsunfähigkeit
Zurich Deutscher Herold Lebensversicherung AG
FFF+67,44 €
89,92 €
96 Punkte
BUV-PLUS premium
Stuttgarter Lebensversicherung a. G.
FFF+68,98 €
98,55 €
96 Punkte
SBU|Baustein Arbeitsunfähigkeit
Württembergische Lebensversicherung AG
FFF+69,76 €
96,31 €
96 Punkte
SBU Premium mit AU
Gothaer Lebensversicherung AG
FFF+70,20 €
96,10 €
95 Punkte
SBU Premium Plus
Hannoversche Lebensversicherung AG
FFF+71,51 €
95,35 €
95 Punkte
SBU-professional|Baustein Arbeitsunfähigkeit
Dialog Lebensversicherungs-AG
FFF+71,82 €
95,76 €
95 Punkte
ERGO BU Premium
ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG
FFF+74,15 €
112,35 €
93 Punkte
SBU PROTECT Komfort plus
Die Bayerische LV
FFF65,19 €
103,47 €
92 Punkte
E-
SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS|Baustein Arbeitsunfähigkeit

SIGNAL IDUNA Lebensversicherung AG
FFF+65,77 €
101,18 €
91 Punkte
Quelle: Franke und Bornberg
Stand: Juli 2023

Klarer Spitzenreiter ist der Tarif „SBU EGO Top|Baustein Leistung bei Krankschreibung“ der HDI Lebensversicherung AG. Er schneidet mit der Note „sehr gut“, einem „FFF+“ und insgesamt 100 von 100 Punkten ab.

Großer Pluspunkt dieses Tarifes: Die Differenz zwischen Netto- und Bruttoprämie ist sehr gering. Von monatlichen 63,19 Euro nach Vertragsabschluss kann der Beitrag auf maximal 84,25 Euro angehoben werden.

Bei den handwerklichen Berufen liegt die BU „ERGO BU Premium“ der ERGO Vorsorge Lebensversicherung AG eindeutig vorn.

Mit der Note „sehr gut“, einem „FFF+“ und insgesamt 97 von 100 Punkten zahlen Versicherte eine Nettoprämie von 144,98 Euro, die maximal auf einen Bruttobeitrag von 219,67 Euro steigen kann.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung dient als finanzieller Anker in stürmischen Zeiten. Wenn Krankheit oder Unfall dazu führen, dass der gewählte und oft jahrelang ausgeübte Beruf nicht mehr weitergeführt werden kann, leistet diese Versicherung entscheidende Unterstützung.

Im Gegensatz zur Arbeitsunfähigkeit, die oft nur einen temporären Ausfall des Einkommens bedeutet, kann die Berufsunfähigkeit dauerhafte finanzielle Einbußen mit sich bringen. Deshalb erweist sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung als kluge und vorausschauende Entscheidung, um gegen solche Risiken gewappnet zu sein.

Wichtig: Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente, die Versicherungsnehmer erhalten, hängt nicht mit der Höhe des letzten Einkommens ab. Sie wird vertraglich vereinbart.

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Gesundheitsfragen – lieber die Wahrheit sagen

Die ausführlichen Gesundheitsfragen sind große Hürden auf dem Weg zur Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer eine Police abschließen möchte, sollte sie unbedingt wahrheitsgemäß beantworten! Tritt eine Berufsunfähigkeit ein, prüfen die Versicherer nämlich penibel. Wer dann zuvor Informationen verschwiegen oder falsche Angaben gemacht hat, könnte gänzlich leer ausgehen, weil sich die Versicherung weigert zu zahlen.

Die Versicherer fragen für gewöhnlich nach ambulanten Behandlungen, die bis zu fünf Jahre zurückliegen und allen stationären Aufenthalten in den vergangenen zehn Jahren.

Für bestehende Vorerkrankungen verlangt der Versicherer in der Regel einen Risikozuschlag oder einen Leistungsausschluss. Es lohnt sich, dem Anbieter im Vorfeld möglichst ausführliche Informationen einzureichen und auch bei Ärzten und der Krankenkasse nachzufragen, damit sich die Risikoprüfer der Versicherer ein gutes Bild machen können.

Tipp: Beim Arbeitgeber nachfragen, ob über einen Gruppenvertrag die Möglichkeit besteht, eine Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Vorerkrankungen oder Risikoberuf abzuschließen.

Richtwert zur vereinbarten Rente: Rund 80 Prozent des Nettolohns

Wer sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidet, sollte die vereinbarte Rente hoch genug ansetzen. Sie muss alle Lebenshaltungskosten abdecken und – ab dem Tag, an dem man berufsunfähig wird – auch die Altersvorsorge.

Ein Richtwert: Nicht weniger als 1.000 Euro ansetzen – besser an einer Summe von 1.500 Euro orientieren. Empfehlenswert ist, ungefähr 80 Prozent des Nettolohns zu versichern.

Die Anfangskosten der Berufsunfähigkeitsversicherung nach Vertragsabschluss, der so genannte Nettobeitrag, können im Laufe der Zeit von der Versicherung erhöht werden – zum Beispiel, wenn die Versicherung weniger Überschuss erwirtschaftet hat.

Deshalb sollte der Unterschied zwischen Brutto- und Nettoprämie so gering wie möglich sein.

Fallstricke im BU-Vertrag

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist wie ein Sicherheitsnetz für den Ernstfall – doch beim Abschluss lauern manchmal Tücken im Detail. Um sicherzustellen, dass dieses Netz hält, wenn es wirklich darauf ankommt, sollten einige Fallstricke unbedingt beachtet werden.

Nachversicherungsgarantie

Im Vertrag sollte auf eine „Nachversicherungsgarantie“ Wert gelegt werden. Das bedeutet: Der Versicherte kann die Höhe der Rente anpassen, falls sich seine Lebenssituation ändert, er zum Beispiel heiratet oder eine Familie gründet. So lässt sich auch auf die Inflation reagieren.

Doch Vorsicht: Auch mit der Nachversicherungsgarantie können die Beiträge für die Versicherung steigen, allerdings nicht jedes Jahr. Versicherte sollten darauf achten, dass ihre Berufsunfähigkeitsversicherung langfristig bezahlbar bleibt.

Abstrakte Verweisung

In einem guten Vertrag sollte der Versicherer auf die Möglichkeit einer „abstrakte Verweisung“ verzichten. Sonst geht der Versicherte, falls er theoretisch noch in einem anderen, gleichwertigen Beruf arbeiten kann, leer aus – egal, ob er eine Anstellung findet oder nicht.

Warte- und Karenzzeiten

Prinzipiell zahlt die Versicherung, wenn ein Arzt eine Berufsunfähigkeit für sechs Monate prognostiziert – das geschieht aber meist nur mit Verzögerung. Versicherte sollten daher nur Verträge abschließen, die bis zu drei Jahre rückwirkend die Berufsunfähigkeitsrente auszahlen. Auch Policen, die für Kunden eine Wartezeit oder Karenzeit vorsehen, nachdem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde, sind unvorteilhaft.

Damit die Rente in voller Höhe ausgezahlt wird, sollte im Vertrag anstelle einer so genannten „Staffelregelung“ eine „Pauschalregelung“ vereinbart sein.

Befristete Anerkenntnisse und Anzeigepflicht nach Vertragsabschluss

Auf „befristete Anerkenntnisse“ sollten Verbraucher verzichten. Sonst müssen sie nach Ablauf einer Frist erneut nachweisen, dass sie immer noch berufsunfähig sind. Ebenfalls nicht empfehlenswert: eine „Anzeigepflicht nach Vertragsabschluss“. Das bedeutet, dass sie den Versicherer nach Vertragsabschluss über jeden Berufswechsel oder ein erhöhtes Risiko informieren müssen.

Schutz bis zum Renteneintritt

Nach Möglichkeit sollte man sich bis zu seinem 67. Lebensjahr versichern lassen – dem Alter, ab dem die gesetzliche Rente greift. Wer sparen will und meint, eine gewisse Zeit ohne Berufsunfähigkeitsrente überbrücken zu können, kann die Leistungszeit um ein oder zwei Jahre verkürzen. Dadurch sinken die Beiträge um bis zu 15 Prozent.

Klauseln zu psychischen Erkrankungen

Psychische Erkrankungen sind mittlerweile eine häufige Ursache für Berufsunfähigkeit. Mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer werden heute aufgrund einer solchen Erkrankung berufsunfähig. Einige Verträge haben jedoch restriktive Klauseln oder schließen diese Ursachen komplett aus. Das sollten künftige Versicherungsnehmer vermeiden.

Tücken der Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

KategorieDetails
Nachversicherungsgarantie– Ermöglicht Anpassung der Rentenhöhe bei Lebensänderungen.
Abstrakte Verweisung– Verzicht des Versicherers ist vorteilhaft.
– Sonst kann der Versicherte bei der Fähigkeit zu anderer Arbeit leer ausgehen.
Warte- und Karenzzeiten– Optimal: Auszahlung bis zu 3 Jahre rückwirkend.
– Wartezeiten und Karenzzeiten sind zu vermeiden. Versicherungsnehmer sollten eine Pauschalregelung statt Staffelregelung wählen.
Befristete Anerkenntnisse– Sollte nicht im Vertrag zu finden sein. Andernfalls regelmäßiger Nachweis der Berufsunfähigkeit notwendig.
Anzeigepflicht nach Vertragsabschluss– Risikoreich: Jeder Berufswechsel oder erhöhtes Risiko muss gemeldet werden.
Schutzdauer– Idealerweise bis 67. Lebensjahr.
– Kürzere Laufzeit kann Beiträge reduzieren, birgt aber Risiken.
Klauseln zu psychischen Erkrankungen– Häufiger Grund für Berufsunfähigkeit.
– Es muss auf restriktive Klauseln oder Ausschlüsse geachtet werden.
Quelle: Eigene Recherche
Stand August 2023

Für wen lohnt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bietet eine entscheidende finanzielle Absicherung, besonders für Personen, die stark auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind. Die von staatlicher Seite gebotene Absicherung erweist sich oft als unzureichend, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Junge und angehende Berufstätige

Besonders ratsam ist diese Absicherung für Erwerbstätige, die auf ihr Einkommen angewiesen sind, sowie für Selbstständige. Auch für junge Menschen, seien es Berufseinsteiger, Studierende oder Auszubildende, lohnt sich der frühzeitige Abschluss einer solchen Versicherung. Das gilt vor allem, wenn sie sich für Berufsfelder wie das Handwerk, den sozialen Bereich, Sport oder Musik entscheiden, da der Versicherungsabschluss hier später oft teurer oder komplizierter wird.

Sonderfall Beamte

Verbeamtete mit vielen Dienstjahren haben bereits eine finanzielle Absicherung durch ihr Ruhegehalt, auch wenn sie dienstunfähig werden. Aber wenn deren Lebenshaltungskosten das Ruhegehalt übersteigen, sollten sie über eine zusätzliche Dienstunfähigkeitsversicherung nachdenken.

Im Gegensatz dazu sollten Beamte in der Anfangsphase ihrer Laufbahn definitiv eine solche Versicherung in Erwägung ziehen, da sie noch keinen Anspruch auf Ruhegehalt haben.

Situation der Soldaten

Für Zeit-Soldaten ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung ratsam, da sie bei Dienstunfähigkeit in der Regel nur Anspruch auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente haben. Hingegen profitieren Berufssoldaten von ihrem Status als Beamte und sind durch ihr Ruhegehalt abgesichert, sollte ihre Dienstfähigkeit beeinträchtigt werden.

Herausforderung für alle Hausfrauen und Hausmänner

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hausfrauen und -männer kann eine knifflige Angelegenheit sein. Wenn sie in der Familie ausfallen, müssen sie jemanden für die Kinderbetreuung oder als Haushaltshilfe bezahlen. Allerdings ist es für sie oft nicht leicht, einen Vertrag abzuschließen. Gute Tarife sind tendenziell kostspielig und bieten oft nur eine geringe Rentensumme.

Auf einen Blick: Lohnt sich die BU-Versicherung?

ZielgruppeEmpfehlung zur BerufsunfähigkeitsversicherungBegründung
ErwerbstätigeStarkes Angewiesensein auf Arbeitseinkommen
SelbstständigeMeist keine gesetzliche Rentenversicherung
BerufseinsteigerFrühzeitiger Abschluss kann von Vorteil sein
Studierende/AzubisFrüher Einstieg; bestimmte Berufsfelder können teurer werden
Verbeamtete (langjährig)Unter UmständenAbhängig von den Lebenshaltungskosten im Vergleich zum Ruhegehalt
Beamte (Anfänger)Kein Anspruch auf Ruhegehalt
Zeit-SoldatenAnspruch meist nur auf Erwerbsminderungsrente
BerufssoldatenDurch Ruhegehalt abgesichert
Hausfrauen/-männerUnter UmständenHerausforderung beim Abschluss; hohe Kosten, geringe Rente
Quelle: Eigene Recherche
Stand: August 2023

Alternativen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Menschen bekommen keine Berufsunfähigkeitsversicherung – oder jedenfalls nicht zu Konditionen, die sie sich leisten können. Sie sollten sich nach Alternativen umschauen, auch wenn diese weniger Schutz bieten.

Erste Wahl: eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die auch psychische Erkrankungen abdeckt. Sie eignet sich vor allem für Menschen, die ein geringes Einkommen haben oder in riskanten Berufen arbeiten.

Dread-Disease-Versicherung: Absicherung durch Einmalzahlung

Eine Dread-Disease-Versicherung – wörtlich übersetzt Schwere-Krankheit-Vorsorge – verspricht anstelle einer monatlichen Rente eine Einmalzahlung. Sie leistet unabhängig von der beruflichen Leistungsfähigkeit in der Regel nur dann, wenn eine schwere Erkrankung eintritt. Sie springt zudem nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder nach schweren Unfällen ein.

Ansonsten gibt es noch die Grundfähigkeitsversicherung, die einspringt, wenn ein Versicherter verschiedene, insbesondere körperliche Fähigkeiten verliert, also zum Beispiel nicht mehr sehen, hören oder gehen kann. Eine Multi-Risk-Versicherung bietet eine Mischung verschiedener Bausteine.

Professionelle Beratung ist das A und O

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, sollte sich im Vorfeld beraten lassen und am besten mehrere Angebote einholen. Auf eigene Faust finden Laien nur schwer durch das Labyrinth an Angeboten und Vertragsformulierungen.

Mit Hilfe eines Maklers oder Versicherungsberaters können Interessierte eine Risikovoranfrage bei verschiedenen Versicherungen stellen und die Konditionen der einzelnen Anbieter vergleichen, ohne Gefahr zu laufen, abgelehnt zu werden. Ein professioneller Berater unterstützt auch bei Vertrags- und Ausschlussklauseln.

Beispiel für unabhängige Makler und Versicherungsvermittler sind unter anderem:

  • Dr. Klein
  • Hoesch & Partner
  • Buforum24
  • Zeroprov
  • Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
  • P&F

Bewertungen von Analysehäusern

Bewertungen von Analysehäusern können Verbrauchern bei der Wahl eines Tarifs ebenfalls helfen. Beim Haus Franke und Bornberg, das für diesen Vergleich herangezogen wurde, erkennt man Top-Tarife an einem „FFF“ oder sogar „FFF+“.

Neben der Gesamtbewertung kommt es vor allem auf die Kategorie „BU-Kompetenz“ an, für die das Team von Franke und Bornberg Versicherer noch zusätzlich einem besonderen Prüfverfahren unterzieht.

Auch die Finanzkraft des Versicherers sollte man im Blick haben, damit die eigene Rente auch in einigen Jahrzehnten noch garantiert ausgezahlt werden kann.

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Häufig gestellte Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wann die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, liegt am Vertrag. Man sollte zum Beispiel darauf achten, dass sie bei Unfällen, Krankheiten oder übermäßigem Kräfteverfall einspringt, die eine Berufsausübung zu mindestens 50 Prozent verhindern. Das sollte auch bei einem Berufswechsel gelten. Wichtig ist zudem, dass stets der zuletzt ausgeübte Beruf im Mittelpunkt steht. Als berufsunfähig sollte gelten, wer voraussichtlich sechs Monate lang zu über 50 Prozent eingeschränkt ist.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Eine aktuelle Auswertung des Analysehauses Franke und Bornberg für verschiedene Musterfälle zeigt: Ein 30-jähriger Handwerker müsste pro Monat zwischen 103 und 266 Euro für eine sehr gute Versicherung bezahlen, die ihm im Fall der Fälle eine Rente von 1.500 Euro garantiert.

Wie sinnvoll ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Jeder vierte Deutsche wird im Laufe seines Berufslebens erwerbsunfähig. Daher ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung für jeden sinnvoll, der bereits arbeitet oder sich in der Ausbildung für einen späteren Job befindet.