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Kredite für Selbstständige – auch in Zeiten von Corona

Auch Selbstständige und Freiberufler bekommen Kredite. Der Artikel zeigt, wie es geht, welche Alternativen zur Hausbank es gibt und welches Darlehen zu welchem Vorhaben passt.

Schwierige Ausgangslage

Generell gilt: Einen Kredit erhält man nur, wenn man in der Lage ist, das geliehene Geld plus Zinsen zurückzuzahlen. Ein Angestellter oder Beamter belegt diese Fähigkeit insbesondere durch seine Gehalts- beziehungsweise Soldabrechnung.

Selbstständige und Freiberufler dagegen können meist kein regelmäßiges Einkommen nachweisen. Fragen sie bei einer Bank nach einem Darlehen, geht dort die Warnlampe an: Vorsicht, hier droht Zahlungsausfall oder Verzug in der Rückzahlung.

Bessere Chancen haben Selbstständige und Freiberufler allenfalls, wenn die Geschäftsbeziehung zur Bank schon länger besteht und daher ein gewisses Vertrauensverhältnis besteht, Stichwort: Hausbank.

Tipp: Über Kredit-Vergleichsportale wie Check24, Finanzcheck, Smava, Tarifcheck oder Verivox lassen sich aktuelle Angebote und Zinsen schnell und übersichtlich vergleichen.

Banken müssen Kreditwürdigkeit überprüfen

Hinzu kommt: Banken sind vor jeder Kreditvergabe verpflichtet, die Kreditwürdigkeit des Kunden zu prüfen (§§ 505a, 505b BGB, § 18a KWG). Welche Unterlagen ein Kreditnehmer vorlegen muss, bestimmt die Bank und richtet sich nach der Art und Höhe des Kredits.

Laut Finanzaufsicht BaFin sind grundsätzlich solche Unterlagen vorzulegen, die es dem Institut ermöglichen, die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, das heißt dessen Bonität, umfassend zu beurteilen.

Standardmäßig dabei ist eine Abfrage bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa). Die Wirtschaftsauskunftsdatei wurde 1927 gegründet, um Zahlungserfahrungen von Unternehmen aufzunehmen, zu speichern und an die Unternehmen, die Teil dieser Schutzgemeinschaft sind, weiterzugeben.

Aus den bisherigen Ausführungen lassen sich bereits eine Checkliste sowie ein paar Tipps ableiten, wie Selbstständige und Freiberufler ihre Chancen auf einen Bankkredit verbessern.

Checkliste: So klappt´s mit dem Kredit!

1. Einwandfreie Bonität

Die Schufa muss bestätigen, dass ein Selbstständiger oder Freiberufler immer rechtzeitig seine Verbindlichkeiten zahlt. Mit einem Negativeintrag gibt es sehr wahrscheinlich keinen Kredit.

Kommt nämlich neben der unsicheren Einkommenssituation eine schlechte Zahlungsmoral hinzu, ist einer Bank das Risiko zu groß, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird.

Tipp: Potenzielle Kreditnehmer sollten vor einer Kreditanfrage ihren Schufa-Eintrag einholen. Die Auskunftei ist verpflichtet, einem Antragsteller eine kostenlose Datenkopie zur Verfügung zu stellen (Art. 15 DSGVO).

Je höher der Schufa-Score-Wert, desto eher gewährt die Bank den Kredit und desto günstiger ist der Zinssatz.

2. Vollständige Geschäftsunterlagen

Zum Banktermin sollten potenzielle Kreditnehmer die Einkommenssteuerbescheide der letzten drei Jahre mitbringen, eine aktuelle betriebliche Auswertung (BWA), eine Liste aller laufenden Verbindlichkeiten und eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

So kann sich die Bank ein Bild von den wirtschaftlichen Verhältnissen des Selbstständigen oder Freiberuflers machen. Existenzgründer benötigen für die Beantragung eines Kredits einen Businessplan.

3. Sicherheiten anbieten

Da das Einkommen eines Selbstständigen oder Freiberuflers aus Sicht der Bank keine Sicherheit ist, sollte der potenzielle Kreditnehmer dem Institut andere Garantien anbieten.

Beispiele sind Immobilieneigentum, ein teures Auto oder eine Risikolebensversicherung. So ist gewährleistet, dass die Bank im Fall eines Rückzahlungsausfalls durch Geschäftsaufgabe, Krankheit oder Tod dennoch ihr Geld bekommt. (Streng genommen gehört das Geld nicht der Bank, sondern den Kunden, die das Geld bei der Bank einliegen haben).

Tipp: Die Einbringung von Sicherheiten ist allein deshalb überlegenswert, weil es die Zinsbelastung eines Kredits reduziert.

4. Bürgen stellen

Sofern keine Sicherheiten vorhanden sind, könnte der potenzielle Kreditnehmer der Bank einen Bürgen nennen. Dieser würde den Schuldendienst aus dem Kredit übernehmen, sollte der Selbstständige oder Freiberufler dazu nicht mehr in der Lage sein. Ehepartner sind oft die Bürgen.

Tipp: Selbstständige und Freiberufler sollten eine Kreditbesicherung durch eine Bürgschaftsbank prüfen lassen. Alle dafür erforderlichen Schritte übernimmt die normale Geschäftsbank, bei welcher der Kreditantrag gestellt wird.

Nur für kleinere Bürgschaften können sich Antragsteller direkt an die Bürgschaftsbank ihres Bundeslandes wenden (Stichwort: „Bürgschaft ohne Bank“).

5. Mögliche Förderungen prüfen

Mitunter ist sogar das gesamte Finanzierungsvorhaben förderwürdig. Um dies festzustellen müsste die Geschäftsbank einen Antrag bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder bei einer anderen Förderbank stellen.

Vor allem für Existenzgründer sowie zur Finanzierung von Nachhaltigkeitsprojekten stellen Bund und Länder eine Fülle an Finanzierungsmöglichkeiten bereit. Die Kredite sind oft besonders günstig. Gründer profitieren zudem von tilgungsfreien Jahren.

Weil nicht alle Banken automatisch Fördermöglichkeiten ins Gespräch bringen, sollten Kreditantragssteller darauf bestehen. Für die Bewilligung einer Förderung ist dann letztlich immer das konkrete Finanzierungsvorhaben entscheidend.

Klassifizierung von Krediten

Für Geldgeber ist der Zweck eines Kredits eine wichtige Information. Hieran beurteilen sie das Risiko. Daher unterscheidet man zwischen Krediten für private Zwecke und Krediten für geschäftliche Zwecke.

Weiter differenziert man Kredite nach ihrer Ausgestaltung in Ratenkredite und revolvierende Kredite. Die meisten mittel- und langfristigen Darlehen vergeben Banken als Ratenkredit.

Die Bank überweist die gesamte Kreditsumme auf das Konto des Kreditnehmers. Dieser zahlt das Geld meist monatlich in fest vereinbarten Raten zurück. Die Raten bestehen aus einem Tilgungs- und einem Zinsanteil. Ratenkredite eignen sich insbesondere für Investitionen.

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Kreditrahmen bei revolvierenden Krediten

Beim revolvierenden Kredit vereinbaren beide Seiten einen Kreditrahmen; ähnlich wie bei einem Dispositionskredit, kurz: „Dispo“. Innerhalb dieses Rahmens darf der Kreditnehmer jederzeit Kredit in Anspruch nehmen. Rückzahlungen sind stets möglich.

Dem Vorteil der Flexibilität steht der Nachteil eines hohen Zinssatzes gegenüber. Dieses Darlehen sollte nur zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen genutzt werden.

Möchte ein Selbstständiger oder Freiberufler sich einen privaten Wunsch erfüllen, kommt ein privater Ratenkredit in Frage. In diesem Fall kann er frei über die Mittel verfügen.

Will er aber zum Beispiel ein Auto finanzieren, wäre eine Zweckbindung sinnvoll. Bei so einem Autokredit sind die Zinsen häufig etwas günstiger.

Der Grund: Das Auto dient der Bank als Sicherheit.

Dient der Kredit geschäftlichen Zwecken, lassen sich Betriebsmittelkredite und Investitionskredite unterscheiden. Mit einem Betriebsmittelkredit können Kreditnehmer zum Beispiel Werkzeuge, Schreibtische oder Computer kaufen. Die Verwendung ist relativ frei.

Und weil gleichzeitig nur vergleichsweise geringe Werte dahinterstehen, ist ein Betriebsmittelkredit meistens teuer. Anders bei einem Investitionskredit. Hier geht es zum Beispiel um die Anschaffung einer neuen Maschine, einer neuen Büroimmobilie oder einer neuen Produktionshalle – also um Expansion.

Die Bank honoriert dies in der Regel mit einem günstigeren Zins als beim Betriebsmittelkredit. Beim Betriebsmittel- wie beim Investitionskredit erfolgt der Schuldendienst, also Zins und Tilgung, in der Regel in festen Raten.

Kreditkonditionen vergleichen

Potenzielle Kreditnehmer sollten die Konditionen für ein Darlehen nicht nur bei ihrer Hausbank abfragen. Als Neukunde erhalten sie mitunter bei einer anderen Bank ein attraktiveres Angebot.

Direktbanken sind zum Beispiel oft günstiger als Banken mit teurem Filialnetz.

Das bestehende Vertrauensverhältnis zur Hausbank würde dann aber vermutlich einen Knacks bekommen.

Sich im Vorfeld über Konditionen unterschiedlicher Kreditgeber zu informieren, ist auf jeden Fall sinnvoll. Das Wissen kann im Verhandlungsgespräch bei der Hausbank zinssenkend eingebracht werden.

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Kreditkondition: Effektive Jahreszins

Die wichtigste Kreditkondition ist der effektive Jahreszins. Nur er berücksichtigt auch Tilgungsbesonderheiten und alle Kosten, die durch die Aufnahme entstehen.

Bei langfristigen Krediten wird oft eine Zinsbindungsfrist vereinbart. Während dieser Zeit verändert sich der Zins nicht. Erst danach wird er an das allgemeine Zinsniveau angepasst oder neu verhandelt.

Lange Zinsbindungsfrist kann sinnvoll sein

In Zeiten allgemein niedriger Zinsen, kann eine lange Zinsbindungsfrist sinnvoll sein. Andererseits ist der Zins für das Darlehen umso höher, je länger der Kredit läuft. Dennoch sollten Selbstständige und Freiberufler die Laufzeit nicht zu kurz wählen.

Denn dann ist zwangsläufig der Tilgungsanteil der Raten höher und damit mitunter die gesamte Rate, was in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Liquidität des Unternehmens gefährden kann. Daraus folgt: Die Ausgestaltung eines Kredits muss wohlüberlegt sein.

Tipp: Selbstständige und Freiberufler sollten bei einem Ratenkredit auf Flexibilität achten. Sondertilgungen und vorzeitige Rückzahlung sollten ebenso vereinbart werden wie Tilgungspausen und eine jährliche Anpassung der Tilgungsraten.

Das erhöht zwar die Darlehenskosten. Dafür lässt sich der Schuldendienst ein Stück weit dem aktuellen Geschäftsverlauf anpassen.

Alternativen zur Hausbank

Im Zuge der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft haben sich mittlerweile Online-Kreditplattformen als Alternative zur Hausbank etabliert. Beispiele sind Auxmoney oder Smava.

Die Plattformen bringen Kreditnehmer und private sowie institutionelle Geldgeber zusammen. Um das gewünschte Darlehen zu erlangen, müssen Kreditnehmer ihr Vorhaben anonym vorstellen. Je detaillierter ein Selbstständiger oder Freiberufler sein Projekt beschreibt, desto besser seine Chancen.

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Längere Wartezeiten möglich

Nicht eine Bank entscheidet über den Kredit, sondern private Menschen, die dem Kreditnehmer einen Vertrauensvorschuss geben.

Mitunter kann es Wochen dauern, bis die benötigte Summe von vielen verschiedenen Anlegern zusammenkommt. Alle Plattformen prüfen die Kreditwürdigkeit mindestens mit einer Kreditkonditionenabfrage bei der Schufa.

Der größte Vorteil dieser Anbieter ist, dass Selbstständige und Freiberufler auch bei ungünstigen Voraussetzungen noch eine Chance auf Kreditgewährung haben: Sie müssen nur genug Geldgeber von sich und dem Vorhaben überzeugen.