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Kreditkarten

Kreditkarten 2024 im Vergleich: Die beste Kreditkarte finden

Das Wichtigste in Kürze

  • Welche Kreditkarte am besten ist, hängt stark von den individuellen Bedürfnissen des Kunden ab.
  • Die TF Bank Mastercard Gold, Barclays Visa und die Bank Norwegian Visa Kreditkarte sind solide Allrounder.
  • Wer mit der Kreditkarte nur zahlen und kein Bargeld abheben möchte, findet in den Angeboten der Advanzia Bank und der Novum Bank Limited Alternativen. Bei den beiden Erstgenannten sollte man jedoch stets sein Zahlungsziel im Blick haben.

Kreditkarten sind praktisch: Man kann damit in aller Welt bezahlen und Geld am Automaten abheben. Viele Kunden wickeln auch Online-Einkäufe darüber ab.

In einem direkten Vergleich wurden fünf beliebte Kreditkarten unter die Lupe genommen, die für eine dauerhafte Jahresgebühr von 0 Euro angeboten werden.

TF Bank Mastercard Gold

InfoMastercard Gold
Kreditkarten­typCredit Card mit flexibler Rückzahlungsmöglichkeit
Kreditkarten­systemMastercard
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungAusgleich durch Überweisung
Kredit – effektiver Jahres­zins24,79 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 % (sofern das Kartenkonto am gleichen Tag per Überweisung ausgeglichen wird. Ansonsten fallen 24,79 % p.a. Zinsen an.)
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 % (sofern das Kartenkonto am gleichen Tag per Überweisung ausgeglichen wird)
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
Webseitetfbank.de
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Die Konditionen der Mastercard Gold der TF Bank (die übrigens auch ein spannendes Tagesgeld-Angebot im Angebot hat) sind ganz besonders für Reisende attraktiv. Denn bei einer Jahresgebühr von 0 Euro locken auch 0 Prozent Fremdwährungsgebühr. Weltweites gebührenfreies Bezahlen ist hier an der Tagesordnung. Das geht zusätzlich ganz komfortabel kontaktlos und auf Wunsch auch mobil: Sowohl Apple Pay als auch Google Pay werden unterstützt.

Zudem ist ein umfassender Reiseversicherungsschutz bis zu einer Reisedauer von 90 Tagen inklusive – für den Karteninhaber und bis zu drei Mitreisende. Dieser greift allerdings nur, wenn mindestens 50 Prozent der Reisekosten mit der Mastercard Gold bezahlt wurden. Dazu gehören eine Stornierungsschutz bis 3.000 Euro, die Erstattung für verlorenes Gepäck, der Unfallschutz oder auch der 24 Stunden-Schutz im Krankheitsfall.

Außerdem gehören noch eine Haftpflichtversicherung für Privatpersonen im Ausland sowie eine Flug- und Gepäckverspätungsversicherung zum Paket.

Was die Rückzahlung angeht, so ist der Kunde sehr flexibel: Er kann jeden Monat selbst wählen, welchen Betrag er begleichen möchte. Jedoch werden mindestens drei Prozent des Gesamtbetrags oder 30 Euro fällig.

Die Extra Karte Mastercard der Novum Bank Limited

Wer die Extra Karte Mastercard der maltesischen Novum Bank Limited nutzen möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und ein regelmäßiges Einkommen von 1.000 Euro haben.

InfoExtra Karte Mastercard
Kreditkarten­typCredit Card
Kreditkarten­systemMastercard
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins24,60 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein zu eröffnendes Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag3,00 %
Mindest­preis3 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag3,00 %
Mindest­preis3 €
zusätzlich in Fremdwährungen2,99 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag250 €
Webseiteextrakarte.com
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Die Antragstellung ist auf der Webseite des Anbieters möglich. Diese ist auffallend schnell erledigt.

Mit 24,60 Prozent liegt der effektive Jahreszinssatz sehr nah an jenem der TF Bank. Leider kann der Rechnungsausgleich ebenfalls nicht per Lastschrift erfolgen, sodass man das Zahlungsziel auch bei der Extra Karte im Blick behalten muss. Was außerdem sauer aufstößt, sind die hohen Kosten für die Bargeldabhebungen an Automaten: Jede Abhebung kostet den Kunden satte 3,00 Prozent des jeweiligen Betrags extra beziehungsweise mindestens 3 Euro.

Außerdem werden alle Nutzer, die gerne und viel reisen, ebenfalls enttäuscht sein: Auch die zusätzlichen Fremdwährungskosten fallen mit 2,99 Prozent vergleichsweise hoch aus.

Die Extra Karte Mastercard ist also aufgrund der anfallenden Zusatzkosten also nur auf den ersten Blick günstig. Geeignet ist sie eher für Kunden, die nicht oft im Ausland unterwegs sind und nur gelegentlich eine Kreditkarte nutzen.

Gebührenfrei Mastercard Gold von Advanzia

Ein zinsfreies Zahlungsziel von bis zu sieben Wochen und eine dauerhafte Jahresgebühr von 0 Euro sind die positiven Merkmale, die die Gebührenfrei Mastercard Gold von Advanzia auszeichnen.

InfoAdvanzia Gebührenfrei Mastercard Gold
Kreditkarten­typCredit Card
Kreditkarten­systemMastercard
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins24,69 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein zu eröffnendes Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Achtung: Es werden zwar keine Gebühren für Bargeldabhebungen erhoben, aber es werden direkt Effektivzinsen von 24,69 % p.a. fällig.
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Achtung: Es werden zwar keine Gebühren für Bargeldabhebungen erhoben, aber es werden direkt Zinsen von 24,39 % p.a. fällig.
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag1.000 €
Webseiteadvanzia.com
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Ein weiteres Plus ist das inbegriffene Reiseversicherungspaket. Sobald mindestens die Hälfte der gesamten Transportkosten mit der Kreditkarte beglichen wurden, greift sie automatisch. Inklusive sind eine private Haftpflichtversicherung, Reise-Unfallversicherung, Auslandsreise-Krankenversicherung, Reiserücktritt- und Abbruchversicherung, Flug- und Gepäckverspätungsversicherung und eine Versicherung für verpassten Abflug.

Leider ist nicht alles Gold, was glänzt. Dementsprechend weist auch die Advanzia Mastercard Gold einige Nachteile auf, die es zu bedenken gilt:

Der Rechnungsausgleich kann zum Beispiel – wie schon bei der TF Bank Mastercard Gold – ausschließlich per Überweisung und nicht per Lastschrift erfolgen.

Also Achtung: Begleicht der Kunde die Rechnungen nicht pünktlich zum 20. des Folgemonats, so greift der hohe Zinssatz von 24,69 Prozent – bei Bargeldabhebungen sogar sofort!

Das Reiseversicherungspaket ist zwar ein netter Bonus, aber die Selbstbeteiligung liegt immer bei mindestens 100 Euro.

Barclays Visa

Die kostenfreie Barclays Visa Kreditkarte überzeugt durch Top-Konditionen im In- und Ausland. Sämtliche Transaktionen sowie das Abheben von Bargeld sind ebenfalls weltweit kostenfrei.

Allerdings: Ab sofort werden für Umsätze aus Bargeldabhebungen, Überweisungen und Karteneinsätzen im Casino ab dem Buchungsdatum Zinsen fällig.

InfoBarclays Visa
Kreditkarten­typCredit Card mit vor­einge­stellter Teilzahlung
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungAus­gleich durch Über­weisung oder Sofort­einzug
(Bei 100-prozentiger Rückzahlung per monatlicher Lastschrift fallen jedes Mal Gebühren in Höhe von 2 € an.)
Kredit – effektiver Jahres­zins23,74 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %*
Mindest­preis0 €*
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %*
Mindest­preis0 €*
zusätzlich in Fremdwährungen0 %*
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
Webseitebarclays.de
* Für Umsätze aus Bargeldabhebungen, Überweisungen und Karteneinsätzen im Casino werden ab dem Buchungsdatum Zinsen fällig.
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Wer sich für die Barclays Visa entscheidet, muss auch nicht extra ein Konto eröffnen. Er kann einfach sein bisheriges Konto als Referenz angeben.

Zinsen umgehen: Kreditkartenrechnung monatlich begleichen

Die Barclays Visa ist eine Credit Card; Nutzer können die Kreditkartenrechnung also in Raten abbezahlen. Dafür fallen aber natürlich auch Sollzinsen an. Der effektive Jahreszins der Barclays Visa liegt bei 23,74 Prozent und ist damit ähnlich hoch wie bei der TF Bank.

Um diese Zinsen zu umgehen, ist es sinnvoll, die Kreditkartenrechnung am Ende eines Monats vollständig zu tilgen. Dazu überweisen Kunden den offenen Betrag am besten selbst auf das Kartenkonto. Sie können aber auch jeden Monat den Einzug des vollen Betrages über die App oder das Online-Banking von Barclays verlassen. Problem: Bei 100-prozentiger Rückzahlung per monatlicher Lastschrift fallen jedes Mal Gebühren in Höhe von 2 Euro an.

Vorsicht: Bei der Abrechnung sind 3,50 Prozent Lastschrift voreingestellt.

Eine besonders kundenfreundliche Option bietet Barclays allerdings auch an: Ausgaben ab 95 Euro oder auch die gesamte Monatsabrechnung können zu Raten gemacht werden. Diese werden dann während einer festgelegten Laufzeit zurückgezahlt. Das Beste daran: Bei Ratenzahlungen von 95 bis 500 Euro und einer Laufzeit von bis zu drei Monaten fallen keine Zinsen an. Aktivieren kann man diese Option in der Barclays App.

Awa7 Visa Kreditkarte

Die Dritte im Bunde ist die Awa7 Visa Kreditkarte der Hanseatic Bank. Sie ist besonders interessant für alle Kunden, die ihren ökologischen Fußabdruck verbessern wollen und auf geringe Gebühren stehen.

InfoAwa7 Visa
Kreditkarten­typCredit Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlungoptional
Kredit – effektiver Jahres­zins22,08 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
Webseiteawa7.de
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Bei dieser Karte handelt es sich um ein besonders nachhaltiges Produkt: Mit dem Eintreffen der awa7 Visa Karte setzt der Kunde gleich einen grünen Fußabdruck: Für die Eröffnung des Kreditkartenkontos wird mindestens ein Baum gepflanzt. Im weiteren Verlauf schützt jeder mit der Karte getätigte Einkauf über 100 Euro – abgesehen von Stornierungen, Bargeldbezügen an Geldautomaten und Bankschaltern sowie Überweisungen auf ein Girokonto – automatisch einen Quadratmeter bestehenden Wald.

Was bei Barclays immer möglich ist, bietet die Hanseatic Bank zumindest als Aktion für Neukunden an: In den ersten drei Monaten kommen diese ebenfalls in den Genuss einer 0 Prozent-Zinsaktion für alle getätigten Umsätze bei Ratenzahlung. Nach Ablauf dieser Frist liegt der effektive Jahreszinssatz bei 22,08 Prozent – und ist damit der drittniedrigste Zinssatz dieses Vergleichs.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Rechnungen per Lastschrift beglichen werden können.

Netter Bonus: Die Hanseatic Bank bietet die Möglichkeit, auch verschiedene Versicherungsleistungen individuell hinzuzufügen und somit den Versicherungsschutz flexibel zu gestalten.

Allerdings: Diese Option ist leider nicht kostenlos, sondern es werden moderate Gebühren fällig.

Die GenialCard der Hanseatic Bank

Die Hanseatic Bank GenialCard bewegt sich im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Kreditkarten im unteren Zinssegment – und zwar mit einem effektiven Jahreszins von 18,76 Prozent.

InfoGenialCard der Hanseatic Bank
Kreditkarten­typCredit Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins18,76 % p.a.
Gültig­keit der Kartenicht angegeben
Anbindung an ein zu eröffnendes Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
Webseitehanseaticbank.de
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Ein Merkmal der GenialCard ist ebenfalls die Gebührenfreiheit, einschließlich kostenfreier Bargeldabhebungen an Geldautomaten. Zudem bietet die Hanseatic Bank den Karteninhabern Flexibilität in Bezug auf die Begleichung ihrer monatlichen Kreditkartenschulden. Sie können entweder einen Dauerauftrag einrichten oder manuell überweisen. Bei Teilzahlungen sind jedoch mindestens 3 Prozent des ausstehenden Kredits, mindestens 20 Euro, monatlich zurückzuzahlen.

In Bezug auf zusätzliche Angebote ist das Portfolio der Hanseatic Bank GenialCard eher schlicht gehalten. Es umfasst Gutscheine für ausgewählte Online-Shops und einen fünfprozentigen Reiserabatt über eine eigene Plattform der Bank. Hier sind Reisefreudige, die auf Boni stehen, mit den Karten der TF Bank und der Advanzia Bank möglicherweise besser bedient aufgrund des angebotenen Reiseschutzes.

Antragsteller müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Die Eröffnung eines dazugehörigen Girokontos ist keine Pflicht. Pro Tag kann der Kunde höchstens 500 Euro Bargeld abheben.

Die DKB Visa Kreditkarte

Für die Nutzung der DKB Visa Kreditkarte fallen monatliche Gebühren von 2,49 Euro an. Ein vorhandenes DKB Girokonto ist notwendig, um diese Karte zu bekommen. Wenn man noch nicht bei der DKB ist, muss man somit einen eventuellen Bankwechsel in Betracht ziehen. Allerdings ist das DKB Girokonto unter gewissen Umständen gebührenfrei, was diesen Schritt erleichtert.

InfoVisa Kreditkarte der DKB
Kreditkarten­typCharge Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr29,88 €
(2,49 € monatlich)
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlungx
Kredit – effektiver Jahres­zins
(Dispozinsen: 9,90 % für Aktivkunden, 10,50 % für Passivkunden)
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein zu eröffnendes Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag1.000 €
Webseitedkb.de
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Die DKB Visa Card funktioniert als Charge Card. Das bedeutet, Zinsen fallen nur an, wenn das zugehörige Girokonto am Monatsende nicht genug Mittel aufweist, um die fällige Summe zu decken. In solch einem Szenario gerät der Kunde in den Dispositionskredit. Für Neukunden und Aktivkunden belaufen sich die Zinsen dann auf 9,90 Prozent, während Passivkunden in diesem Fall 10,50 Prozent zahlen müssen.

Das Notfallpaket ist obendrein inklusive. Das bedeutet: Der Kunde kann sich Notfallbargeld oder eine Notfallkarte bei Verlust oder Diebstahl per Kurier an seinen Urlaubsort schicken lassen – ohne zusätzliche Kosten. Geliefert wird in die meisten Länder innerhalb von nur 72 Stunden. Ein Reiseversicherungspaket kann optional hinzugebucht werden.

Die großen Vorteile der DKB Visa Kreditkarte sind trotz der monatlichen Kosten offensichtlich: Überall gebührenfrei zahlen und Geld abheben (an Visa-Automaten) sowie die geringere Chance, sich zu verschulden – die Karte kann durch die Kontoanbindung quasi im Guthaben geführt werden. Außerdem liegt der Dispozins im Ernstfall nur bei maximal 10,50 Prozent.

Die Bank Norwegian Visa Kreditkarte

Wer eine Bank Norwegian Visa Kreditkarte beantragen möchte, muss unter anderem einen deutschen Wohnsitz haben und mindestens 20 Jahre alt sein. Ein Mobiltelefon mit deutscher Nummer ist außerdem nötig, da das Eröffnungsverfahren über die App und VideoIdent durchgeführt wird. Und auch eine Bonitätsprüfung wird vorgenommen.

InfoBank Norwegian Visa Kreditkarte
Kreditkarten­typCredit Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins24,40 % p.a.
Gültig­keit der Kartenicht angegeben
Anbindung an ein zu eröffnendes Konto
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 € in Deutschland
1.000 € im Ausland
Webseitebanknorwegian.de
Quelle: Eigene Recherche; Stand: März 2024

Im Kern bietet die Bank Norwegian ähnliche Dienstleistungen wie die Advanzia Bank, die mit der Gebührenfrei Mastercard Gold auch eine kostenfreie Kreditkarte mit Versicherungsleistungen zur Verfügung stellt. Zusätzlich zur kostenlosen Kreditkarte hat die Bank Norwegian noch ein Sparkonto und Privatkredite im Angebot.

Die Bank Norwegian Visa Card überzeugt schon auf den ersten Blick durch ihre gebührenfreien Leistungen. Sie ist dauerhaft kostenfrei und auch weltweite Transaktionen in Fremdwährungen sowie Bargeldabhebungen werden nicht mit Gebühren belegt. Daher eignet sie sich ideal für Reisen.

Zusätzlich zu ihrer Attraktivität im Ausland fallen auch für Zahlungen und Abhebungen innerhalb Deutschlands keine Kosten an. Dies ist ein Unterschied zu einigen alternativen Kreditkartenmodellen, die zwar keine Fremdwährungsgebühren verlangen, aber im Inland Gebühren erheben.

Der effektive Jahreszins fällt mit 24,40 Prozent fast genauso hoch aus wie bei Konkurrenten wie etwa der Extra Karte Mastercard der Novum Bank Limited.

Ein schöner Bonus sind die aktuelle 30 Euro Willkommensaktion sowie die inkludierten Reiseversicherungsleistungen.

Wichtige Kriterien einer Kreditkarte

Kreditkarten Vergleich

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Es gibt unterschiedliche Abrechnungsmodelle und die Konditionen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich stark. Hier ein paar Anhaltspunkte, worauf Kunden bei der Wahl einer Kreditkarte achten sollten:

1. Art der Abrechnung

Wie eine Kreditkarte funktioniert, hängt von der Art der Abrechnung ab. Schließlich muss die Rechnung der Kreditkarte irgendwann bezahlt werden. Gängig sind vier Abrechnungsarten: Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung, Charge Card, Debit Card und Prepaid Card.

Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung (Revolving Card)

Eine Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung ist das, was man im klassischen Sinne unter einer Kreditkarte versteht. Sobald Kunden ihre Karte einsetzen, nehmen sie einen Kleinkredit auf. Er kann innerhalb einer bestimmten Frist zinsfrei zurückgezahlt werden.

Alternativ können Karteninhaber den Kredit auch Stück für Stück abbezahlen. Der Haken daran: Nach Ablauf einer bestimmten Zahlungsperiode verlangt die Bank dafür in der Regel Sollzinsen. Je nach Anbieter sind diese erschreckend hoch.

Credit Cards mit voreingestellter Teilzahlung eignen sich deshalb nur für Kunden, die ihre Ausgaben im Blick haben und Rechnungen innerhalb der zinsfreien Periode begleichen können. Andernfalls laufen sie Gefahr, sich zu verschulden.

Übrigens: Bei manchen Anbietern lässt sich die voreingestellte Teilzahlung auch abschalten.

Charge Card

Eine Charge Card funktioniert ähnlich, allerdings ohne Möglichkeit zur Teilzahlung. Die Rechnungssumme wird am Ende des Monats direkt vom Referenzkonto abgebucht. Zwischen Zahlung und Abrechnung nehmen Kunden einen zinsfreien Kleinkredit auf. Erst wenn das Geld am Ende des Monats auf dem Konto nicht ausreicht, um die Rechnung zu bezahlen, fallen Dispozinsen an.

Charge Cards eignen sich für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen, ohne in die Teilzahlungsfalle zu tappen. Sie sollten aber darauf achten, dass ihre Ausgaben nicht außer Kontrolle geraten und das Referenzkonto ausreichend gedeckt ist.

Debit Card

Streng genommen ist eine Debit Card keine Kreditkarte, da die Besitzer damit keinen Kleinkredit aufnehmen können. Die Summe wird direkt von ihrem Girokonto abgebucht – ähnlich wie bei einer Girocard. Der Unterschied: Mit einer Debit Card lassen sich auch Einkäufe im Internet bezahlen, wenn Händler eine Kreditkartenzahlung verlangen.

Debit Cards sind das Richtige für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen, ohne dabei einen Kredit aufzunehmen. Aber Achtung: Im Unterschied zur Kreditkarte wird eine Debit Card nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

Prepaid Card

Eine Prepaid Card ist mit keinem Referenzkonto verbunden. Bevor man sie nutzen kann, muss sie mit Guthaben aufgeladen werden. So bleiben die eigenen Ausgaben jederzeit unter Kontrolle.

Prepaid Cards eignen sich vor allem für Jugendliche und Menschen, die kein regelmäßiges Einkommen oder eine schlechte Schufa-Bewertung haben und auf anderem Weg nicht an eine Kreditkarte kommen. Aber Achtung: Die Prepaid Card wird nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

2. Höhe der Jahresgebühren

Die Jahresgebühren von Kreditkarten können sehr unterschiedlich ausfallen:

  • Kostenfreie Kreditkarten ohne Jahresgebühr
  • Standard-Kreditkarten mit Jahresgebühr
  • Premium-Kreditkarten mit überdurchschnittlich hoher Jahresgebühr (Gold, Platin oder Black Card)

Eine kostenfreie Kreditkarte klingt verlockend, kommt jedoch oft mit versteckten Kosten daher – zum Beispiel in Form hoher Zinssätze oder Gebühren für Transaktionen in Fremdwährung.

Einige Anbieter verlangen auch, dass ein bestimmter Mindestbetrag umgesetzt wird. Beim Vergleich von kostenfreien Kreditkarten ist das Kleingedruckte daher wichtig.

Standard-Kreditkarten kosten im Jahr zwischen 20 und 100 Euro. Die Jahresgebühren für Premiumkarten können sogar 1.000 Euro und mehr betragen. Dafür versprechen die Anbieter oft exklusive Zusatzleistungen, gewähren Zugang zu Veranstaltungen, einem Concierge-Service oder Zusatzversicherungen.

3. Dispo- und Sollzins

Dispo- oder Sollzins kommen nur bei Credit Cards oder Charge Cards ins Spiel. Hier sind sie aber entscheidend.

Denn Besitzer einer Credit Card, die Teilzahlung nutzen, begleichen jeden Monat nur einen Teil ihres Kleinkredits. Auf den offenen Betrag fallen Sollzinsen an.

Besitzer einer Charge Card, deren Referenzkonto am Monatsende nicht ausreichend gedeckt ist, rutschen automatisch in den Dispo. Der durchschnittliche Dispozins liegt aktuell wieder bei über 11 Prozent.

Tipp: Um hohe Zinskosten zu vermeiden, sollten Kunden die Kreditkartenrechnung immer direkt auf einen Schlag begleichen. Inhaber einer Credit Card sollten die Finger von Teilzahlungen lassen. Nutzer einer Charge Card achten am besten darauf, dass sie nicht in den Dispo rutschen.

4. Abhebegebühren im In- und Ausland

Geld am Automaten im Ausland zu ziehen ist mit der heimischen Girocard oft teuer. Deshalb nutzen viele stattdessen eine Kreditkarte. Welche Gebühren beim Abheben anfallen, entscheidet der Kreditkartenanbieter.

Einige Banken verlangen nur für Bargeld innerhalb der Eurozone Gebühren, andere bloß für Abhebungen außerhalb der Eurozone. Und manche Anbieter verzichten überall auf Gebühren.

Tipp: Wo wollen Sie Ihre Kreditkarte nutzen? Nur im Ausland oder auch im Inland? Außerhalb oder innerhalb der Eurozone? Überlegen Sie sich, wo Sie die Karte brauchen und entscheiden Sie sich für einen entsprechenden Anbieter.

5. Fremdwährungsgebühren

Fremdwährungsgebühren werden fällig, sobald Nutzer etwas in einer fremden Währung bezahlen – egal, ob im Supermarkt, im Internet oder am Bankautomaten. Wie hoch die Gebühr ausfällt, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. In der Regel liegt sie zwischen 1 und 2 Prozent der Transaktionssumme. Und Vorsicht: Fremdwährungsgebühren sind nicht gedeckelt, fallen also bei jedem Einkauf erneut an.

Einige Anbieter verzichten auf Fremdwährungsgebühren. Wer sich regelmäßig außerhalb der Eurozone aufhält, vielleicht sogar einen zweiten Wohnsitz dort hat, ist damit gut beraten – auch wenn die Kreditkarte selbst nicht kostenlos ist.

Anders sieht es aus, wenn die Kreditkarte nur einmal im Jahr für den Urlaub innerhalb der Eurozone eingesetzt wird. Dann können Kartennutzer Fremdwährungsgebühren getrost ignorieren.

Unser Tipp: Wer Bargeld in einer Fremdwährung – also nicht Euro – abheben möchte, wird am Automaten gefragt: Soll die Transaktion mit oder ohne Währungsumrechnung durchgeführt werden? Besser ist die Option ‘ohne Währungsumrechnung’. Dann legt die Hausbank den Wechselkurs fest. Sie wird in der Regel einen günstigeren Kurs wählen als der Automatenbetreiber.

6. Akzeptanz und Netzwerk

Bei der Auswahl einer Kreditkarte ist es zudem wichtig, die Akzeptanz und das Netzwerk der Karte zu berücksichtigen. Visa und Mastercard sind beispielsweise die am häufigsten akzeptierten Karten weltweit, während American Express und Diners Club in einigen Ländern oder bei bestimmten Händlern eingeschränkter sind. Achten Sie darauf, eine Kreditkarte zu wählen, die Ihren Bedürfnissen entspricht und in den Ländern oder bei den Händlern, bei denen Sie häufig einkaufen, gut akzeptiert wird.

7. Kreditkartenlimit

Das Kreditkartenlimit ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl der richtigen Kreditkarte. Das Limit hängt in der Regel von Ihrer Bonität und finanziellen Situation ab. Stellen Sie sicher, dass das Kreditlimit, das Ihnen angeboten wird, ausreicht, um Ihren Anforderungen gerecht zu werden, ohne unnötige finanzielle Belastungen zu verursachen. Beachten Sie auch, dass einige Kartenanbieter flexible Kreditlimits anbieten, die sich an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

8. Mobiles Bezahlen

In einer digitalen Welt ist es für viele Verbraucher wichtig, dass ihre Kreditkarte mit mobilen Zahlungsoptionen wie Google Pay, Apple Pay oder Samsung Pay kompatibel ist. Prüfen Sie, ob der Kreditkartenanbieter diese Funktionen unterstützt, um nahtloses und sicheres mobiles Bezahlen zu ermöglichen.

9. Zusatzleistungen

Viele Kreditkartenanbieter werben mit Zusatzleistungen, bieten als Bonus zur Kreditkarte beispielsweise eine Reiseversicherung an. Die greift allerdings nur bei Schäden, die nicht durch bestehende Verträge (Haftpflicht-, Unfall- oder Auslandsreiseversicherung) abgedeckt sind. Im Ernstfall ist diese Versicherung also keine Hilfe.

Tipp: Wer auf eine Zusatzleistung besonderen Wert legt, sollte sich das Kleingedruckte genau durchlesen.

10. Haftung bei Verlust oder Diebstahl

Vor Verlust, Diebstahl oder Missbrauch einer Kreditkarte ist niemand sicher. Wird die Karte gestohlen oder werden die Daten missbraucht, müssen Inhaber maximal mit 50 Euro haften – sofern ihnen keine Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Sonst kann die Bank sie für den Schaden haftbar machen.

Was fahrlässig bedeutet, definiert jede Bank anders. Einigen reicht es schon, wenn Kunden ihre Kreditkarte im Auto liegen lassen oder die Pin zusammen mit der Kreditkarte aufbewahren. Daher gilt es, die Geschäftsbedingungen zu studieren, was im Falle von Verlust und Diebstahl gilt.

Einige Banken verlangen bei Verlust der Kreditkarte maximal 50 oder 100 Euro, andere verzichten sogar ganz auf eine Selbstbeteiligung.

Tipp: Geht die Kreditkarte verloren, sollten Inhaber die Karte umgehend sperren lassen, um den Schaden zu begrenzen. Der deutsche Sperrnotruf ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 116 erreichbar.

11. Kreditkarten der Hausbank sind oft teuer

Viele Verbraucher greifen zur Kreditkarte ihrer Hausbank, ohne sich schlau zu machen, was es für Alternativen gibt. Auch wenn in der Regel keine Jahresgebühren anfallen: Sie nehmen damit hohe Gebühren fürs Geldabheben im In- und Ausland in Kauf. Manche Hausbank verlangt dafür 2 bis 3 Prozent.

Unser Tipp: Kostenfreie Kreditkarten überzeugen auf den zweiten Blick nicht immer. Kunden sollten auf die Abhebe- und Fremdwährungsgebühren achten.

Einige Kreditkarten wollen Kunden mit zusätzlichen Leistungen zur Kreditkarte anlocken. Ein gutes Beispiel für solche Zusatzleistungen sind Versicherungen.