Anzeigensonderveröffentlichung
Kategorien
Kreditkarten

Kreditkarten im Vergleich: Die beste Kreditkarte finden

Das Wichtigste in Kürze

  • Für einen Vergleich von aktuellen Kreditkarten wurden die Kosten für verschiedene Modellkunden berechnet.
  • Je nach Abrechnungsmodell gibt es verschiedene Testsieger.
  • Bei klassischen Kreditkarten schneidet die DKB Visa Card am besten ab, bei Kreditkarten mit voreingestellter Teilzahlung sind es Barclaycard und Hanseatic Bank Genialcard. Beste Debit Card im Test ist die Consorsbank Visa Card.

Kreditkarten sind praktisch: Man kann damit in aller Welt bezahlen und Geld am Automaten abheben. Viele Kunden wickeln auch Online-Einkäufe darüber ab.

In einem direkten Vergleich wurden 32 Kreditkarten unter die Lupe genommen, die standardmäßig angeboten werden – der Vergleich konzentriert sich dabei auf drei Abrechnungsarten:

  • Charge Card
  • Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung
  • Debit Card

Eine Debit Card ist streng genommen keine Kreditkarte, weil das Geld hier von einem angeschlossenen Girokonto abgeht. Da viele Verbraucher ihre Debit Card aber de facto wie eine Kreditkarte nutzen, findet sie sich im Vergleich wieder.

DKB Visa Card

DKB Kreditkarte im Vergleich

Wer sich für die DKB Visa Card entscheidet, bekommt automatisch ein Girokonto dazu. Die Bank verlangt keine Jahresgebühr und bietet gute Konditionen für Neu- und Aktivkunden.

InfoDKB
Kreditkarten­typCharge Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0 €
Auslandsreise Single0 €
Auslandsreise Familie0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag1.000 €
TestberichtDKB Kreditkarte
Webseitedkb.de
Stand: August 2020

Die DKB Visa Card ist eine Charge Card. Das bedeutet: Die Bank bucht das ausgegebene Geld erst zum Ende eines Monats vom dazugehörigen Girokonto ab.

Vorher fallen keine Zinsen an. Reicht das Guthaben auf dem Referenzkonto nicht aus, um die Kreditkartenrechnung zu begleichen, rutscht das Konto in den Dispo und es werden Zinsen fällig.

Voraussetzungen für die DKB Visa Card

Um eine DKB Visa Card zu bekommen, müssen Kunden volljährig sein und eine gewisse Bonität mitbringen. Regelmäßige Geldeingänge sind nicht zwingend notwendig, aber von Vorteil. Die DKB teilt ihre Kunden ab dem zweiten Jahr nämlich in zwei Gruppen auf: Aktiv- und Passivkunden.

Für alle Neukunden gelten erstmal dieselben Konditionen: keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühren und ein Dispozins von 6,46 Prozent. Doch gehen nach einem Jahr weniger als 700 Euro pro Monat auf dem DKB-Girokonto ein, gelten Kontobesitzer als Passivkunden. Beim Abheben und Bezahlen außerhalb der der Eurozone fällt dann eine Gebühr in Höhe von 2,2 Prozent an.

Ein Rechenbeispiel: Wer als Passivkunde in den USA 200 Euro in Bar abheben möchte, zahlt dafür eine Gebühr von 4,40 Euro. Der Dispozins für Passivkunden beträgt 7,34 Prozent.

Bei Aktivkunden sieht das anders aus: Für sie fallen auch nach dem ersten Jahr keine Gebühren für Transaktionen in Fremdwährungen an. Ihr Dispozins beträgt 6,34 Prozent.

Ob Aktiv- oder Passivkunden: Sie können mit der DKB Visa Card nur Beträge ab 50 Euro abheben. Kontaktloses Bezahlen ist kein Problem. Die so genannte NFC-Funktion lässt sich jederzeit deaktivieren.

  • Charge Card ohne Jahresgebühr
  • Attraktive Konditionen für Neu- und „Aktivkunden“
  • Kontaktloses Bezahlen

Genialcard der Hanseatic Bank

Hanseatic Bank Genialcard Vergleich

Die kostenfreie Genialcard der Hanseatic Bank punktet mit ausgezeichneten Konditionen für alle Kunden – unabhängig davon, ob monatlich Geld eingeht. Sie können mit der Kreditkarte rund um den Globus gebührenfrei bezahlen und Bargeld abheben.

InfoHanseatic Bank: Genialcard
Kreditkarten­typCredit Card mit vor­einge­stellter Teilzahlung
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungTeilzahlung abwähl­bar
Kredit – effektiver Jahres­zins
13,60 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0 €
Auslandsreise Single0 €
Auslandsreise Familie0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
TestberichtHanseatic Bank Genialcard
Webseitehanseaticbank.de
Stand: August 2020

Eine Besonderheit der Genialcard: Die Hanseatic Bank verzichtet komplett auf Fremdwährungsgebühren. Außerdem müssen Kunden kein Girokonto bei der Hanseatic Bank eröffnen, um die Kreditkarte zu bekommen.

Teilzahlung ist kein Muss

Bei der Genialcard handelt es sich um eine Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung. Die Hanseatic Bank stellt den Nutzern also erst am Ende des Monats alle Ausgaben mit der Kreditkarte in Rechnung.

Sie haben dann die Wahl, entweder die gesamte Rechnungssumme auf einen Schlag zu begleichen oder nur einen Teil der Rechnung zurückzuzahlen. Auf die offene Rechnungssumme fallen dann jedoch Sollzinsen an. Der effektive Jahreszins der Genialcard beträgt 13,6 Prozent.

Die Genialcard lässt sich nicht im Plus führen, deshalb empfiehlt es sich, die automatische Abbuchung der gesamten Rechnungssumme zu veranlassen. So stellen Karteninhaber sicher, dass die Ausgaben vollständig getilgt werden und keine Zinskosten anfallen.

Kontaktloses Zahlen ist mit der Genialcard per NFC problemlos möglich. Die Funktion lässt sich aber auch über die App deaktivieren.

GenialCard Kreditkarte Hanseatic Bank
  • VISA-Kreditkarte, Kreditlimit: 2.500 Euro
  • Keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühren
  • Kontaktloses Bezahlen
  • Übersichtliche Banking-App

Barclaycard Visa

Barclaycard Visa Kreditkarte

Auch die kostenfreie Barclaycard überzeugt durch Top-Konditionen im In- und Ausland. Sämtliche Transaktionen sowie das Abheben von Bargeld sind weltweit kostenfrei.

InfoBarclaycard
Kreditkarten­typCredit Card mit vor­einge­stellter Teilzahlung
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungAus­gleich durch Über­weisung oder Sofort­einzug
Kredit – effektiver Jahres­zins18,38 % p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0 €
Auslandsreise Single0 €
Auslandsreise Familie0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0 %
Mindest­preis0 €
zusätzlich in Fremdwährungen0 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
TestberichtBarclaycard Visa
Webseitebarclaycard.de
Stand: August 2020

Für die Barclaycard fällt keine Jahresgebühr an. Wer sich für die Kreditkarte entscheidet, muss auch nicht extra ein Konto eröffnen. Er kann einfach sein bisheriges Konto als Referenz angeben.

Zinsen umgehen: Kreditkartenrechnung monatlich begleichen

Die Barclaycard Visa ist eine Credit Card, Nutzer können die Kreditkartenrechnung also in Teilen abbezahlen. Dafür fallen allerdings Sollzinsen an. Der effektive Jahreszins der Barclaycard Visa beträgt 18,38 Prozent – im Vergleich zu anderen Anbietern ist das viel.

Um das zu umgehen ist es sinnvoll, die Kreditkartenrechnung am Ende eines Monats vollständig zu tilgen. Entweder überweisen Kunden den offenen Betrag auf das Kartenkonto oder sie veranlassen jeden Monat den Einzug des vollen Betrages über die App oder das Onlinebanking von Barclaycard.

Vorsicht: Es lässt sich keine automatische Abrechnung einstellen. Wer vergisst, die Rechnung rechtzeitig zu begleichen, muss also die Sollzinsen tragen.

Kontaktloses Bezahlen mit der Barclaycard ist per NFC möglich. Die Funktion kann nicht deaktiviert werden.

Barclaycard Kreditkarte
  • Ohne zusätzliches Konto
  • Keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühren
  • Kontaktloses Bezahlen

Testsieger bei Debit Cards: Consorsbank Visa Card

Consorsbank Kreditkarte im Vergleich
InfoConsorsbank
Kreditkarten­typVisa
Kreditkarten­systemDebit Card
Jahresgebühr
kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0 €
Auslandsreise Single0 €
Auslandsreise Familie0 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag
(ab 50 Euro)
0 %
Mindest­preis
(ab 50 Euro)
0 €
Bis 50 €: 1,95 €
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten in Fremdwährungen
vom Betrag1,75 %
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
TestberichtConsorsbank Kreditkarte
Webseiteconsorsbank.de
Stand: August 2020

Die kostenfreie Visa Card der Consorsbank hat unter den Debit Cards am meisten überzeugt. Das ausgegebene Geld wird direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht. Dabei entstehen keine Zinskosten. Zur Karte gibt es kostenlos ein Girokonto dazu.

Kostenlos Bargeld abheben ab 50 Euro

Innerhalb der Eurozone können Kunden kostenlos Geld mit der Consorsbank Visa Card abheben – jedoch nur Beträge über 50 Euro. Bei kleineren Summen fällt eine Pauschalgebühr von 1,95 Euro an.

Außerhalb der Eurozone berechnet die Consorsbank beim Geldabheben und Bezahlen 1,75 Prozent des Umsatzes als Fremdwährungsgebühr. Möchten Karteninhaber zum Beispiel in Kanada umgerechnet 200 Euro in Bar abheben, zahlen sie dafür eine Gebühr von 4,40 Euro.

Vorsicht: Die Fremdwährungsgebühr gilt auch für Zahlungen, die zwar in Euro abgerechnet werden, bei denen der Anbieter jedoch außerhalb der Eurozone sitzt.

Kontaktloses Bezahlen per NFC ist mit der Consorsbank Visa Card problemlos möglich. Derzeit lässt sich diese Funktion nicht deaktivieren, nach Angaben der Consorsbank soll das aber bald möglich sein.

Consorsbank Kreditkarte
  • Bezahlen und abheben innerhalb der Eurozone ohne Gebühren
  • Keine Jahresgebühr, kontaktloses Bezahlen
  • Gebühren außerhalb der Eurozone: 1,75 Prozent des Umsatzes

Wichtige Kriterien einer Kreditkarte

Kreditkarten Vergleich

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Es gibt unterschiedliche Abrechnungsmodelle und die Konditionen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich stark. Hier ein paar Anhaltspunkte, worauf Kunden bei der Wahl einer Kreditkarte achten sollten:

1. Art der Abrechnung

Wie eine Kreditkarte funktioniert, hängt von der Art der Abrechnung ab. Schließlich muss die Rechnung der Kreditkarte irgendwann bezahlt werden. Gängig sind vier Abrechnungsarten: Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung, Charge Card, Debit Card und Prepaid Card.

Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung (Revolving Card)

Eine Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung ist das, was man im klassischen Sinne unter einer Kreditkarte versteht. Sobald Kunden ihre Karte einsetzen, nehmen sie einen Kleinkredit auf. Er kann innerhalb einer bestimmten Frist zinsfrei zurückgezahlt werden.

Alternativ können Karteninhaber den Kredit auch Stück für Stück abbezahlen. Der Haken daran: Nach Ablauf einer bestimmten Zahlungsperiode verlangt die Bank dafür in der Regel Sollzinsen. Je nach Anbieter sind diese erschreckend hoch.

Credit Cards mit voreingestellter Teilzahlung eignen sich deshalb nur für Kunden, die ihre Ausgaben im Blick haben und Rechnungen innerhalb der zinsfreien Periode begleichen können. Andernfalls laufen sie Gefahr, sich zu verschulden.

Übrigens: Bei manchen Anbietern lässt sich die voreingestellte Teilzahlung auch abschalten.

Charge Card

Eine Charge Card funktioniert ähnlich, allerdings ohne Möglichkeit zur Teilzahlung. Die Rechnungssumme wird am Ende des Monats direkt vom Referenzkonto abgebucht. Zwischen Zahlung und Abrechnung nehmen Kunden einen zinsfreien Kleinkredit auf. Erst wenn das Geld am Ende des Monats auf dem Konto nicht ausreicht, um die Rechnung zu bezahlen, fallen Dispozinsen an.

Charge Cards eignen sich für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen, ohne in die Teilzahlungsfalle zu tappen. Sie sollten aber darauf achten, dass ihre Ausgaben nicht außer Kontrolle geraten und das Referenzkonto ausreichend gedeckt ist.

Debit Card

Streng genommen ist eine Debit Card keine Kreditkarte, da die Besitzer damit keinen Kleinkredit aufnehmen. Die Summe wird direkt von ihrem Girokonto abgebucht – ähnlich wie bei einer Girocard. Der Unterschied: Mit einer Debit Card lassen sich auch Einkäufe im Internet bezahlen, wenn Händler eine Kreditkartenzahlung verlangen.

Debit Cards sind das Richtige für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen, ohne dabei einen Kredit aufzunehmen. Aber Achtung: Im Unterschied zur Kreditkarte wird eine Debit Card nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

Prepaid Card

Eine Prepaid Card ist mit keinem Referenzkonto verbunden. Bevor man sie nutzen kann, muss sie mit Guthaben aufgeladen werden. So bleiben die eigenen Ausgaben jederzeit unter Kontrolle.

Prepaid Cards eignen sich vor allem für Jugendliche und Menschen, die kein regelmäßiges Einkommen oder eine schlechte Schufa-Bewertung haben und auf anderem Weg nicht an eine Kreditkarte kommen. Aber Achtung: Die Prepaid Card wird nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

2. Höhe der Jahresgebühren

Die Jahresgebühren von Kreditkarten können sehr unterschiedlich ausfallen:

  • Kostenfreie Kreditkarten ohne Jahresgebühr
  • Standard-Kreditkarten mit Jahresgebühr
  • Premium-Kreditkarten mit überdurchschnittlich hoher Jahresgebühr (Gold, Platin oder Black Card)

Eine kostenfreie Kreditkarte klingt verlockend, kommt jedoch oft mit versteckten Kosten daher – zum Beispiel in Form hoher Zinssätze oder Gebühren für Transaktionen in Fremdwährung.

Einige Anbieter verlangen auch, dass ein bestimmter Mindestbetrag umgesetzt wird. Beim Vergleich von bei kostenfreien Kreditkarten ist das Kleingedruckte daher wichtig.

Standard-Kreditkarten kosten im Jahr zwischen 20 und 100 Euro. Die Jahresgebühren für Premiumkarten können sogar 1.000 Euro und mehr betragen. Dafür versprechen die Anbieter oft exklusive Zusatzleistungen, gewähren Zugang zu Veranstaltungen, einem Concierge-Service oder Zusatzversicherungen.

3. Dispo- und Sollzins

Dispo- oder Sollzins kommen nur bei Credit Cards oder Charge Cards ins Spiel. Hier sind sie aber entscheidend.

Denn Besitzer einer Credit Card, die Teilzahlung nutzen, begleichen jeden Monat nur einen Teil ihres Kleinkredits. Auf den offenen Betrag fallen Sollzinsen an. Bei der Deutschen Bank betragen diese zum Beispiel 14,5 Prozent p.a., bei der Advanzia Bank 19,9 Prozent p.a.

Besitzer einer Charge Card, deren Referenzkonto am Monatsende nicht ausreichend gedeckt ist, rutschen automatisch in den Dispo. Der durchschnittliche Dispozins liegt aktuell bei 9,72 Prozent.

Tipp: Um hohe Zinskosten zu vermeiden, sollten Kunden die Kreditkartenrechnung immer direkt auf einen Schlag begleichen. Inhaber einer Credit Card sollten die Finger von Teilzahlungen lassen. Nutzer einer Charge Card achten am besten darauf, dass sie nicht in den Dispo rutschen.

4. Abhebegebühren im In- und Ausland

Geld am Automaten im Ausland zu ziehen ist mit der heimischen Girocard oft teuer. Deshalb nutzen viele stattdessen eine Kreditkarte. Welche Gebühren beim Abheben anfallen, entscheidet der Kreditkartenanbieter.

Einige Banken verlangen nur für Bargeld innerhalb der Eurozone Gebühren, andere bloß für Abhebungen außerhalb der Eurozone. Und manche Anbieter verzichten überall auf Gebühren.

Tipp: Wo wollen Sie Ihre Kreditkarte nutzen? Nur im Ausland oder auch im Inland? Außerhalb oder innerhalb der Eurozone? Überlegen Sie sich, wo Sie die Karte brauchen und entscheiden Sie sich für einen entsprechenden Anbieter.

5. Fremdwährungsgebühren

Fremdwährungsgebühren werden fällig, sobald Nutzer etwas in einer fremden Währung bezahlen – egal, ob im Supermarkt, im Internet oder am Bankautomaten. Wie hoch die Gebühr ausfällt, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. In der Regel liegt sie zwischen 1 und 2 Prozent der Transaktionssumme. Und Vorsicht: Fremdwährungsgebühren sind nicht gedeckelt, fallen also bei jedem Einkauf erneut an.

Einige Anbieter verzichten auf Fremdwährungsgebühren. Wer sich regelmäßig außerhalb der Eurozone aufhält, vielleicht sogar einen zweiten Wohnsitz dort hat, ist damit gut beraten – auch wenn die Kreditkarte selbst nicht kostenlos ist.

Anders sieht es aus, wenn die Kreditkarte nur einmal im Jahr für den Urlaub innerhalb der Eurozone eingesetzt wird. Dann können Kartennutzer Fremdwährungsgebühren getrost ignorieren.

Unser Tipp: Wer Bargeld in einer Fremdwährung – also nicht Euro – abheben möchte, wird am Automaten gefragt: Soll die Transaktion mit oder ohne Währungsumrechnung durchgeführt werden? Besser ist die Option ‘ohne Währungsumrechnung’. Dann legt die Hausbank den Wechselkurs fest. Sie wird in der Regel einen günstigeren Kurs wählen als der Automatenbetreiber.

6. Zusatzleistungen

Viele Kreditkartenanbieter werben mit Zusatzleistungen, bieten als Bonus zur Kreditkarte beispielsweise eine Reiseversicherung an. Die greift allerdings nur bei Schäden, die nicht durch bestehende Verträge (Haftpflicht-, Unfall- oder Auslandsreiseversicherung) abgedeckt sind. Im Ernstfall ist diese Versicherung also keine Hilfe.

Tipp: Wer auf eine Zusatzleistung besonderen Wert legt, sollte sich das Kleingedruckte genau durchlesen.

7. Haftung bei Verlust oder Diebstahl

Vor Verlust, Diebstahl oder Missbrauch einer Kreditkarte ist niemand sicher. Wird die Karte gestohlen oder werden die Daten missbraucht, müssen Inhaber maximal mit 50 Euro haften – sofern ihnen keine Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Sonst kann die Bank sie für den Schaden haftbar machen.

Was fahrlässig bedeutet, definiert jede Bank anders. Einigen reicht es schon, wenn Kunden ihre Kreditkarte im Auto liegen lassen oder die Pin zusammen mit der Kreditkarte aufbewahren. Daher gilt es, die Geschäftsbedingungen zu studieren, was im Falle von Verlust und Diebstahl gilt.

Einige Banken verlangen bei Verlust der Kreditkarte maximal 50 oder 100 Euro, andere verzichten sogar ganz auf eine Selbstbeteiligung.

Tipp: Geht die Kreditkarte verloren, sollten Inhaber die Karte umgehend sperren lassen, um den Schaden zu begrenzen. Der deutsche Sperrnotruf ist rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 116 erreichbar.

8. Kreditkarten der Hausbank sind oft teuer

Viele Verbraucher greifen zur Kreditkarte ihrer Hausbank, ohne sich schlau zu machen, was es für Alternativen gibt. Auch wenn in der Regel keine Jahresgebühren anfallen: Sie nehmen damit hohe Gebühren fürs Geldabheben im In- und Ausland in Kauf. Manche Hausbank verlangt dafür 2 bis 3 Prozent.

Unser Tipp: Kostenfreie Kreditkarten überzeugen auf den zweiten Blick nicht immer. Kunden sollten auf die Abhebe- und Fremdwährungsgebühren achten.

Einige Kreditkarten wollen Kunden mit zusätzlichen Leistungen zur Kreditkarte anlocken. Ein gutes Beispiel für solche Zusatzleistungen sind Versicherungen.


So wurde getestet

Um die Konditionen verschiedener Kreditkartenanbieter zu vergleichen, wurden drei Modellkunden entworfen:

  • Der Standardnutzer gibt mit seiner Kreditkarte innerhalb Deutschlands pro Jahr 1.400 Euro in Geschäften und 3.000 Euro im Onlinehandel aus.
  • Der reisende Single verreist zwei Wochen innerhalb der Eurozone (Preis: 1.000 Euro), hebt dabei vier Mal 200 Euro an Bargeld ab und kauft für 400 Euro in Läden ein.
    Außerdem reist er zehn Tage außerhalb der Eurozone (Preis: 1.000 Euro). Dort hebt er drei Mal 250 Euro ab und kauft für 200 Euro ein. Dazu kommen noch 1.000 Euro Umsatz im Onlinehandel.
  • Die reisende Familie verreist zwei Wochen innerhalb der Eurozone (Preis: 4.000 Euro), dabei kommt es zu vier Bargeldabhebungen à 300 Euro und Ladeneinkäufen für 200 Euro.
    Außerdem reist die Familie zehn Tage außerhalb der Eurozone (Preis: 3.000 Euro), hebt unterwegs drei Mal 400 Euro Bargeld ab und kauft für 400 Euro in Läden ein. 2.000 Euro gibt sie im Onlinehandel aus.

Für jeden Modellfall wurde der Jahrespreis berechnet, der für eine Kreditkarte fällig wird. Handelt es sich um eine Credit Card mit nicht abwählbarer, voreingestellter Teilzahlung, wurde davon ausgegangen, dass der Rechnungsbetrag am Monatsende auf einen Schlag beglichen wird.