Anzeigensonderveröffentlichung
Kategorien
Kreditkarten

Kreditkarten im Vergleich

Das Wichtigste in Kürze

  • Für einen Vergleich von aktuellen Kreditkarten wurden die Kosten für verschiedene Modellkunden berechnet.
  • Je nach Abrechnungsmodell gibt es verschiedene Testsieger.
  • Bei klassischen Kreditkarten schneidet die DKB Visa Card am besten ab, bei Kreditkarten mit voreingestellter Teilzahlung sind es Barclaycard und Hanseatic Bank Genialcard. Beste Debit Card im Test ist die Consorsbank Visa Card.

Kreditkarten sind praktisch: Man kann damit in aller Welt bezahlen und Geld am Automaten abheben. Viele Kunden wickeln auch Online-Einkäufe darüber ab.

In einem direkten Vergleich wurden 32 Kreditkarten unter die Lupe genommen, die standardmäßig angeboten werden – der Vergleich konzentriert sich dabei auf drei Abrechnungsarten:

  • Charge Card
  • Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung
  • Debit Card

Eine Debit Card ist streng genommen keine Kreditkarte, weil das Geld hier von einem angeschlossenen Girokonto abgeht. Da viele Verbraucher ihre Debit Card aber de facto wie eine Kreditkarte nutzen, findet sie sich im Vergleich wieder.

DKB Visa Card

DKB Kreditkarte im Vergleich

Wer sich für die DKB Visa Card entscheidet, bekommt automatisch ein Girokonto dazu. Die Bank erhebt keine Jahresgebühr und bietet gute Konditionen für Neu- und Aktivkunden.

InfoDKB
Kreditkarten­typCharge-Card
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
Kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0,00 Euro
Auslandsreise Single0,00 Euro
Auslandsreise Familie0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
zusätzlich in Fremdwährungen0,00 Prozent
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag1.000 Euro
TestberichtDKB Kreditkarte
Webseitedkb.de

Die DKB Visa Card ist eine Charge Card, das bedeutet: Die Bank bucht das ausgegebene Geld erst zum Ende eines Monats vom dazugehörigen Girokonto ab. Vorher fallen keine Zinsen an. Reicht das Guthaben auf Ihrem Referenzkonto nicht aus, um die Kreditkartenrechnung zu begleichen, rutschen Sie in den Dispo und es werden Zinsen fällig.

Um eine DKB Visa Card zu bekommen, müssen Sie volljährig sein und eine gewisse Bonität mitbringen. Regelmäßige Geldeingänge sind nicht zwingend notwendig, aber von Vorteil. Die DKB teilt ihre Kunden ab dem zweiten Jahr nämlich in zwei Gruppen auf: Aktiv- und Passivkunden.

Für alle Neukunden gelten die gleichen Konditionen: keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühren und ein Dispozins von 6,46 Prozent. Doch gehen nach einem Jahr weniger als 700 Euro pro Monat auf Ihrem DKB-Girokonto ein, gelten Sie als Passivkunde. Beim Abheben und Bezahlen außerhalb der der Eurozone fällt dann eine Gebühr in Höhe von 2,2 Prozent an.

Ein Rechenbeispiel: Wer als Passivkunde in den USA 200 Euro in Bar abheben möchte, zahlt dafür eine Gebühr von 4,40 Euro. Der Dispozins für Passivkunden beträgt 7,34 Prozent.

Bei Aktivkunden sieht das anders aus: Für sie fallen auch nach dem ersten Jahr keine Gebühren für Transaktionen in Fremdwährungen an. Der Dispozins, der für sie gilt, beträgt 6,34 Prozent.

Ob Aktiv- oder Passivkunde: Sie können mit der DKB Visa Card nur Beträge ab 50 Euro abheben. Kontaktloses Bezahlen ist kein Problem, die so genannte NFC-Funktion lässt sich jederzeit deaktivieren.

Genialcard der Hanseatic Bank

Hanseatic Bank Genialcard Vergleich

Die kostenfreie Genialcard der Hanseatic Bank punktet mit ausgezeichneten Konditionen für alle Kunden – unabhängig davon, ob monatlich Geld eingeht. Sie können mit der Kreditkarte rund um den Globus gebührenfrei bezahlen und Bargeld abheben.

InfoHanseatic Bank: GenialCard
Kreditkarten­typCredit-Card mit vor­einge­stellter Teilzahlung
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
Kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungTeilzahlung abwähl­bar
Kredit – effektiver Jahres­zins
13,60 Prozent p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0,00 Euro
Auslandsreise Single0,00 Euro
Auslandsreise Familie0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
zusätzlich in Fremdwährungen0,00 Prozent
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 Euro
TestberichtHanseatic Bank Genialcard
Webseitehanseaticbank.de

Eine Besonderheit der Genialcard: Die Hanseatic Bank verzichtet komplett auf Fremdwährungsgebühren. Außerdem müssen Sie kein Girokonto bei der Hanseatic Bank eröffnen, um die Kreditkarte zu bekommen.

Bei der Genialcard handelt es sich um eine Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung, die Hanseatic Bank stellt Ihnen also erst am Ende des Monats alle Ausgaben mit der Kreditkarte in Rechnung.

Man kann die gesamte Rechnungssumme auf einen Schlag begleichen oder nur einen Teil der Rechnung zurückzahlen. Auf die offene Rechnungssumme fallen dann jedoch Sollzinsen an. Der effektive Jahreszins der Genialcard beträgt 13,6 Prozent.

Die Genialcard lässt sich nicht im Plus führen, deshalb empfiehlt es sich die automatische Abbuchung der gesamten Rechnungssumme zu veranlassen. So stellen Sie sicher, dass die Ausgaben vollständig getilgt werden und keine Zinskosten anfallen.

Kontaktloses Zahlen ist mit der Genialcard per NFC-Funktion problemlos möglich. Die Funktion lässt sich über die App ausstellen.

Barclaycard Visa

Barclaycard Visa Kreditkarte Vergleich

Auch die kostenfreie Barclaycard überzeugt durch Top-Konditionen im In- und Ausland. Sämtliche Transaktionen sowie das Abheben von Bargeld sind weltweit kostenfrei.

InfoBarclaycard
Kreditkarten­typCredit-Card mit vor­einge­stellter Teilzahlung
Kreditkarten­systemVisa
Jahresgebühr
Kon­taktloses Bezahlen
TeilzahlungAus­gleich durch Über­weisung oder Sofort­einzug
Kredit – effektiver Jahres­zins18,38 Prozent p.a.
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0,00 Euro
Auslandsreise Single0,00 Euro
Auslandsreise Familie0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
zusätzlich in Fremdwährungen0,00 Prozent
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 Euro
TestberichtBarclaycard Visa
Webseitebarclaycard.de

Für die Barclaycard fallen keine Jahresgebühr an. Wer sich für die Kreditkarte entscheidet, muss auch nicht extra ein Konto eröffnen. Er kann einfach sein bisheriges Konto als Referenz angeben.

Die Barclaycard Visa ist eine Credit Card, Sie können die Kreditkartenrechnung also in Teilen abbezahlen. Dafür fallen allerdings Sollzinsen an. Der effektive Jahreszins der Barclaycard Visa beträgt 18,38 Prozent – im Vergleich zu anderen Anbietern ist das viel.

Um das zu umgehen, müssen Sie die Kreditkartenrechnung am Ende eines Monats vollständig tilgen. Entweder Sie überweisen den offenen Betrag auf das Kartenkonto oder Sie veranlassen jeden Monat den Einzug des vollen Betrages über die App oder das Onlinebanking von Barclaycard.

Doch Vorsicht: Es lässt sich keine automatische Abrechnung einstellen. Wenn Sie vergessen die Rechnung rechtzeitig zu begleichen, müssen Sie also die Sollzinsen tragen.

Kontaktloses Bezahlen mit der Barclaycard ist per NFC möglich. Die Funktion kann nicht deaktiviert werden.

Testsieger bei Debit Cards: Consorsbank Visa Card

Consorsbank Visa Kreditkarte im Vergleich
InfoConsorsbank
Kreditkarten­typVisa
Kreditkarten­systemDebit-Card
Jahresgebühr
Kon­taktloses Bezahlen
Teilzahlung
Kredit – effektiver Jahres­zins
Gültig­keit der Karte4 Jahre
Anbindung an ein Konto
Jahres­preis für Modelfälle
Stan­dard­nutzer0,00 Euro
Auslandsreise Single0,00 Euro
Auslandsreise Familie0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Inland
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
Kosten für Bar­abhebungen am Auto­maten im Aus­land
vom Betrag0,00 Prozent
Mindest­preis0,00 Euro
zusätzlich in Fremdwährungen0,00 Prozent
Limit für Bargeld­abhebungen
pro Tag500 €
TestberichtConsorsbank Kreditkarte
Webseiteconsorsbank.de

Die kostenfreie Visa Card der Consorsbank hat unter den Debit Cards am meisten überzeugt. Das ausgegebene Geld wird direkt vom dazugehörigen Girokonto abgebucht. Dabei entstehen keine Zinskosten. Zur Karte gibt es kostenlos ein Girokonto dazu.

Innerhalb der Eurozone können Sie kostenlos Geld mit der Consorsbank Visa Card abheben – jedoch nur bei Beträgen über 50 Euro. Bei kleineren Summen fällt eine Pauschalgebühr von 1,95 Euro an.

Außerhalb der Eurozone berechnet die Consorsbank beim Geldabheben und Bezahlen 1,75 Prozent des Umsatzes als Fremdwährungsgebühr. Möchten Sie zum Beispiel in Kanada umgerechnet 200 Euro in Bar abheben, zahlen Sie dafür eine Gebühr von 4,40 Euro.

Vorsicht: Die Fremdwährungsgebühr gilt auch für Zahlungen, die zwar in Euro abgerechnet werden, bei denen der Anbieter jedoch außerhalb der Eurozone sitzt.

Kontaktloses Bezahlen per NFC-Funktion ist mit der Consorsbank Visa Card problemlos möglich. Momentan lässt sich diese Funktion nicht deaktivieren, nach Angaben der Consorsbank soll das bald möglich sein.

Worauf Sie bei der Wahl der Kreditkarte achten sollten

Kreditkarten Vergleich

Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Es gibt unterschiedliche Abrechnungsmodelle und die Konditionen der einzelnen Anbieter unterscheiden sich stark. Hier ein paar Anhaltspunkte, worauf Sie bei der Wahl einer Kreditkarte achten sollten:

1. Art der Abrechnung

Wie eine Kreditkarte funktioniert, hängt von der Art der Abrechnung ab. Vereinfacht gesagt geht es darum, woher das Geld kommt, das Sie mit der Kreditkarte ausgeben. Grundsätzlich unterscheidet man diese Abrechnungsarten: Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung, Charge Card, Debit Card und Prepaid Card.

Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung (Revolving Card)

Eine Credit Card mit voreingestellter Teilzahlung ist das, was man im klassischen Sinne unter einer Kreditkarte versteht. Sobald Sie eine Zahlung tätigen, nehmen Sie einen Kleinkredit auf. Er kann innerhalb einer bestimmten Frist zinsfrei zurückgezahlt werden.

Alternativ können Sie den Kredit auch Stück für Stück abbezahlen. Der Haken daran: Nach Ablauf einer bestimmten Zahlungsperiode müssen Sie mit Sollzinsen rechnen. Je nach Anbieter sind diese erschreckend hoch.

Credit Cards mit voreingestellter Teilzahlung eignen sich deshalb nur für Kunden, die ihre Ausgaben überschauen und Rechnungen innerhalb der zinsfreien Periode begleichen können. Andernfalls laufen Sie Gefahr, sich zu verschulden!

Übrigens: Bei manchen Anbietern kann man die voreingestellte Teilzahlung auch abwählen.

Charge Card

Eine Charge Card funktioniert so ähnlich, nur dass es keine Möglichkeit zur Teilzahlung gibt. Die Rechnungssumme wird am Ende des Monats direkt vom Referenzkonto abgebucht. Zwischen Zahlung und Abrechnung nehmen Sie einen zinsfreien Kleinkredit auf. Erst wenn die Rechnung am Ende des Monats nicht beglichen werden kann, fallen Dispozinsen an.

Charge Cards eignen sich für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen ohne in die Teilzahlungsfalle zu tappen. Achten Sie aber darauf, dass Ihre Ausgaben nicht außer Kontrolle geraten und das Referenzkonto ausreichend gedeckt ist!

Debit Card

Streng genommen ist eine Debit Card keine Kreditkarte, da Sie damit keinen Kleinkredit aufnehmen. Die Summe wird direkt von Ihrem Girokonto abgebucht – ähnlich wie bei einer Girocard. Der Unterschied: Mit einer Debit Card können Sie auch Einkäufe im Internet bezahlen, für die eine Kreditkartenzahlung nötig ist.

Debit Cards sind das Richtige für Kunden, die die Vorteile einer Kreditkarte nutzen wollen, ohne sich dabei zu verschulden. Aber Achtung: Im Unterschied zur Kreditkarte wird eine Debit Card nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

Prepaid Card

Eine Prepaid Card ist mit keinem Referenzkonto verbunden. Bevor man sie nutzen kann, muss sie mit Guthaben aufgeladen werden. So hat man die eigenen Ausgaben jederzeit unter Kontrolle.

Prepaid Cards eignen sich vor allem für Jugendliche und Menschen, die kein regelmäßiges Einkommen haben oder eine schlechte Schufa-Bewertung und auf anderem Wege nicht an eine Kreditkarte kommen. Aber Achtung: Die Prepaid Card wird nicht überall akzeptiert – besonders im Ausland nicht.

2. Höhe der Jahresgebühren

Die Jahresgebühren von Kreditkarten werden unterschiedlich berechnet. Es gibt:

  • kostenfreie Kreditkarten ohne Jahresgebühr
  • Standard-Kreditkarten mit Jahresgebühr
  • Premium-Kreditkarten mit überdurchschnittlich hoher Jahresgebühr (Gold, Platin oder Black Card)

Eine kostenfreie Kreditkarte klingt verlockend, kommt jedoch oft mit versteckten Kosten daher – zum Beispiel in Form hoher Zinssätze oder Gebühren für Transaktionen in Fremdwährung. Einige Anbieter verlangen auch, dass ein bestimmter Mindestbetrag umgesetzt wird. Achten Sie bei kostenfreien Kreditkarten also gut auf das Kleingedruckte!

Standard-Kreditkarten kosten im Jahr zwischen 20 und 100 Euro. Die Jahresgebühren für Premiumkarten können sogar 1.000 Euro und mehr betragen. Dafür versprechen die Anbieter oft exklusive Zusatzleistungen, gewähren Zugang zu Veranstaltungen, einem Concierge-Service oder Zusatzversicherungen.

3. Dispo- und Sollzins

Dispo- oder Sollzins sind nur interessant für Sie, falls Sie sich für eine Credit Card oder eine Charge Card entscheiden. Informieren Sie sich vorab, welche Zinskosten da auf Sie zukommen!

Zur Erinnerung: Besitzer einer Credit Card, die Teilzahlung nutzen, begleichen jeden Monat nur einen Teil ihres Kleinkredits. Auf den offenen Betrag fallen Sollzinsen an. Bei der Deutschen Bank betragen diese zum Beispiel 14,5 Prozent p.a., bei der Advanzia Bank 19,9 Prozent p.a.

Besitzer einer Charge Card, deren Referenzkonto am Monatsende nicht ausreichend gedeckt ist, rutschen automatisch in den Dispo. Der durchschnittliche Dispozins liegt aktuell bei 9,72 Prozent.

Tipp: Um hohe Zinskosten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen die Kreditkartenrechnung immer direkt auf einen Schlag zu begleichen. Inhaber einer Credit Card sollten die Finger von Teilzahlung lassen! Inhaber einer Charge Card achten am besten darauf, dass sie nicht in den Dispo rutschen.

4. Abhebegebühren im In- und Ausland

Geld am Automaten im Ausland zu ziehen, ist mit der heimischen Girocard oft teuer. Deshalb entscheiden sich viele Deutsche für eine Kreditkarte. Welche Gebühren beim Abheben anfallen, entscheidet der Kreditkartenanbieter.

Einige Banken verlangen nur für Abhebungen innerhalb der Eurozone Gebühren, andere bloß für Abhebungen außerhalb der Eurozone. Und manche Anbieter verzichten überall auf Gebühren.

Tipp: Wo wollen Sie Ihre Kreditkarte nutzen? Nur im Ausland oder auch im Inland? Außerhalb oder innerhalb der Eurozone? Überlegen Sie sich, wo Sie die Karte brauchen und entscheiden Sie sich für einen entsprechenden Anbieter!

5. Fremdwährungsgebühren

Fremdwährungsgebühren werden fällig, sobald Sie eine Transaktion in einer fremden Währung tätigen – egal, ob im Supermarkt, im Internet oder am Bankautomaten. Wie hoch die Gebühr ausfällt, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. In der Regel liegt sie zwischen einem und zwei Prozent der Transaktionssumme. Und Vorsicht: Fremdwährungsgebühren sind nicht gedeckelt, Sie müssen sie also bei jeder Transaktion erneut zahlen.

Einige Anbieter verzichten auf Fremdwährungsgebühren. Wer sich regelmäßig außerhalb der Eurozone aufhält, vielleicht sogar einen zweiten Wohnsitz dort hat, ist damit gut beraten – auch wenn die Kreditkarte selbst nicht kostenlos ist. Anders sieht es aus, wenn Sie Ihre Kreditkarte nur einmal im Jahr für den Urlaub innerhalb der Eurozone nutzen wollen. Dann können Sie Fremdwährungsgebühren getrost ignorieren!

Unser Tipp: Wenn Sie Bargeld in einer Fremdwährung – also nicht Euro – abheben wollen, werden Sie am Automaten gefragt, ob Sie die Transaktion mit oder ohne Währungsumrechnung durchführen wollen. Entscheiden Sie sich immer für die Option ‘ohne Währungsumrechnung’! Dann legt Ihre Hausbank den Wechselkurs fest. Sie wird in der Regel einen günstigeren Wechselkurs wählen als der Automatenbetreiber.

6. Zusatzleistungen

Viele Kreditkartenanbieter werben mit Zusatzleistungen, bieten als Bonus zur Kreditkarte beispielsweise eine Reiseversicherung an. Die greift allerdings nur bei Schäden, die nicht durch bestehende Verträge (Haftpflicht-, Unfall- oder Auslandsreiseversicherung) abgedeckt sind. Im Ernstfall ist Ihnen diese Versicherung also keine Hilfe.

Tipp: Falls Sie auf eine Zusatzleistung besonderen Wert legen, lesen Sie sich das Kleingedruckte genau durch!

7. Haftung bei Verlust oder Diebstahl

Vor Verlust, Diebstahl oder Missbrauch einer Kreditkarte ist niemand sicher. Wird Ihre Karte gestohlen oder werden die Daten missbraucht, müssen Sie maximal mit 50 Euro haften – sofern Ihnen keine Fahrlässigkeit nachgewiesen wird. Sonst kann die Bank Sie für den Schaden haftbar machen.

Was fahrlässig bedeutet, definiert jede Bank anders. Einigen reicht es schon, wenn Sie Ihre Kreditkarte im Auto liegen lassen oder die PIN zusammen mit der Kreditkarte aufbewahren. Lesen Sie am besten in den Geschäftsbedingungen nach, was im Falle von Verlust und Diebstahl gilt!

Einige Banken verlangen bei Verlust der Kreditkarte maximal 50 oder 100 Euro, andere verzichten sogar ganz auf eine Selbstbeteiligung.

Tipp: Wenn Sie Ihre Kreditkarte verloren haben, sollten Sie die Karte umgehend sperren lassen, um den Schaden zu begrenzen! Den deutschen Sperrnotruf erreichen Sie rund um die Uhr unter der Telefonnummer 116 116.

8. Kreditkarten der Hausbank sind oft teuer

Viele Verbraucher greifen zur Kreditkarte Ihrer Hausbank, ohne sich schlau zu machen, was es für Alternativen gibt. Auch wenn in der Regel keine Jahresgebühren anfallen: Sie nehmen damit hohe Gebühren fürs Geldabheben im In- und Ausland in Kauf. Hausbanken verlangen dafür meist zwei bis drei Prozent.

Unser Tipp: Lassen Sie sich von kostenfreien Kreditkarten nicht so leicht beeindrucken. Achten Sie auf die Abhebe- und Fremdwährungsgebühren!

Einige Kreditkarten wollen Kunden mit zusätzlichen Leistungen zur Kreditkarte anlocken. Ein gutes Beispiel für solche Zusatzleistungen sind Versicherungen.


So wurde getestet

Um die Konditionen verschiedener Kreditkartenanbieter zu vergleichen, wurden drei Modellkunden entworfen:

  • Der Standardnutzer gibt mit seiner Kreditkarte innerhalb Deutschlands pro Jahr 1.400 Euro in Geschäften und 3.000 Euro im Onlinehandel aus.
  • Der reisende Single verreist zwei Wochen innerhalb der Eurozone (Preis: 1.000 Euro), hebt dabei vier Mal 200 Euro an Bargeld ab und kauft für 400 Euro in Läden ein.
    Außerdem reist er zehn Tage außerhalb der Eurozone (Preis: 1.000 Euro). Dort hebt er drei Mal 250 Euro ab und kauft für 200 Euro ein. Dazu kommen noch 1.000 Euro Umsatz im Onlinehandel.
  • Die reisende Familie verreist zwei Wochen innerhalb der Eurozone (Preis: 4.000 Euro), dabei kommt es zu vier Bargeldabhebungen à 300 Euro und Ladeneinkäufen für 200 Euro.
    Außerdem reist die Familie zehn Tage außerhalb der Eurozone (Preis: 3.000 Euro), hebt unterwegs drei Mal 400 Euro Bargeld ab und kauft für 400 Euro in Läden ein. 2.000 Euro gibt sie im Onlinehandel aus.

Für jeden Modellfall wurde der Jahrespreis berechnet, der für eine Kreditkarte fällig wird. Handelt es sich um eine Credit Card mit nicht abwählbarer, voreingestellter Teilzahlung, wurde davon ausgegangen, dass der Rechnungsbetrag am Monatsende auf einen Schlag beglichen wird.