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Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherungen im Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Musterfall: Das Analysehaus Franke und Bornberg geht von einem Unisextarif für eine Frau oder einen Mann aus. Sie oder er will mit 35 Jahren eine private Krankenvollversicherung abschließen. Musterfall ist eine Beamtin oder ein Beamter im Alter von 30 Jahren.
  • Den günstigsten Grundschutz gibt es bei Hanse Merkur. Er kostet 357,48 Euro pro Monat inklusive Selbstbeteiligung.
  • Testsieger bei den besten privaten Krankenversicherungen mit Topschutz ist die Hallesche.

Selbstständige, Beamte und Gutverdiener haben in Deutschland die Wahl: Sie können in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben oder in die private Krankenversicherung wechseln. Die Systeme unterscheiden sich.

Hinter der Idee der gesetzlichen Kassen steht der Solidargedanke – alle Versicherten bekommen ähnliche Leistungen und zahlen Beiträge, die sich nach der Höhe ihres Einkommens richten.

Bei Privatversicherten ist das anders: Sie können bessere Leistungen erwarten, dafür berechnen sich die Beiträge allein nach ihrem Alter und Gesundheitszustand beim Vertragsabschluss sowie dem Leistungsniveau des versicherten Tarifs.

Tarife im Vergleich

Die unabhängige Ratingagentur Franke und Bornberg hat 50 private Tarife unter die Lupe genommen.

Sie geht dabei von dem Modellfall aus, dass ein Mann oder eine Frau mit 35 Jahren in die private Krankenversicherung eintritt.

Je nach Leistungsumfang unterscheidet sie zwischen Grund-, Standard- und Topschutz. Letzterer deckt beispielsweise auch Behandlungen durch Heilpraktiker oder Implantate ab.

Die besten privaten Krankenversicherungen mit Grundschutz

Den günstigsten Grundschutz gibt es bei Hanse Merkur. Er kostet 357,48 Euro pro Monat inklusive Selbstbeteiligung.

Das bedeutet, dass der Versicherte einen festgesetzten Teil der Krankheitskosten pro Jahr selbst trägt – dadurch sinken die Monatsbeiträge.

Zum Vergleich: Der Topschutz der Allianz kostet mit 745,48 Euro inklusive Selbstbeteiligung mehr als doppelt so viel.

Gesellschaft/TarifPunkteNote
Debeka
NW, PVN
91Sehr gut
Süddeutsche
AM30, S3, Z6, PVN
86Sehr gut
R+V
AGIL classic pro U, PVN
85Sehr gut
Barmenia
einsA prima2, PVN
84Sehr gut
Allianz
AktiMed 90P (AM90PU),
AktiMed WechselOpton (AWOPTU), PVN
83Sehr gut
Hallesche
PRIMO. Bonus Z, JOKER.flex, URZ, PVN
82Sehr gut
Axa
EL Bonus-U, Komfort Zahn-U, KUR-U/100, PVN
80Sehr gut
Hanse Merkur
KVS1, KUT/100, PVN
80Sehr gut
Deutscher Ring (Signal Iduna)
EspritM, PIT, Futura, PVN
79Gut
Gothaer
MediVita, MediVita Z70, MediMPlus, PVN
78Gut
Münchener Verein
BONUS CARE CLASSIC SB, OPTI SELECT, PVN
74Gut
Nürnberger
TOP3, ZZ20, PVN
72Gut

Die besten privaten Krankenversicherungen mit Topschutz

Neun der 27 Topschutz-Anbieter, die Franke und Bornberg untersucht hat, schneiden mit der Bestnote „sehr gut“ ab – unter anderem Hanse Merkur, AXA und Hallesche.

In die Bewertung der Ratingagentur sind dabei die Finanzstärke der Versicherungsanbieter (20 Prozent der Gesamtnote), die angebotenen Leistungen (50 Prozent der Gesamtnote) und die Beitragshöhe (30 Prozent der Gesamtnote) eingeflossen.

Gesellschaft/TarifPunkteNote
Hallesche
NK.Bonus, URZ, PVN
95Sehr gut
ARAG
MedBest, PVN
95Sehr gut
Deutscher Ring (Signal Iduna)
Comfort+, PIT, PVN
88Sehr gut
Süddeutsche
AM12, S1, Z8, PVN
86Sehr gut
Universa
uni-A80, uni-ST Stufe 1/100,
uni-ZA 80, uni-KU/100, PVN
83Sehr gut
R+V
AGIL premium U, PVN
82Sehr gut
AXA
Vital300-U, Prem Zahn-U,
KHT-U/50, PVN 1)
81Sehr gut
Hanse Merkur
AZP, EGO, PS3, PSV, PVN
81Sehr gut
Debeka
N, NC , PVN
80Sehr gut
Signal Iduna
EXKLUSIV-PLUS1,
KurPlus/100, PVN
78Gut
DKV
BMK1, BMZ1, PVN
77Gut
Barmenia
einsA expert2+, PVN
75Gut
HUK
Komfort 2, PVN
74Gut
Alte Oldenburger
A 80/100, K 20, K/S,
Z 100/80, KUR/100, PVN
74Gut
Allianz
AktiMed Best 90 (AMB90U),

PVN
74Gut
Nürnberger
TOP6, S1, ZZ20, PVN
73Gut

Die besten Beihilfetarife

Gesellschaft/TarifPunkteNote
Debeka
B30, B20K, WL30, WL20K,

BC, PVB
97Sehr gut
Nürnberger
BK30, BK21, BS230, BS221,
BE, PVB
96Sehr gut
HUK Coburg
B2/501, BE2, PVB
94Sehr gut
LVM
AB30, AB20E, SB2/30, SB2/20E,
ZB30, ZB20E, EB1, PVB
94Sehr gut
Concordia
BV30, BV20, BV Plus, BVE, PVB
93Sehr gut
HanseMerkur
A30, A20Z, P3B30, P3Z, P2EB30,
P2EZ, ZA 50, BET, PVB
92Sehr gut
UKV – Union Krankenversicherung
BC30SB, BC20kSB, BKlinik+30,
BKlinik+20k,
BErgänzung+, PVB
90Sehr gut
Bayerische Beamtenkrankenkasse
BC30SB, BC20kSB, BKlinik+30,
BKlinik+20k,
BErgänzung+, PVB
88Sehr gut
R+V
BB30, BB20E, W130, W120E,
E1, PVB
88Sehr gut
Allianz
BHA51SB, BHK51, BHZ51, BHE1K,
BHEZTL30, PVB
87Sehr gut
VRK
B2/501, BE2, PVB
86Sehr gut
Signal Iduna
EXKLUSIV-B30, EX.-B 20V,

EX.-B-ES50, EX.-B-W30,
EX.-B-W20V, EX.-B-E-50, PVB
83Gut
Deutscher Ring (Signal Iduna)
BK30, BK20X, BS30, BS20X,
BE, BE+, PIT, PVB
83Gut
Stand: April 2020 • Quelle: Franke und Bornberg

Nicht jeder darf in die Private rein

Angestellte müssen mindestens ein Jahresgehalt von 64.350 Euro vorweisen, um in die private Krankenversicherung eintreten zu dürfen. Studenten, Selbstständige und Beamte sind von dieser Verdienstgrenze befreit. Doch deshalb ist der Eintritt in die Private für sie noch lange nicht immer sinnvoll.

Schwierig kann es für Menschen werden, die in einem Risikoberuf arbeiten oder , Vorerkrankungen mitbringen

Im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung dürfen private Kassen nämlich Anträge ablehnen, Beitragszuschläge erteilen und bestimmte Krankheiten ausschließen.

Wichtig: Wer sich für die private Krankenversicherung entscheidet, bindet sich langfristig daran. Der Wechsel zurück ins Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht ohne Weiteres möglich.

Am besten in jungen Jahren eintreten

Die Höhe der Beiträge hängt vom Alter des Versicherten und seinem Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss ab. Junge Menschen, die fit sind und zahlen niedrigere Beiträge als Menschen mit Vorerkrankungen. Bestimmte, mit besonderen Risiken belastete Berufe, können einen Abschluss verhindern.

Achtung: Privatversicherte müssen bei Behandlungen meist in Vorkasse gehen. Reichen sie die Rechnung nachträglich bei der Versicherung ein, wird ihnen das Geld anschließend in Höhe der tariflichen Leistung erstattet.

Steigende Beiträge im Alter

Eine private Krankenversicherung wird mit dem Alter immer teurer. Damit sie auch mit der Rente bezahlbar bleibt, sammelt jeder Versicherte von Anfang an Alterungsrückstellungen.

Das bedeutet: Zwischen dem 22. und 61. Lebensjahr wird ihm ein Zuschlag berechnet. Die Versicherung legt ihn zurück, um den höheren Versorgungsbedarf ab dem 65. Lebensjahr abzudecken.

Tipp: Generell sollte man sich bis zum 35. Lebensjahr überlegen, ob man ins private Versicherungssystem einsteigen will. Wer älter ist, für den kommt ein Wechsel kaum noch in Frage.

Zugang zu Spitzenmedizin möglich

Ein Argument für die private Krankenversicherung: Wählt man einen erstklassigen Tarif und bezahlt entsprechende Beiträge, garantiert sie einem den Zugang zu Spitzenmedizin. Privatversicherte bekommen häufig schneller einen Termin beim Arzt und Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden.

Die Leistungen sind auf die individuellen Bedürfnisse des Versicherten abgestimmt, vertraglich garantiert und können nicht gekürzt werden. Außerdem hängen die Beiträge nicht unmittelbar vom Einkommen des Versicherten ab.

Wer viel verdient, kommt bei einer Privaten oft günstiger weg als bei den gesetzlichen Kassen. Sinnvoll ist in jeden Fall, diese Ersparnis zurückzulegen, und sich damit ein eigenes Polster für die im Alter ggf. höheren Beiträge anzulegen.

Versicherte bekommen, wofür sie bezahlen

Auf der Suche nach einem passenden Tarif muss man oft Kompromisse eingehen, da der Leistungsumfang der Privaten nicht dem der gesetzlichen Kassen gleicht. Außerdem bieten sie keine beitragsfreie Familienversicherung an, wie man sie von gesetzlichen Krankenkassen kennt.

Wichtig ist dieser Aspekt daher für Menschen, deren weitere Lebens- und Familienplanung noch offen ist. In der privaten Krankenversicherung muss unter Umständen später für jedes Familienmitglied eine eigene Versicherung abgeschlossen und bezahlt werden.

Da jeder Privatversicherte durch seine Beiträge sein eigenes Risiko trägt, übernimmt die Versicherung bloß Leistungen, die im Tarif bezahlt werden. Wer sich für einen günstigen Tarife entscheidet, bekommt auch geringe Leistungen.

Möchte man seine Versicherung im Nachhinein aufstocken, fallen meist Gesundheitsprüfungen und Risikozuschläge an.

Wenn es zum Einstieg unbedingt ein preiswerter Tarif sein muss, sollten zumindest sogenannte Optionsrechte für einen späteren Wechsel in eine höherwertige Tariflinie enthalten sein – und dieser Wechsel dann auch vollzogen werden.

Finanzstärke der Unternehmen beachten

Wer in die private Krankenversicherung eintreten will, sollte etwas Zeit in die Recherche investieren. Die Leistungen der einzelnen Anbieter sind komplex, die Preisunterschiede enorm.

Und es gibt noch etwas zu beachten: die Finanzstärke der Versicherungsgesellschaften.

Dass ein Unternehmen insolvent geht, ist zwar relativ unwahrscheinlich. Doch gerät es in finanzielle Schwierigkeiten, wirkt sich das auch auf die Versicherten aus – zum Beispiel in Form von steigenden Versicherungsbeiträgen.

Vorsicht beim Kleingedruckten

Privatversicherte sollten vor Vertragsabschluss genau abwägen, welche Leistungen sie wirklich brauchen – sie gelten nämlich für die volle Vertragsdauer. Im Kleingedruckten lauern so einige Fallen, zum Beispiel das Primärarztprinzip. Hier legt die Versicherung fest, dass der Versicherte bei einer Erkrankung immer zunächst einen Haus- oder Primärarzt aufsuchen muss, ansonsten drohen Kürzungen bei der Kostenerstattung.. Vereinbart er dagegen eine freie Arztwahl, hat er Zugang zu allen Ärzten.

Wer vom Chefarzt im Krankenhaus oder beim Physiotherapeuten behandelt werden will, muss auch das zusätzlich versichern. Grundsätzlich gilt: Finger weg von Tarifen, die für Arzthonorare weniger als den Regelhöchstsatz der Gebührenordnung erstatten! Üblich ist die Erstattungszusage bis zum Höchstsatz.

Auf Geltungsbereich der Versicherung achten

Um auf Reisen abgesichert zu sein, müssen Kosten, die im Ausland entstehen, abgedeckt sein. Der Geltungsbereich der Versicherung darf also nicht auf Deutschland beschränkt sein. Bei Arznei- und Hilfsmitteln können Beschränkungen in der Kostenübernahme im Tarif enthalten sein.

Vorsicht ist bei Zahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie geboten. Für jedes Gebiet gelten andere Erstattungsregeln. Im besten Fall übernimmt die Versicherung Zahnbehandlungen voll und Zahnersatz zu mindestens 80 Prozent. Kieferorthopädische Behandlungen gibt es oft nur für Kinder oder falls auch die gesetzliche Krankenkasse die Kosten übernehmen würde.

Auch hierauf sollten Versicherte achten:

  • Psychologische Behandlungen sind in vielen Verträgen eingeschränkt. Am besten sind Tarife mit möglichst wenigen Einschränkungen.
  • Die Kosten für Heilmittel wie Ergo- oder Physiotherapie sollten auch übernommen werden, wenn nichtärztliche Therapeuten einen behandeln.
  • Kur und Reha werden im Regelfall durch die gesetzliche Rentenversicherung oder gesetzliche Unfallversicherung übernommen – es sei denn, der Versicherte ist selbstständig oder hat aus anderen Gründen keinen Anspruch aus der gesetzlichen Renten- oder Unfallversicherung. Dann sollte er vereinbaren, dass die private Krankenversicherung für die Kosten einspringt.
  • Kosten für stationäre Aufenthalte und Versorgung sollten ohne Meldefrist übernommen werden, damit der Versicherte einen stationären Aufenthalt nicht innerhalb einer bestimmten Frist bei der Versicherung angeben muss. Wer in Spezialkliniken, Privatkliniken oder im Ausland behandelt werden möchte, sollte dies mitversichern.
  • Palliativmedizin wird von einigen Versicherungen nur eingeschränkt angeboten. Zumindest ein teilstationärer Hospizaufenthalt sollte abgedeckt sein.
  • Krankentransporte sollten nicht durch eine bestimmte Entfernung oder Höchstbeträge eingeschränkt sein. Am besten sind alle Transportwege, nicht nur der Krankenwagen, versichert.

Hanse Merkur – ein stabiles Unternehmen

TarifMonatsbeitrag inkl. SBGesamtnote
Grundschutz357,48 €Sehr gut
Topschutz658,46 €Sehr gut

Hanse Merkur erreicht mit der Produktkombination AZP, EGO, PS3, PSV und PVN 81 von 100 Punkten. Die Tarife sind modular aufgebaut, können also individuell angepasst werden.

Inbegriffen sind zum Beispiel Vorsorgeuntersuchungen, Behandlungen bei Heilpraktikern, Chefarztbehandlungen und eine Pflegepflichtversicherung.

AXA – besondere Leistungen

TarifMonatsbeitrag inkl. SBGesamtnote
Grundschutz434,92 €Sehr gut
Topschutz685,86 €Sehr gut

Die AXA Versicherungsangebote Vital300-U, Prem Zahn-U, KHT-U/50 und PVN 1) gehören eher zu den teuren Tarifen. Die monatlichen Beiträge liegen bei 685,86 Euro, wobei eine Selbstbeteiligung von 300 Euro vereinbart ist.

Dafür bekommen Versicherte umfangreiche Leistungen: Chef- und Privatarztbehandlungen sowie eine Unterbringung im Einbettzimmer. Bei Kieferorthopädie werden 90 Prozent der Kosten übernommen.

Hinzu kommt eine Pflegeversicherung und eine Übernahme von Zahnarztkosten über die gesetzliche Gebührenordnung für Zahnärzte hinaus.

Hallesche – Preis-Leistungs-Sieger

TarifMonatsbeitrag inkl. SBGesamtnote
Grundschutz439,45 €Sehr gut
Topschutz616,90 €Sehr gut

Hallesche erreicht mit der Kombination des Tarifs NK.Bonus mit URZ und PVN ein Top-Ergebnis. Der Versicherte zahlt – ohne Selbstbeteiligung – 616,90 Euro pro Monat.

Das ist weniger als bei Hanse Merkur und AXA. Trotzdem liefert die Versicherungsgesellschaft ein auffallend gutes Angebot an Leistungen.

Vorsorgeuntersuchungen, privatärztliche Behandlung und häusliche Krankenpflege werden übernommen. Eine Pflegepflichtversicherung ist inbegriffen und mit URZ auch ein Auslandsreiseschutz, der ambulante Heilbehandlungen, zahnärztliche Leistungen, stationäre Behandlungen sowie den Krankenrücktransport abdeckt.

Tarifrechner: private Krankenversicherung

Häufige Fragen zur privaten Krankenversicherung

Was ist die beste private Krankenversicherung?

Die besten privaten Krankenversicherungen mit Topschutz sind:
Hallesche. ARAG, Deutscher Ring (Signal Iduna), Süddeutsche und Universa.

Wie viel kostet die private Krankenversicherung?

Die Kosten für die private Krankenversicherungen liegen im Test zwischen 315,81 – 670,90 €, je nach Leistungsumfang.

Welches ist die beste private Krankenversicherung für Beamte?

Im Härtetest von Franke und Bornberg schneidet der Beihilfetarif der Debeka am besten ab. Er bietet ein sehr
hohes Leistungspaket und ergänzt fehlende Leistungen der Beihilfe.