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Robo Advisor

Whitebox Robo-Advisor im Test & Vergleich 2021

Die Whitebox GmbH mit Sitz in Freiburg im Breisgau wurde 2014 von den Unternehmensberaterinnen Salome Preiswerk und Dr. Birte Rothkopf gegründet.

Ihr Robo-Advisor, der seit 2016 am Markt ist, soll vor allem einfach zu handhaben sein und eine überdurchschnittliche Rendite im Vergleich zur Konkurrenz abwerfen.

InfoWhitebox
Angebotene Strategien13
Anlage­klassenAktien, Anleihen, Immobilien, Infrastruktur, Liquidität, Rohstoffe
Eingesetzte Produkt­typenETCs, ETFs, Liquidität
RebalancingBei Abweichung
Eingesetzte Produkte13 – 20
Mindest­anlage5.000 €
Kosten
Depotführung0 €
Jahresgebühr (p. a.)0,93 % – 0,34 %
ETF-Gebühren (p. a.)0,20 %
Performance­gebührNein
Kostenbeispiel
10.000 €93 € (0,93 %) + 20 € (0,20 %)
30.000 €249 € (0,83 %) + 60 € (0,20 %)
50.000 €365 € (0,73 %) + 100 € (0,20 %)
100.000 €580 € (0,58 %) + 200 € (0,20 %)
250.000 €1.100 € (0,44 %) + 500 € (0,20 %)
500.000 €1.700 € (0,34 %)+ 1.000 € (0,20 %)
Service
Sparplan / AuszahlplanJa / Ja
Halte-/­Kündigungs­fristenNein
Anlage­beratungJa
Hotline / Online-Chat / AppJa / Ja / Ja (Android)
Sicherheit
Gründung2014
DepotführungFlatex Bank AG
LizenzFinanz­portfolio­verwaltung
Kontroll­organBaFin
Webseitewhitebox.eu

Whitebox im Detail

Wie sieht das Anlagekonzept aus?

Um die Handhabung zu erleichtern und individuelle Anlagemöglichkeiten zu generieren, schneidet der aktive Robo-Advisor Whitebox seine Portfolios auf die Ziele zu, die der Anleger verfolgt (zum Beispiel Altersvorsorge, der Erwerb einer Immobilie oder die Finanzierung einer Ausbildung).

Die Portfolios bestehen ausschließlich aus passiven Indexfonds (ETFs), die global diversifiziert sind und möglichst viele Anlageklassen wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe beinhalten.

Wie werden die Portfolios bei Whitebox zusammengestellt?

In der Auswahl seiner ETFs durch Fundamentalanalyse setzt Whitebox auf Anlagen, die günstiger sind als ihr fairer Wert (Value-Investing).

Dadurch will der Robo-Advisor nicht nur die Kosten eines Kaufs gering halten, sondern auch langfristig besser als der Markt performen.

Gleichzeitig bezieht Whitebox auch weniger attraktive Anlagen in seine Strategie mit ein, damit sich die Portfolios in so vielen Szenarien wie möglich positiv entwickeln.

Den prozentualen Anteil an Aktien (der maßgeblich die Risikobewertung eines Portfolios beeinflusst) hält er durch regelmäßiges Rebalancing immer ungefähr gleich.

Whitebox Robo Advisor
  • 10 Risikoklassen
  • Mindesteinlage 5.000 €
  • Depotführung: 0 € (Flatex)
  • Jahresgebühr: 0,93 % – 0,34 %

Risikomaß

Zur genaueren Risikobestimmung koppelt Whitebox seine Portfolios an das Risikomaß Conditional Value at Risk (eine Präzisierung des Risikomaßes Value-at-Risk).

Während der VaR die 95 prozentige Wahrscheinlichkeit angibt, mit der ein Portfolio eine bestimmte Verlustgrenze nicht übersteigt, rechnet der CVaR auch die durchschnittliche Höhe der Verluste im Ernstfall (also bei Eintreten des Restrisikos von 5 Prozent) mit ein.

10 Risikostufen

Whitebox weist bei seinen Portfolios 10 Risikostufen aus, die sich unter anderem am enthaltenen Aktienanteil orientieren. Risikostufe 1 ist beispielsweise einem CVaR von 5,2 Prozent zugeordnet, Risikostufe 10 einem CVaR von 19,6 Prozent.

Bei spezifischen und generellen Zielen stehen alle zehn Risikostufen zur Verfügung, bei Altersvorsorge-Zielen sind es drei.

Der Wechsel zwischen den Risikostufen ist für den jeweils nächsten Handelszyklus kostenfrei möglich.

Die Kosten im Detail

Die anfallende Jahresgebühr ist bei Whitebox nach Höhe des Anlagevolumens gestaffelt. Wie in der obigen Tabelle aufgeschlüsselt, liegt sie bezüglich Anlagen unter 30.000 Euro bei 0,93 Prozent und sinkt in mehreren Schritten (0,83 %, 0,73 %, 0,58 %, 0,44 %) bis zu einer Anlage von 500.000 Euro auf 0,34 Prozent.

Sie enthält die Transaktionskosten und alle Gebühren für die Vermögensverwaltung sowie die Kosten für die Konto- und Depotführung.

Bis zum 31.12.2020 gibt Whitebox zudem die Mehrwertsteuersenkung an seine Kunden weiter.

Abgesehen der externen Fondskosten bei den ETF-Anbietern – bei Whitebox aktuell durchschnittlich 0,20 Prozent p. a. – zahlt der Anleger keine zusätzlichen Performancegebühren oder Kosten für die Nutzung von Spar- und Auszahlungsplänen.

Die Mindestanlage beträgt bei Whitebox 5.000 Euro Einmalzahlung oder im Sparplan eine monatliche Rate von 5 Prozent.

Sicherheit

Die Depot- und Kontoführung übernimmt bei Whitebox die von der BaFin lizenzierte Flatex Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung schützt die Bank die Kundengelder in einer Höhe von mindestens 100.000 Euro pro Anleger.

Eine darüber hinausgehende freiwillige Einlagensicherung leistet sie nicht.

Wie sah die Performance von Whitebox innerhalb der letzten Jahre aus?

Whitebox20162017201820192020
Risikostufe 15,2 %0,5 %-2,8 %5,1 %1,0 %
Risikostufe 39,1 %2,1 %-4,4 %10,0 %-1,3 %
Risikostufe 512,4 %4,5 %-6,3 %13,8 %-3,4 %
Risikostufe 715,0 %7,2 %-7,1 %17,7 %-6,0 %
Risikostufe 1018,8 %11,1 %-8,7 %23,1 %-9,1 %
Jahresrenditen, Stand Oktober 2020, Quelle: whitebox.eu/vermoegensverwaltung

Bei Whitebox konnten die Anleger im ersten Jahr (2016) zwischen etwa 5 Prozent (Risikostufe 1) und knapp unter 20 Prozent (Risikostufe 10) Zuwachs verbuchen.

Abgesehen der üblichen Marktschwankungen und einem kleineren Einbruch Ende 2018 stiegen vor allem die Kurse der oberen Risikostufen in den folgenden Jahren weiter an.

Anfang 2020 verzeichnete Risikostufe 1 im Vergleich zum Start in 2016 einen Zuwachs von 8,2 Prozent und Risikostufe 10 einen Zuwachs von 49,4 Prozent.

Alle Risikostufen von 2016 – 2020 erfolgreich

Laut Whitebox schlugen alle Risikostufen in den ersten vier Jahren ihre entsprechenden Morningstar-Vergleichsgruppen. Risikostufe 10 erwirtschaftete gegenüber der Morningstar-Fondskategorie „aggressiv” ein Plus von 23,1 Prozent.

Im Februar 2020 traf die Corona-Krise Whitebox und führte vor allem bei den höheren Risikostufen zu starken Einbrüchen.

Während Risikoklasse 1 vor und nach dem Corona-Crash knapp unter 10 Prozent liegt, ist die Risikoklasse 10 mittlerweile wieder knapp unter 40 Prozent gestiegen.

Depoteröffnung bei Whitebox

Zum Eröffnen eines Depots müssen Anleger auf der Webseite zunächst angeben, ob sie ein Einzel-, Gemeinschafts-, Firmen- oder Minderjährigenkonto aufmachen wollen.

Danach legen sie ihr Sparziel und die gewünschte Höhe der einmaligen oder monatlichen Sparsumme fest.

Anschließend geben die Anleger ihre Risikobereitschaft auf einer Skala von eins bis zehn an.

In Folge dessen erhalten sie vom System einen Vorschlag, in dem die erwartbare Rendite, die möglichen Verluste und für das Portfolio ausgewählten Anlageklassen aufgeführt sind.

Nach der Angabe der persönlicher Daten, der finanziellen Situation und der eigenen Kenntnisse über Geldanlagen können die Anleger ihre Legitimation per PostIdent oder Videochat vornehmen.

Für wen ist Whitebox geeignet?

Der Robo-Advisor Whitebox ist vor allem für Anleger geeignet, die ihr Geld einfach, profitabel und mit einem konkreten Ziel anlegen wollen.

Wichtig ist dabei zu wissen, dass Whitebox (auch angesichts der hohen Renditen von 2016 bis 2020) nicht auf kurzfristige Höchstgewinne abzielt, sondern vielmehr auf einen stabilen Zuwachs, der auf längere Sicht den Markt schlagen soll.

Durch die geringe Mindestanlage ist Whitebox auch für Kleinanleger nutzbar.

Alternativen zu Whitebox

Ein weiterer Anbieter eines aktiven Robo-Advisors, der wie Whitebox nur auf ETFs setzt, ist zum Beispiel Scalable Capital. Zu beachten ist hier, dass dieser Robo-Advisor kein Rebalancing durchführt und sich die Risiken entsprechender Anlagen verschieben können.

Scalable Capital
  • 23 Risikostufen
  • Mindestanlage 10.000 €
  • 0,90 % Gesamtgebühren pro Jahr
  • Kooperation mit Baader Bank AG & ING-DiBa AG

Passive Robo-Advisors wie VTB Invest, Quirion oder Growney arbeiten bei ihren ETFs mit Rebalancing und versprechen eine stabile Rendite bei geringem Risiko, ohne den Markt schlagen zu wollen.

Quirion Robo-Advisor
  • Seit 2015 am Markt
  • Regulierung durch BaFin
  • 10 Anlagestrategien
  • Mindesteinlage 1.000 €
  • Depotführung 0 €
growney
  • Seit 2016 am Markt
  • Regulierung durch BaFin
  • Mindesteinlage 500 €
  • Depotführung 0 €