Wirtschaft, Handel & Finanzen ANALYSE: Deutsche Bank stuft Siemens Healthineers ab - Zeit für Atempause

Zeit für eine Atempause ist es nach Einschätzung der Deutschen Bank für die Aktien von Siemens Healthineers . Nach dem starken Kursanstieg seit dem Börsengang im März sei das Verhältnis von Chancen zu Risiken bei den Papieren des Herstellers medizintechnischer Geräte nun ausgewogen, lautete die Begründung. Analyst Gunnar Romer senkte daher die Empfehlung von "Buy" auf "Hold".
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  • dpa

Mit den Quartalszahlen dürfte die Siemens-Tochter die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigen, prognostiziert Romer. In der medizinischen BildgebungGleichzeitig erhöhte der Experte das Kursziel von 36 auf 38 Euro. Auf dieses Niveau war der Kurs bereits am Dienstag gestiegen. Am Donnerstag erreichte er sogar ein Rekordhoch von 39,065 Euro. Zwar dürfte sich das Umsatzwachstum beschleunigen bei gleichzeitig steigenden Margen. "Nach einem Kursanstieg von mehr als 30 Prozent nach dem Börsengang sind diese Aussichten aber weitgehend in der Bewertung berücksichtigt", schrieb Romer.

Die Ende Juli anstehenden Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal dürften ein solides Wachstum belegen, allerdings bei wenig inspirierenden Margen. Vor allem Währungseffekte erwartet er als Belastung. So sollte der Umsatz aus eigener Kraft zwar um 4 Prozent gestiegen sein, ungünstige Wechselkurse belasteten ihn jedoch mit 5 Prozent, sodass am Ende ein Umsatzrückgang von einem Prozent zu erwarten sei. Auch auf die Margen dürften die Wechselkurse Druck ausgeübt haben.

Mit den Quartalszahlen dürfte die Siemens-Tochter die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigen, prognostiziert Romer. In der medizinischen Bildgebung (Imaging) könne das Unternehmen noch moderat Marktanteile hinzugewinnen. Auch die ins Auge gefasste Erholung im Segment Diagnostik könne Siemens Healthineers schaffen. Die Sparte Advanced Therapies dürfte zumindest mit dem Marktwachstum Schritt halten.

Mit der Einstufung "Hold" empfiehlt die Deutsche Bank auf Basis der erwarteten Gesamtrendite für die kommenden zwölf Monate, die Aktie weder zu kaufen noch zu verkaufen./bek/tih/she

Analysierendes Institut Deutsche Bank.

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