Wirtschaft, Handel & Finanzen dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 12.06.2018

ROUNDUP 4: Trump und Kim feiern Gipfel als Erfolg - kein Fahrplan für Abrüstung
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SINGAPUR - Nach jahrzehntelanger Feindschaft haben die USA und Nordkorea einen historischen Neuanfang gemacht und damit die unmittelbare Gefahr eines Krieges gebannt. Auf ihrem Gipfel in Singapur unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un am Dienstag eine grundsätzliche Vereinbarung mit dem Ziel, den Streit um das nordkoreanische Atomprogramm endlich beizulegen. Die internationalen Reaktionen waren überwiegend positiv.

ROUNDUP: Stärkste US-Inflation seit mehr als sechs Jahren

WASHINGTON - In den USA hat sich die Inflation im Mai weiter verstärkt und den höchsten Wert seit mehr als sechs Jahren erreicht. Die Jahresinflationsrate sei von 2,5 Prozent im Vormonat auf 2,8 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten mit diesem Anstieg gerechnet. Eine noch stärkere Teuerung gab es zuletzt im Februar 2012.

ROUNDUP: ZEW-Indikator fällt auf tiefsten Stand seit 2012

MANNHEIM - Die politische Lage in Italien und der von den USA ausgehende Handelsstreit haben die Stimmung deutscher Finanzexperten im Juni belastet. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte, gingen die Konjunkturerwartungen um 7,9 Punkte auf minus 16,1 Zähler zurück. Das ist der niedrigste Stand seit September 2012. Analysten hatten einen Rückgang auf minus 14,0 Punkte erwartet.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit bleibt niedrig - Löhne steigen schwächer

LONDON - Der britische Arbeitsmarkt bleibt robust, allerdings mit schwächerem Lohnanstieg. Im April blieb die Arbeitslosigkeit auf niedrigem Niveau, während die Löhne etwas schwächer stiegen. Die Arbeitslosenquote betrug in den drei Monaten bis April unverändert 4,2 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Das ist die niedrigste Quote seit dem Jahr 1975. Analysten hatten mit der Entwicklung gerechnet.

ROUNDUP: Rücktritt verschärft Brexit-Machtprobe im britischen Parlament

LONDON - Die Machtprobe um den EU-Austritt in London spitzt sich zu: Ein britischer Unterstaatssekretär ist aus Protest gegen die Brexit-Politik seiner Regierung zurückgetreten. Nur so könne er besser für seine Wähler und sein Land sprechen, teilte der proeuropäische Abgeordnete Phillip Lee am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Seine Entscheidung veröffentlichte der Unterstaatssekretär für Justiz nur wenige Stunden vor Abstimmungen im Unterhaus, die den Kurs Großbritanniens beim EU-Austritt wesentlich beeinflussen könnten.

ROUNDUP 2: OECD fordert Deutschland zu mehr Investitionen auf

BERLIN - Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland zu mehr Investitionen in grundlegende Strukturreformen aufgefordert. Dazu zählte die OECD neue Technologien, die Verkehrsinfrastruktur, den Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kindergärten und Schulen sowie die Weiterbildung von Beschäftigten. "Es muss jetzt mehr getan werden, um sicherzustellen, dass die heutigen starken wirtschaftlichen und sozialen Ergebnisse erhalten und auf alle ausgeweitet werden", sagte OECD-Generalsekretär Ángel Gurría am Dienstag in Berlin.

BDI-Chef sieht große Verunsicherung wegen Handelskonflikt

BERLIN - Der deutschen Industrie macht der Handelskonflikt zwischen den USA und der EU zunehmend zu schaffen. "US-Präsident Donald Trump riskiert, die internationale Handelsordnung auf den Kopf zu stellen. Dies führt zu einer Unsicherheit, wie es sie seit Jahrzehnten nicht gab", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Deutsche Politiker warnen nach Korea-Gipfel vor Euphorie

BERLIN - Deutsche Politiker haben das Ergebnis des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un mit einer Mischung aus Optimismus und Skepsis aufgenommen. "Dass Kim erwägt, sein Atomwaffenprogramm aufzugeben, ist nach wie vor äußerst unwahrscheinlich", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag. Für den Nordkoreaner sei das Treffen "ein unglaublicher Anerkennungserfolg, für den er keine Gegenleistung erbringen musste".

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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