Wirtschaft, Handel & Finanzen EZB-Chef Draghi: Jüngste Turbulenzen am Anleihemarkt war ein lokales Ereignis

Die jüngsten Turbulenzen am Anleihemarkt waren laut dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ein lokales Ereignis. Es habe keine Ansteckungs- oder Ausfallgefahren durch die jüngsten politische Unsicherheit gegeben, sagte Draghi am Donnerstag in Riga. Die EZB beobachte die Entwicklungen auf dem Finanzmarkt aufmerksam, habe aber bislang keine Ansteckung gesehen. Ende Mai waren die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen vorübergehend drastisch gestiegen, da eine eurokritische Regierung gebildet wurde.
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  • dpa

"Man sollte politische Änderungen in einzelnen Mitgliedsländern nicht zu sehr dramatisieren", sagte Draghi. Neue Regierungen müssten sich an die Regelungen der Währungsunion halten. "Der Euro ist unwiderruflich", sagte Draghi. Ein Austritt aus dem Euro bringe keinen Nutzen. Der Euroraum sei derzeit institutionell deutlich besser aufgestellt als während der Eurokrise. Auch die Fortschritte in einzelnen Mitgliedsländern werden durch politische Diskussionen nicht zunichte gemacht.

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