Wirtschaft, Handel & Finanzen Iranischer Politologe Zibakalam glaubt nicht an Fortbestand des Atomabkommens

Der iranische Politologe Sadegh Zibakalam glaubt nicht an den Fortbestand des Atomabkommens nach dem Ausstieg der USA. "Es gibt keine realistische Chance für ein Überleben des Abkommens", sagte der Politikwissenschaftler von der Universität Teheran der Deutschen Presse-Agentur in Bonn. Dort wird er an diesem Dienstag mit dem "Freedom of Speech Award" der Deutschen Welle ausgezeichnet.
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  • dpa

"Angela Merkel mag sauer sein auf Trump, aber letztlich sind es deutsche Unternehmen, die entscheiden, ob sie weiter wirtschaftlich mit Teheran verbunden sein wollen oder nicht", sagte Zibakalam. "Und wir wissen alle, dass die europäischen Unternehmen große wirtschaftliche Interessen in den USA haben. Man kann von ihnen einfach nicht erwarten, dass sie sich aus moralischen und demokratischen Erwägungen auf die Seite Irans schlagen."

Für die Iraner seien die Folgen "schlichtweg schrecklich". Sie müssten nun wieder mit den Sanktionen leben. Die Hardliner in der iranischen Politik jubelten und verwiesen darauf, dass sie schon immer gesagt hätten, mit dem Westen könne man keine Absprachen treffen.

Zibakalam war im April zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er in einem Interview gesagt hatte, dass die Demonstrationen im Iran nicht von außen gesteuert worden seien. Der "Freedom of Speech Award" würdigt Personen oder Initiativen, die in herausragender Weise Position für Menschenrechte und Meinungsfreiheit beziehen.

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