Wirtschaft, Handel & Finanzen ROUNDUP/Aktien New York: Moderate Gewinne nach Anlaufproblemen - Banken im Fokus

Die US-Börsen sind nach ihrer jüngst überwiegend guten Kursentwicklung am Freitag nur mühsam in Schwung gekommen. Doch dann konnten sie weder die wenigen, überwiegend negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten noch der weiter schwelende Handelskonflikt ganz ausbremsen. Von Konjunkturdaten gingen erneut keine Impulse aus.
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  • dpa

Zuletzt notierte der Dow Jones Industrial 0,31 Prozent höher bei 25 002,33 Punkten und schaffte es damit erstmals seit Mitte Juni wieder über die viel beachtete, runde Marke. Auf Wochensicht deutet sich für den New Yorker Leitindex damit ein klares Plus von über zwei Prozent an. Der marktbreite S&P 500 schaffte am Freitag einen Kursanstieg von 0,14 Prozent auf 2802,29 Punkte.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 , der mit 7385 Punkten erneut eine Bestmarke erreichte, ging es zuletzt um 0,20 Prozent auf 7381,18 Punkte nach oben. Ihm halfen die Rekordstände einiger Schwergewichte wie der Google -Mutter Alphabet , des Internethändlers Amazon , des Softwareriesen Microsoft und des Online-Netzwerks Facebook .

Nachdem die größte US-Bank JPMorgan ihre Gewinne und Erträge im zweiten Quartal überraschend stark gesteigert hatte, legten die Aktien um überdurchschnittliche 0,77 Prozent zu. Das reichte aber nur für einen Mittelfeldplatz im Dow. Offensichtlich goutierten die Anleger die Einschätzung von Unternehmenschef Jamie Dimon nicht, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte unter dem zunehmenden Handelskonflikt leiden könnten.

Schlimmer als dem Branchenprimus erging es den Konkurrenten Citigroup und Wells Fargo , deren Titel 2,39 beziehungsweise 1,48 Prozent einbüßten. Dabei hatte auch die Citigroup mit ihrem Gewinnsprung positiv überrascht. Allerdings enttäuschten die Erträge im Anleihegeschäft. Wells Fargo musste sogar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Nach verschiedenen Skandalen wegen dubioser Geschäftspraktiken kämpft das Unternehmen mit Image-Problemen und hatte zuletzt viel Ärger mit den Behörden.

Die US-Regierung gibt derweil ihren Widerstand gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T nicht auf. Nachdem eine Kartellrechtsklage gescheitert und die Transaktion vollzogen worden war, kündigte das Justizministerium nun Berufung gegen das Urteil an. Die Aktien von AT&T verloren 2,02 Prozent.

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