Kurspflege: Aktienrückkäufe der Dax-Konzerne erreichen Rekordwert
Düsseldorf. Die 40 Dax-Konzerne haben nach Handelsblatt-Berechnungen 27 Milliarden Euro dafür vorgesehen, eigene Aktien an der Börse aufzukaufen, einzuziehen und so den Gesamtbestand zu verringern. Am meisten Geld geben dafür Mercedes-Benz mit drei Milliarden Euro, SAP mit fünf und Siemens mit sechs Milliarden Euro aus.
Allein in diesem Jahr dürften die Dax-Konzerne für die Rekordsumme von rund 15 Milliarden Euro Aktien vom Markt nehmen. Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil dem Dax seit einem Jahr mit Linde der mit Abstand größte Rückkäufer von eigenen Aktien fehlt. 2023 belief sich das Volumen auf rund acht Milliarden Euro, im bisherigen Rekordjahr 2008, kurz vor der Finanzkrise, waren es knapp 14 Milliarden Euro.
Weniger Aktien verknappen das Angebot. Zudem verteilen sich künftige Gewinne und Dividenden auf weniger Anteilsscheine. Nach Berechnungen des Commerzbank-Analysten Andreas Hürkamp waren die drei großen Aktienrückkäufer Allianz, SAP und Siemens im vergangenen Jahr für fast 50 Prozent des gesamten Dax-Gewinns von 20 Prozent verantwortlich. „Der Rückenwind durch Aktienrückkäufe dürfte geholfen haben“, so Hürkamp.