Mercedes: Autohersteller kauft für drei Milliarden Euro Aktien zurück
München. Der Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz will weitere drei Milliarden Euro für den Rückkauf eigener Aktien ausgeben. Die Maßnahme soll an das vor einem Jahr gestartete Rückkaufprogramm anschließen und spätestens im Juli 2025 abgeschlossen sein, wie der Oberklasse-Hersteller am Mittwochabend mitteilte.
Den bereits laufenden Aktienrückkauf hat Mercedes erst gut zur Hälfte abgearbeitet: Von vier Milliarden Euro, die dafür reserviert waren, sind noch 1,9 Milliarden übrig. Knapp 32 Millionen Aktien hat Mercedes seit Anfang März 2023 erworben. Analysten hatten bereits auf ein Rückkaufprogramm spekuliert, das mindestens bei drei Milliarden Euro liegt. Das Unternehmen präsentierte am Donnerstag seine Geschäftszahlen für 2023.
Werden beide Aktienrückkäufe ausgeschöpft, würde Mercedes-Benz zum aktuellen Kurs mehr als 100 Millionen eigene Aktien besitzen, fast zehn Prozent des Grundkapitals. Das ist auch die Obergrenze, die sich der Vorstand auf der Hauptversammlung 2020 hatte genehmigen lassen.
Grundsätzlich will der Konzern künftig überschüssiges Geld an die Aktionäre ausschütten. Der frei verfügbare Mittelzufluss aus dem Industriegeschäft (Free Cashflow), der nicht für die Dividende gebraucht werde, solle zur Finanzierung von Aktienrückkäufen verwendet werden, hieß es in der Mitteilung.
Im abgelaufenen Jahr war der Free Cashflow unerwartet stark auf 11,3 Milliarden Euro gestiegen, wie Mercedes-Benz vor drei Wochen mitgeteilt hatte. 2022 waren es noch 8,1 Milliarden Euro gewesen. Die erworbenen Aktien würden dann eingezogen. Damit steigt rechnerisch der Gewinn je Aktie. Daimler zahlt rund 40 Prozent des Nettogewinns als Dividende.
Erstpublikation: 21.02.2024, 19:12 Uhr.