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Delivery HeroUber wird Anteilseigner bei Lieferdienst – Aktie steigt stark

Der US-Konzern zahlt 950 Millionen Dollar für das Geschäft von Delivery Hero in Taiwan und hält nach einer Kapitalerhöhung drei Prozent an dem MDax-Unternehmen. Anleger reagieren euphorisch.Nadine Schimroszik 14.05.2024 - 12:01 Uhr aktualisiert
Foodpanda in Taiwan: Delivery Hero trennt sich von einem Teil seines Geschäfts in Südostasien. Foto: Lam Yik Fei/Bloomberg

Berlin. Der US-Fahrdienstanbieter Uber steigt durch den Kauf des Taiwangeschäfts von Delivery Hero zum neuen Großaktionär bei dem Essenslieferdienst auf. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die Aktionäre feierten den überraschenden Deal. Die Aktie des im Mittelwerteindex MDax notierten Unternehmens sprang am Vormittag zwischenzeitlich mehr als 23 Prozent in die Höhe.

Die Analysten von Jefferies bezeichneten den Schritt als „zeitlich perfekten Ausstieg“. Der Verkauf zeige wieder einmal, dass Delivery Hero zu den besten Akteuren im Bereich Fusionen und Übernahmen gehöre.

Uber betreibt nicht nur ein Fahrangebot und macht Taxis Konkurrenz, sondern liefert ähnlich wie Delivery Hero seit Jahren auch Restaurantessen aus. Inzwischen macht Uber Eats fast ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.

Uber ist bereits in Taiwan aktiv. Beobachter halten es für möglich, dass der US-Konzern seine Präsenz in Asien nun weiter ausbaut.

Delivery Hero kann nun Schulden leichter bedienen

Konkret zahlt Uber für die Taiwansparte von Delivery Hero 950 Millionen Dollar in bar und zeichnet eine rund 300 Millionen Dollar schwere Kapitalerhöhung. 

Der Preis für die 8,42 Millionen neuen Aktien lag mit 33 Euro um 30 Prozent über dem Schlusskurs der Delivery-Hero-Aktie vom Montag. Dadurch könne das Unternehmen nun seine Schulden leichter bedienen, sagte Analyst Clément Genelot von der Investmentbank Bryan, Garnier & Co.

Uber Eats ist bereits in Taiwan aktiv. Foto: Lam Yik Fei/Bloomberg

Dadurch hält der US-Konzern nun drei Prozent an Delivery Hero und damit etwas weniger als der aktivistische US-Investor Sachem Head, der ebenfalls erst kürzlich eingestiegen war.

Sachem Head hatte erklärt, viel Potenzial bei der Aktie zu sehen. Entsprechend dürfte dem Investor die jüngste Nachricht zusagen. Firmenchef Niklas Östberg begründete den Verkauf damit, sich nun besser auf das restliche Geschäft konzentrieren zu können.

In den zwölf Monaten bis Ende März kam die Foodpanda-Sparte in Taiwan auf einen Bruttowarenwert von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro. Das sind in etwa drei Prozent des gesamten Geschäfts. Zudem soll die Sparte auf bereinigter operativer Basis an der Gewinnschwelle operieren.

Zukunft von Südostasien-Geschäft weiterhin offen

Während Delivery Hero nun einen Spartenverkauf durchgebracht hat, ist die Zukunft des schwächelnden Südostasiengeschäfts mit den Tochtergesellschaften auf den Philippinen sowie in Singapur, Malaysia, Thailand, Kambodscha, Myanmar und Laos weiterhin offen. Im Februar wurden die Verkaufsverhandlungen wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen mit dem Uber-Rivalen Grab offiziell abgebrochen. Östberg will für die sieben Töchter mindestens eine Milliarde Euro haben.

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Analyst Genelot betonte, es mache für Delivery Hero trotz des Taiwandeals weiterhin Sinn, auch das restliche Südostasiengeschäft zu verkaufen – völlig unabhängig von der Bewertung. Man müsse abwarten, ob Sachem Head entsprechend Druck mache.

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