Kursk-Offensive: Das sind die historischen Lehren zum Vorstoß der Ukraine
Am 5. Juli 1943 startete die Wehrmacht an der Ostfront ihre letzte große Sommeroffensive. Drei deutsche Armeen sollten von Norden und Süden auf die Stadt Kursk vorstoßen, sich dort vereinigen und die sowjetischen Kräfte im Raum Kursk einkesseln und zerschlagen.
Hitler wusste, dass der Krieg militärisch nicht mehr zu gewinnen war, wenn es nicht gelang, die Rote Armee im Sommer 1943 entscheidend zu schwächen. Der erhoffte Sieg bei Kursk sollte der Wehrmacht an der Ostfront eine Ruhepause verschaffen.
Hitler wollte diese Schwächephase der Roten Armee dann nutzen, um sich den Westalliierten zuzuwenden und die Angloamerikaner durch entscheidende militärische Schläge zum Frieden zu zwingen. Stalin drängte seine Verbündeten schon lange, eine zweite Front in Westeuropa zu errichten.
Wenn es der Wehrmacht gelänge, die erwartete alliierte Invasion abzuwehren, so Hitlers Kalkül, dann würden sich Amerikaner und Briten entmutigt friedensbereit zeigen. Danach könne sich das Deutsche Reich wieder mit ganzer Kraft gegen die Sowjetunion wenden und den Krieg militärisch zu seinen Gunsten entscheiden.