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GrokUSA setzen für die Verteidigung auf KI von Elon Musk

Der KI-Chatbot Grok von Elon Musk soll künftig im US-Verteidigungsministerium eingesetzt werden. Verteidigungsminister Hegseth hält die KI für „ideologiefrei“. Doch die Kritik wächst. 13.01.2026 - 09:06 Uhr Artikel anhören
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hält Groks Einsatz für Verteidigungs- und Kriegsmaßnahmen für bedenkenlos. Foto: Bloomberg

Washington. Das US-Verteidigungsministerium plant, Elon Musks umstrittenen KI-Chatbot Grok innerhalb des Pentagon-Netzwerkes einzusetzen. Das teilte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Montag mit.

„Sehr bald werden wir die weltweit führenden KI-Modelle in jedem nicht geheimen und geheimen Netzwerk unseres Ministeriums haben“, sagte Hegseth in einer Rede bei Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX im Süden von Texas. Ziel sei es, Innovationen im Militär zu beschleunigen und effizienter zu gestalten.

Grok steht derzeit in der Kritik, nachdem die KI hochgradig sexualisierte Deepfake-Bilder von Menschen ohne deren Zustimmung erzeugt hatte. Malaysia und Indonesien sperrten Grok, die britische Online-Sicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung ein. Grok beschränkt die Bilderzeugung und -bearbeitung auf zahlende Nutzer.

Grok werde noch in diesem Monat innerhalb des Verteidigungsministeriums live gehen, kündigte Hegseth an und betonte, dass er „alle geeigneten Daten“ aus den IT-Systemen des Militärs für die „KI-Nutzung“ verfügbar machen werde. Auch Daten aus Geheimdienst-Datenbanken sollen in die KI-Systeme fließen.

Das Pentagon verfüge über „kampferprobte operative Daten aus zwei Jahrzehnten militärischer und geheimdienstlicher Operationen“, so Hegseth. „KI ist nur so gut wie die Daten, die sie erhält, und wir werden sicherstellen, dass sie verfügbar sind.“

Verantwortungsvoller Umgang mit KI

Der Minister erklärte, KI-Systeme im Pentagon sollten verantwortungsvoll eingesetzt werden, fügte jedoch hinzu, dass er Modelle ablehne, „die es nicht erlauben, Kriege zu führen“. Hegseth sagte, seine Vision für militärische KI-Systeme sei, dass diese „ohne ideologische Einschränkungen arbeiten“, und fügte hinzu, dass das Pentagon keine „woke KI“ einsetzen werde.

Musk hat Grok entwickelt und als Alternative zu dem beworben, was er „woke KI“ nennt – etwa Googles Gemini oder ChatGPT von OpenAI. Im Juli sorgte Grok ebenfalls für Kontroversen, nachdem es antisemitische Kommentare geäußert hatte, in denen Adolf Hitler gelobt wurde, und mehrere antisemitische Beiträge geteilt hatte. Das Pentagon reagierte zunächst nicht auf Fragen zu den Problemen mit Grok.

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Der frühere US-Präsident Joe Biden hatte die Bundesbehörden zwar dazu angetrieben, Richtlinien und Einsatzmöglichkeiten für KI zu entwickeln, war aber auch vorsichtig gegenüber Missbrauch. Beamte betonten, dass Regeln notwendig seien, um sicherzustellen, dass die Technologie, die für Massenüberwachung, Cyberangriffe oder sogar tödliche autonome Geräte genutzt werden könnte, verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Ende 2024 hatte die Biden-Regierung einen gesetzlichen Rahmen für den Einsatz fortschrittlicher KI-Systeme geschaffen. Bestimmte Anwendungen wurden darin aber verboten, etwa der automatisierte Einsatz von Atomwaffen. Es ist unklar, ob diese Verbote unter der Regierung von Präsident Donald Trump weiterhin bestehen.

ap
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