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GroßbritannienBritische Inflation fällt schwächer aus als erwartet

Die Bank of England hat für die zweite Jahreshälfte einen Anstieg der Inflation prognostiziert. Der kommt nun auch, fällt aber schwächer als von Experten erwartet aus. 14.08.2024 - 08:42 Uhr Artikel anhören
Pendler in London: Die Preise in Großbritannien steigen im Jahresvergleich wieder etwas stärker. Foto: Bloomberg

London. Die Inflation in Großbritannien ist nach der Zinssenkung durch die Bank of England leicht gestiegen. Die Verbraucherpreise legten im Juli um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, nach 2,0 Prozent im Juni, wie aus den Daten des Statistikamts vom Mittwoch hervorgeht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten allerdings mit einem etwas kräftigeren Anstieg von 2,3 Prozent gerechnet.

Die Zentralbank in London hatte Anfang des Monats den Leitzins um einen Viertelpunkt auf 5,0 Prozent gesenkt. Es war die erste Lockerung seit dem Frühjahr 2020. Vor der nächsten Sitzung im September kommt den frischen Inflationszahlen besondere Bedeutung mit Blick auf den weiteren geldpolitischen Kurs zu.

Die Bank of England (BoE) ist zwar trotz der wieder anziehenden Teuerung noch in der Nähe ihres Inflationsziels von zwei Prozent. Sorge bereiten dürfte ihr jedoch der noch immer starke Preisauftrieb im Servicebereich: Im Juli verteuerten sich Dienstleistungen mit 5,2 Prozent überdurchschnittlich stark, wenn auch nicht mehr so kräftig wie im Juni mit 5,7 Prozent. Das ist die niedrigste Inflationsrate in diesem auf der Insel dominierenden Wirtschaftssektor seit mehr als zwei Jahren. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 5,5 Prozent gerechnet.

Die Bank of England hatte die Zinsen zwischen Dezember 2021 und August 2023 insgesamt 14 Mal angehoben, um die ausufernde Teuerung unter Kontrolle zu bringen. Der straffe Kurs der Währungshüter um Notenbankchef Andrew Bailey hat mit dazu beigetragen, dass die Lebenshaltungskosten nicht mehr so schnell steigen.

Noch im Oktober 2022 hatte die Teuerungsrate auf der Insel bei 11,1 Prozent gelegen. Das war der höchste Stand seit mehr als vier Jahrzehnten. Grund dafür waren der starke Anstieg der Energie- und Nahrungsmittelpreise wegen der Invasion Russlands in der Ukraine sowie der Corona-bedingte Arbeitskräftemangel und die Unterbrechung von Lieferketten.

rtr
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