Elektroautobauer: UBS-Hedgefonds wettet gegen Lucid – und kassiert gleich doppelt
Zürich. Erfolgreiche Hedgefonds zeichnen sich dadurch aus, dass sie in allen Marktphasen Renditen für ihre Anleger erwirtschaften. Ein Hedgefonds im Besitz der Schweizer Großbank, UBS O’Connor, zeigt in diesen Tagen, wie man in Bullen- und Bärenmärkten Geld verdient – mit nur einer Aktie.
Gemäß kürzlich veröffentlichter Daten von Pflichtmitteilungen bei der US-Börsenaufsicht SEC hat UBS O’Connor eine millionenschwere Wette auf einen Absturz der Aktie des E-Autobauers Lucid ausgebaut. Den letzten verfügbaren Daten zufolge hielt UBS O’Connor 1,8 Millionen sogenannte Put-Optionen auf die Lucid-Aktie im Portfolio. Der Wert der Optionen belief sich Mitte 2024 auf rund 4,4 Millionen Dollar. Sie steigen im Wert, wenn der Kurs der Lucid-Aktie fällt.
UBS O’Connor agiert als unabhängiger Hedgefonds unter dem Dach von UBS Asset Management in den USA. 1992 hatte die UBS-Vorgängerbank SBG den 1977 in Chicago gegründeten Hedgefonds übernommen. Zuletzt verwaltete der Fonds in zahlreichen Strategien rund 14,9 Milliarden Dollar Anlegergeld. Die Short-Wette auf Lucid ist also kaum mehr als ein Rundungsfehler für den Hedgefonds.