Autozulieferer: Gewinn von Bosch bricht um ein Drittel ein
Stuttgart. Die Lage beim weltgrößten Autozulieferer Bosch hat sich im abgelaufenen Jahr weiter verschlechtert. „Ich gebe zu: Es war schon einfacher, Optimist zu sein“, sagt Bosch-Chef Stefan Hartung am Freitag bei der Vorstellung der vorläufigen Jahreszahlen.
Als Gründe für die Krise nennt der Manager die schwache Konjunktur, steigenden Wettbewerbsdruck aus China, Überkapazitäten und politische und regulatorische Risiken.
Die aktuellen Zahlen sind ernüchternd: Gelang es vor Jahresfrist noch unter „Einsatz aller Kräfte“, Umsatz und Rendite zu verbessern, so reichten diese 2024 dafür nicht mehr aus. Der Umsatz ging um ein Prozent auf 90,5 Milliarden Euro zurück. Ursprünglich hatte Bosch Wachstum angepeilt, aber in den vergangenen Wochen bereits angekündigt, dass die Ziele verfehlt würden.
Bosch: Renditeziel rückt in weite Ferne
Dramatisch fällt der Gewinneinbruch aus: Das operative Ergebnis sackte um ein Drittel auf 3,2 Milliarden Euro ab. Die Umsatzrendite schrumpfte von 5,3 auf 3,5 Prozent und entfernt sich damit immer weiter von der Zielmarke von sieben Prozent, die das Stiftungsunternehmen langfristig für seine finanzielle Unabhängigkeit benötigt. Hartung hält weiterhin daran fest, diese im Jahr 2026 zu erreichen.