Volkswagen: Warum Portugal ein VW-Werk mit 30 Millionen Euro unterstützt
Düsseldorf. Volkswagen wird sein neues Elektroauto ID.1 in Portugal produzieren. VWs Portugal-Chef Thomas Hegel Gunther unterzeichnete diese Woche eine Absichtserklärung, den Kleinstwagen im Werk in Palmela zu bauen. Im Gegenzug dazu sicherte der portugiesische Wirtschaftsminister Manuel Castro Almeida dem Unternehmen eine staatliche Förderung von 30 Millionen Euro für das Projekt zu.
Das Werk von Volkswagen in Palmela, etwa 40 Kilometer südöstlich von Lissabon, gilt als eines der effizientesten Werke in Europa. „Die Entscheidung des Volkswagen-Konzerns, das elektrische Einstiegsmodell hier in Palmela zu produzieren, ist eine äußerst wichtige Investition in die portugiesische Industrie“, sagte der portugiesische Wirtschaftsminister. Die Investition sei auch ein Vertrauensbeweis für das Land.
Schon Anfang des Jahres gab der Konzern die Entscheidung bekannt, den Kleinstwagen im Werk in Palmela zu fertigen. Bis Ende 2027 muss die Fertigung noch auf Elektromobilität umgerüstet werden. Berichten zufolge soll der ID.1 parallel mit Verbrennermodellen hergestellt werden. Eine eigene Montagelinie sei demnach zwar nicht vorgesehen, die Umrüstung dürfte dennoch einen mehrstelligen Millionenbetrag kosten.