Autoindustrie: Absatz bei Marke Volkswagen schrumpft – China und USA belasten
Berlin. Die Schwäche in China und in den USA hat Europas größtem Autobauer Volkswagen 2025 einen Absatzrückgang bei seiner Kernmarke eingebrockt. Mit 4,73 Millionen Fahrzeugen der Marke VW setzte der Autobauer aus Wolfsburg nach Angaben vom Dienstag 1,4 Prozent weniger Autos ab als im Vorjahr. Für das laufende Jahr äußerte sich Vertriebschef Martin Sander zurückhaltend. „Auch im Jahr 2026 rechnen wir mit einem insgesamt anspruchsvollen Marktumfeld“, sagte er.
Zugleich verwies er auf zahlreiche neue Modelle. So kämen allein in China mehr als zehn neue elektrifizierte Fahrzeuge auf den Markt. Volkswagen hat dort insbesondere bei Elektroautos den Anschluss verloren und ist nach jahrelanger Marktdominanz inzwischen nur noch der drittgrößte Autobauer in der Volksrepublik. 2025 schrumpfte der Absatz der Marke in China um 8,4 Prozent.
VW-Chef Oliver Blume hat eine Kooperation mit dem chinesischen Anbieter Xpeng vereinbart, um wieder Anschluss zu finden. Die ersten Autos sollen in diesem Jahr auf den Markt kommen.
Auch in den USA ging es um 8,2 Prozent abwärts. Dabei spielen auch die Zölle von US-Präsident Donald Trump eine Rolle, die Autoimporte verteuern. Volkswagen verfügt zwar über ein Werk in den USA, importiert aber wichtige Modelle wie den Tiguan oder den Golf aus Mexiko und Europa. Dazu kommt, dass Trump die Förderung von Elektroautos Ende September auslaufen ließ, was die Nachfrage nach dem in den USA gebauten ID.4 einbrechen ließ.
Deutlich besser lief es in Europa, wo der Absatz um 5,1 Prozent zulegte. Volkswagen behauptete damit seine Position als Marktführer und konnte auf dem Heimatmarkt Deutschland seine Stellung sogar noch ausbauen. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Elektroautos, vor allem die Limousine ID.7, die in Emden gebaut wird. Im kommenden Jahr bringt Volkswagen mit dem ID.Polo ein Fahrzeug in der Preisklasse von ungefähr 25.000 Euro auf den Markt und erhofft sich davon weiteren Schwung.