Gary Pisano: „Der Druck auf Ideen muss hoch sein“
Berlin. Offene Fehlerkultur und Aufbruchstimmung am Kickertisch: So stellen sich die meisten Menschen innovative Unternehmen vor, sagt Gary Pisano, Ökonom an der Harvard Business School. Doch dieses Bild sei falsch und hemme Unternehmen sogar darin, gute Ideen marktfähig zu machen.
„Innovation ist kein Spaziergang, sondern das Ergebnis eines verdammt harten Prozesses“, so Pisano. Die Regeln für diesen Prozess müssten Führungskräfte festlegen – und in der Kultur ihres Unternehmens verankern.
Lesen Sie hier das ganze Interview zu Innovationskultur mit Gary Pisano:
Herr Pisano, Sie betonen es in Ihren Büchern und Vorträgen immer wieder: Viele Menschen denken bei Innovation zunächst an Geistesblitze, fröhliche Brainstorming-Runden und bunte Post-its an Flipcharts. Ihnen zufolge aber liegt hinter Innovation ein knallharter Prozess. Inwiefern?
Alles, was man zum Thema Innovation liest, klingt doch in etwa so: Lasst uns Spaß haben! Lasst uns frei sein! Lasst uns Experimente machen und Fehler feiern, statt sie zu bestrafen! Es geht immer darum, dass alle miteinander kollaborieren und jeder seine Ideen äußern darf. Alles soll demokratisch sein. So ein Arbeitsumfeld lieben die Leute natürlich.