Sanierung: Kommune halbiert Energieverbrauch – ohne zu investieren
Berlin. Viele Schulen sind sanierungsbedürftig, doch es fehlt das Budget für die dringend nötigen Modernisierungen – dieses Problem kennen zahlreiche Kommunen. So auch der Unstrut-Hainich-Kreis in Thüringen. Dennoch haben die Verantwortlichen dort gerade 25 Schulgebäude, neun Sporthallen und ein Kinderheim modernisiert. Es wurde die oberste Geschossdecke gedämmt, alte Gas- und Ölkessel durch Pelletheizungen ersetzt, automatisierte Regelungstechnik installiert, Lüftungsanlagen und Beleuchtung erneuert und eine Photovoltaikanlage angeschlossen. Das kostete insgesamt rund 4,4 Millionen Euro.
Doch der Landkreis finanzierte die Investition nicht selbst. Stattdessen hat die Firma Engie Deutschland das Kapital zur Verfügung gestellt. Engie hat auch alle Maßnahmen geplant und umgesetzt und kümmert sich die nächsten Jahre um die Wartung der technischen Anlagen. Die Kommune überweist dem Unternehmen nur die eingesparten Energiekosten. „Energiespar-Contracting“ nennt sich das Geschäftsmodell.
438.000 Euro Energiekosten-Senkung pro Jahr garantiert
Durch die Sanierung soll sich der Energieverbrauch in den Gebäuden halbieren, hat Engie berechnet. Die Energiekosten sollen dadurch um 438.000 Euro pro Jahr sinken. Das hat das Unternehmen vertraglich garantiert.