Fonds „Panthera“: Anlegern droht Totalverlust
Die Villa des Finanzmaklers Malte Hartwieg am Münchener Stadtrand: Im Angebot für 4,3 Millionen Euro. Hartwieg steckt hinter dem „Panthera“-Fonds.
Foto: Andreas Dörnfelder/HandelsblattFrankfurt. Bei dem geschlossenen Fonds „Panthera Global Trading A“ sollen Millionen an Anlegergeldern verspekuliert worden sein. Das geht aus einem Schreiben an die Anleger vor, das der digitalen Tageszeitung "Handelsblatt Live" (Dienstag) vorliegt. Der für die Investitionen zuständige Fondsmanager habe mit spekulativen Investments versucht, anfängliche Verluste auszugleichen. Dabei hätten sich „höhere Verluste bis hin zum nunmehr gegebenen Totalverlust eingestellt“, heißt es weiter.
Hinter dem Fonds, der bei Anlegern laut Prospekt bis zu 50 Millionen Euro einsammeln sollte, steckt der Finanzmakler Malte Hartwieg. Der gelernte Maurer gründete auch den Fondsvermittler Dima24, den er inzwischen verkauft hat. Hartwieg ist Herr über ein Geflecht aus Firmen, zu dem neben Panthera auch die Fondsgesellschaften Selfmade Capital und New Capital Invest zählen. Bei zehn Fonds der beiden Gesellschaften wurden die Ausschüttungen ausgesetzt.
Bei der Münchener Staatsanwaltschaft sind mehrere Strafanzeigen gegen Hartwieg eingegangen. Die Behörde prüft weiter einen Anfangsverdacht. Hartwieg hat über seinen Anwalt Aufklärung versprochen. Zu den Vorgängen bei Panthera wollte er sich bis Redaktionsschluss nicht äußern.
Zu den Hintergründen von Malte Hartwieg und des Fondsvermittlers Dima24 finden Sie weitere Artikel im Kaufhaus der Weltwirtschaft.