Torsten Toeller im Interview: Wieso der Fressnapf-Gründer immer hungrig bleibt
Er hat erst Fressnapf gegründet und ist nun Stratege und Investor.
Foto: picture alliance / Rolf VennenbeKrefeld. Die Firmenzentrale von Fressnapf im Industriegebiet von Krefeld-Linn ist so zweckmäßig gebaut und eingerichtet wie die dazugehörigen Tierfachmärkte. Dass Torsten Toeller hier der Chef ist, wird schon in der Lobby klar. Auf einem großformatigen Bild begrüßt er Besucher mit dem ironischen Spruch: „Tiere sind unbezahlbar. Sie kennen uns und lieben uns trotzdem.“
Herr Toeller, Sie haben vor 16 Monaten die operative Führung Ihres Konzerns abgegeben. Warum?
Ich war 26 Jahre lang dem Tagesgeschäft sehr verhaftet und habe mich zu wenig um die Strategie kümmern können. Unsere Firmenstruktur einer SE hat es mir erlaubt, an die Spitze des Verwaltungsrats zu wechseln und mich in dieser Position – anders als ein Aufsichtsratsvorsitzender einer deutschen AG – auf das Strategische zu konzentrieren.
Sind Sie zufrieden mit Ihrem Status und dem Geschäftsverlauf?
Vollends. 2017 hat Fressnapf wieder einen Umsatzrekord aufgestellt. Der operative Ertrag hat sich dazu überproportional gut entwickelt, wir sind profitabel gewachsen. Tierbedarf ist ein tolles Geschäft: emotional, verlässlich, krisenresistent.