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Dax AktuellDax schließt zum Wochenstart schwächer – Aktie von Isra Vision steigt um mehr als 45 Prozent

Der deutsche Leitindex kann am Montag seine Zugewinne aus der vergangenen Woche nicht weiter ausbauen. Doch es gibt ermutigende Firmenbilanzen.Catiana Krapp, Andreas Neuhaus, Jürgen Röder 10.02.2020 - 18:00 Uhr aktualisiert

Zum Start in die neue Woche dürfte eine neue Welle von Firmenbilanzen die Anleger weiter auf Trab halten.

Foto: Bloomberg

Düsseldorf. Zum Auftakt der neuen Börsenwoche ist der Dax erneut niedriger gestartet. Der deutsche Leitindex schloss 0,2 Prozent im Minus bei 13.494 Zählern. Bereits am Freitag waren die Anleger auf Nummer sicher gegangen und hatten Kasse gemacht. Ermutigende Firmenbilanzen verhinderten jedoch größere Kursverluste. Auch an den US-Börsen ging es leicht bergab.

Zum Start in die neue Woche hielt eine neue Welle von Firmenbilanzen die Anleger auf Trab. Bei den deutschen Unternehmen legte am Morgen Teamviewer Zahlen vor. Der Softwarekonzern hat im Jahr seines Börsengangs einen deutlichen Gewinn eingefahren. Unter dem Strich stand 2019 ein Überschuss von 110,9 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Montag in Göppingen mitteilte.

Börsianer verfolgen vor allem die Nachrichten zur Coronavirus-Epidemie weiter aufmerksam und versuchen, die Folgen für die Weltwirtschaft abzuschätzen. Einige Experten rechnen für das erste Quartal mit einer Stagnation.

Mitten in der Corona-Krise setzt der Bitcoin seinen Erholungskurs fort: Die älteste und wichtigste Cyber-Devise stieg auf ein Fünf-Monats-Hoch von 10.200 Dollar. Getrieben werde die Rally weiterhin vom anstehenden „Halving“, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. Damit bezeichnen Experten die automatische Halbierung der Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch „Schürfen“ neu geschaffen werden kann und Inflation verhindern soll.

Blick auf die Einzelwerte

Daimler: Der Autobauer will bis zu 15.000 Stellen abbauen, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Daimler-Chef Ola Källenius soll die Pläne für seinen Sparkurs am kommenden Dienstag vorlegen. Das Unternehmen wolle sich mittels Abfindungen, Frühpensionierungen und Altersteilzeit von den Mitarbeitern trennen. Es sollen mehr als 1,4 Milliarden Euro eingespart werden. Zuvor war kolportiert worden, es sollten 10.000 Stellen gestrichen werden. Die Daimler-Aktie schloss am Montag 0,4 Prozent im Plus bei 43,05 Euro.

Teamviewer: Der Umsatz- und Gewinnsprung gab der Aktie nur kurz Auftrieb. Die Anteilsscheine der Softwarefirma verloren bis zu 7,4 Prozent. Das war der größte Kursrutsch seit fast fünf Monaten. Die Papiere drehten am Nachmittag aber wieder ins Plus und beendeten den Handel mit einem Aufschlag von 0,4 Prozent bei 31,74 Euro.

Carl Zeiss Meditec: Ein enttäuschender Ausblick überschattet bei der Medizintechnik-Firma die etwas besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnisse. Die Aktien von Carl Zeiss Meditec stiegen zwar anfangs um drei Prozent, schlossen aber 4,8 Prozent im Minus. Das Unternehmen erwarte statt eines überdurchschnittlichen Wachstums nur noch ein Plus „mindestens auf dem Niveau unserer Märkte“, monierte ein Börsianer.

Gerresheimer: Ein positiver Analystenkommentar ermunterte Anleger zum Einstieg beim Spezialverpackungshersteller. Gerresheimer-Aktien stiegen um 2,9 Prozent. Die Experten der US-Bank Goldman Sachs stuften die Titel auf „Buy“ von „neutral“ noch.

Isra Vision: Die milliardenschwere Übernahmeofferte von Atlas Copco verhalf der Aktie zum größten Kurssprung der Firmengeschichte. Die Aktien des Darmstädter Spezialisten für industrielle Bildbearbeitung steigen um 45,3 Prozent auf ein Eineinhalb-Jahres-Hoch von 50,75 Euro. Der schwedische Industrie-Ausrüster bietet 50 Euro je Isra-Titel.

Rational: Einer der vier Erben von Firmengründer Siegfried Meister hat ein Drittel seiner Anteile an Rational zu Geld gemacht. Deswegen rutschten die Papiere 3,3 Prozent ins Minus auf 656,50 Euro. Meisters Sohn Wolfgang habe seine Beteiligung an dem Großküchenausrüster in der vergangenen Woche von 14,95 auf 9,94 Prozent reduziert, heißt es in einer Stimmrechtsmitteilung. An wen die Aktien gingen, blieb zunächst unklar. Das verkaufte Paket hat einen Börsenwert von gut 380 Millionen Euro. Die Erben aus der Familie Meister und Aufsichtsratschef Walter Kurtz hielten bisher zusammen 70,9 Prozent der Rational-Aktien.

Was die Charttechnik sagt

Auf zwei wichtige Marken sollten Anleger mittelfristig achten: Auf der Unterseite ist es der Bereich um 12.900 Zähler. Diese Unterstützung hat seit Anfang Dezember Bestand und wurde in den vergangenen Handelstagen erneut bestätigt. Das Tief vom 31. Januar lag bei 12.973 Punkten. Kurse unterhalb dieser Marke würden laut Charttechnik ein neues mittelfristiges Verkaufssignal erzeugen.

Auf der Oberseite ist das Rekordhoch mit 13.640 Punkten der große Widerstand, Kurse darüber wären ein prozyklisches Kaufsignal. In diesem Fall würde nach Berechnungen der technischen Analysten der Bank HSBC das nächste Kursziel von 13.895 Punkten liegen.

Zwischen diesen beiden wichtigen Schlüsselzonen definieren die 50-Tages-Linie (aktuell bei 13.296 Punkten) sowie die Aufwärtskurslücke vom 4. Februar bei 13.131/13.078 Punkten wichtige Haltemarken. Solche Kurslücken (Fachjargon: Gap) entstehen, wenn der höchste Kurs eines Tages unter dem des Folgetages bleibt. Sie dienen anschließend als wichtige Unterstützung.

Kurzfristig handelnde Investoren können diesen Bereich als Absicherung nehmen oder, je nach Situation, auch als mögliche Wiedereinstiegsmarke, wenn die Lücke geschlossen wird. 

Handelsblatt-Analystencheck: DZ Bank belässt Deutz bei „verkaufen“

Die DZ Bank hat den fairen Wert der Papiere von Deutz von 4,30 auf 4,40 Euro angehoben, die Einstufung aber auf „verkaufen“ belassen. „Die Ziele für 2019 sollten erreicht worden sein“, schrieb Analyst Thorsten Reigber in einer am Freitag vorliegenden Studie. Für 2020 rechnet er aber mit einem schwachen Ausblick des Motorenbauers.

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Insgesamt sechs Studien im Handelsblatt-Analystencheck beschäftigen sich mit der Deutz-Aktie. Den drei Kaufempfehlungen steht zweimal der Rat „halten“ gegenüber. Eine Analyse empfiehlt, das Papier zu verkaufen. Das gewichtete Kursziel sämtlicher Analysen liegt bei 6,84 Euro und damit über dem aktuellen Kurs von rund 4,98 Euro. Bei einem gewichteten Kursziel haben jüngere Studien einen höheren Einfluss.

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