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Moderna-AktieImpfstoffhersteller Moderna hängt an der weltweiten Impfkampagne

Impfstoff-Aktien sind derzeit stark an politische Entscheidungen und Medienberichte gekoppelt. Das gilt auch für Moderna: Die Aktie ist wieder im Aufwind. Doch die Risiken sind klar. 29.09.2021 - 11:45 Uhr Artikel anhören

Die Biotech-Aktie könnte auch über Corona hinaus eine Chance haben.

Quelle: images photothek

Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Seit Beginn der Coronakrise waren mögliche Hersteller von Impfstoffen gegen das Virus auch an der Börse Hauptgesprächsthema. Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna, das 2010 basierend auf Forschungen der Elite-Universität Harvard gegründet wurde, entpuppte sich als einer der Überflieger.

Wie Biontech/Pfizer setzt Moderna in der Produktion des Impfstoffes gegen Covid-19 auf die Technik mit Messenger-RNA. Nach Höhenflügen an der Börse in der ersten Augusthälfte zeichnete sich zuletzt eine Korrektur ab. Doch die guten Quartalszahlen bescheren der Moderna Aktie wieder Aufwind. Ist die Entwicklung stabil?

So steht es aktuell um die Moderna-Aktie:

Im Juni knackte Moderna die Marke von 200 US-Dollar und schien dann kaum noch zu bremsen. Es folgte eine Rally. Die Aktie kletterte auf einen Höchststand von 484,47 US-Dollar und kam dann zu einer Verschnaufpause. Im September hat sich der Kurs bei 430 Dollar pro Aktie eingependelt. Insgesamt liegt die Aktie im bisherigen Jahresverlauf mit über 300 Prozent im Plus.

Dank des hohen Bedarfs an Corona-Impfstoffen hat Moderna den bislang höchsten Quartalsgewinn verbucht. In den drei Monaten bis Ende Juni verdiente das Unternehmen unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar. Vor einem Jahr hatten hohe Forschungs- und Entwicklungskosten einen Verlust von 117 Millionen Dollar verursacht. Modernas Erlöse stiegen von 67 Millionen auf 4,4 Milliarden Dollar.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet der Impfstoffhersteller auf Basis seiner bereits getroffenen Verkaufsvereinbarungen mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar und hob die bisherige Prognose damit noch einmal etwas an.

Das sagen die Analysten zur Moderna-Aktie:

Das Meinungsbild der Experten ist zurzeit unklar. Vier Analysten raten zum Kauf der Aktie. Sechs tendieren dazu, die Moderna-Aktie zu halten, zwei zum Verkauf. Das mittlere Kursziel liegt bei 307 US-Dollar, also unter dem aktuellen Kurs von rund 484 US-Dollar (Stand 29. September 2021).

Das sind die Chancen der Moderna-Aktie:

Aufwind für die Moderna Aktie gab es mit der Ankündigung verschiedener Staaten, Auffrischungsimpfungen vorzunehmen. Diese sogenannten Booster-Impfungen für bereits doppelt Geimpfte sind in Israel schon angelaufen. Auch in den USA hieß es, dass nicht nur älteren oder geschwächten Menschen, sondern allen Bürgern eine Auffrischung angeboten wird.

Seit dem 20. September können sich US-Bürger eine dritte Impfdosis mit Biontech/Pfizer oder Moderna spritzen lassen. Das betrifft alle, deren zweite Impfung acht Monate zurückliegt. Schon am Vortag der offiziellen Bekanntgabe stiegen die Kurse beider Aktien – die Gerüchte sind schon vorab bis zur Börse vorgedrungen.

Die Auftragslage für den Impfstoffhersteller dürfte also vorerst stabil bleiben. Im Halbjahresbericht verkündete Moderna, es gebe im aktuellen Geschäftsjahr insgesamt Verträge für voraussichtliche Produktverkäufe in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar. Für das kommende Jahr seien bereits Lieferverträge im Wert von rund zwölf Milliarden Dollar geschlossen worden – mit der Option auf weitere Lieferverträge im Wert von acht Milliarden Dollar.

Hier geht es zum vollständigen Artikel: Moderna meldet hohe Langfrist-Wirksamkeit seines Impfstoffs.

Auch auf lange Sicht könnte die Aktie von Moderna ein Renditeträger sein: Das Unternehmen setzt hohe Erwartungen auf die mRNA-Technik und entwickelt einen Impfstoff gegen Grippe.

Das sind die Risiken der Moderna-Aktie:

Ein Risiko der Moderna-Aktie ist die Abhängigkeit von den politische Entscheidungen zur Impfkampagne. Ein weiteres Risiko ist die Unbeständigkeit, denn die Kurse reagieren derzeit schnell auf aktuelle Medienberichte. Die Schwankungen stehen zudem im gesellschaftlichen Kontext und der Impfbereitschaft. Diese ging in den vergangenen Wochen unter anderem in Deutschland und den USA zurück.

Zudem gilt die Moderna-Aktie Marktbeobachtern teils als überbewertet. So bezeichnete Analyst Geoff Meacham von der Bank of America das Hoch der Moderna-Aktie am 10. August gar als „lächerlich“ und mutmaßte, sie könne um 75 Prozent fallen.

Erhebliche Unsicherheit besteht mit Blick auf die weitere Entwicklung über 2022 hinaus. Die meisten Analysten unterstellen bisher, dass die Umsätze und Erträge im Covid-Geschäft ab 2023 wieder deutlich sinken.

So sieht das Branchenumfeld von Moderna aus:

Ihr Erfolg in der Entwicklung von Covid-Impfstoffen hat die Biotech-Firmen Biontech und Moderna fast über Nacht zu führenden Akteuren in der Pharmabranche gemacht. Das gilt nicht nur mit Blick auf die erwarteten Umsätze. Auch was die Börsenbewertung angeht, gehören die beiden Biotech-Aufsteiger inzwischen zu den Top 20 der Weltpharmaindustrie. Neben Moderna hat auch die Biontech-Aktie eine Rally hingelegt und ist derzeit auf Jahressicht mit mehr als 200 Prozent im Plus.

Anleger, die die Rallye verpasst haben, suchen nun nach weiteren vielversprechenden Kandidaten. So hat auch die Aktie des französischen Unternehmens Valneva hat eine Rally hinter sich. Valneva setzt bei seinem Covid-19-Impfstoffkandidaten VLA2001 auf die klassische Herangehensweise mit einem inaktiven Virus (Totimpfstoff). Damit könnten vor allem Skeptiker der mRNA-Technologie erreicht werden. Allerdings stürzte die Aktie Mitte September wieder ab, als Großbritannien die Bestellung des Valneva-Impfstoffs stornierte. Das Unternehmen verhandelt nach eigenen Angaben weiter mit der EU über eine Lieferung.

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht weiterhin davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema seinen Impfstoff ungeachtet der geringen Wirksamkeit zulassen wird.

Die Aktie des US-Unternehmens Novavax stieg, nachdem die EU 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Impfstoffs gesichert hat. Der Impfstoff-Kandidat auf Proteinbasis muss allerdings noch von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für sicher befunden werden.

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Insgesamt ist aber die Preismacht der mRNA-Impfstoff-Anbieter am höchsten, da die mRNA-Impfstoffe bisher die beste Schutzwirkung, Verträglichkeit und Langzeitdaten liefern konnten.

HB
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