Volkswagen: Familie Porsche/Piëch prüft Teilverkauf ihrer VW-Beteiligung – um das Geld in Porsche zu stecken
Die VW-Eigentümerfamilien greifen nach einer Beteiligung bei dem Sportwagenbauer.
Foto: imago images/ZUMA WireBerlin, Düsseldorf, Frankfurt. Bei Volkswagen bahnt sich ein großer Umbau der Konzern- und Aktionärsstruktur an. VW bereitet den Börsengang der Sportwagentochter Porsche vor, heißt es aus Unternehmenskreisen. Mit den Einnahmen will VW die Digitalisierung und die Transformation in Richtung Elektromobilität finanzieren.
Ein Käufer steht bereit: die Eigentümerfamilie Piëch/Porsche. Die VW-Großaktionäre erwägen den Kauf eines nennenswerten Aktienpakets an der Porsche AG über die Porsche Automobil Holding SE. Hier hält der Clan heute die Mehrheit an der Volkswagen AG. Um den Deal zu finanzieren, prüft die Familie den Verkauf von Teilen ihrer VW-Beteiligung.
Nach Informationen des Handelsblatts aus dem Umfeld des Konzerns und aus den Reihen der Eigentümerfamilie sind die Pläne in der Ausarbeitung. Mehrere Banken und Berater sind bereits aktiv, offizielle Mandate gebe es aber noch nicht. Denkbar sei, dass die Familie auch die Mehrheit an VW abgebe, aber größter Aktionär bleibe, heißt es in Konzernkreisen.
So könnten bis zu 15 Milliarden Euro eingenommen werden, ohne die faktische Kontrolle bei VW aus der Hand zu geben. Noch sei keine Entscheidung gefallen. VW wie auch ein Sprecher der Familie lehnten einen Kommentar ab. VW-Aktien legten in Reaktion am Dienstag mehr als acht Prozent zu.